Unsere Bildungsleitsätze der Stiftung Liebenau Bildung
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Aufgabenfeld Bildung

Menschen mit Förderbedarf verdienen individuelle Schul, Berufs- und Lebensperspektiven – als ein wichtiger Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

 

Gemeinsam mit jedem Einzelnen suchen wir einen passenden Weg und unterstützen beim Start oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Eine differenzierte Diagnostik, ein großes Spektrum der schulischen und beruflichen Bildung sowie pädagogisch betreute Wohnformen: Dieses vielfältige Angebot ermöglicht die selbstbestimmte Umsetzung individueller Lösungen. Über die gesamte Bildungsdauer begleiten, beraten und betreuen wir mit fundiertem Fachwissen, professionell und zugewandt.

 

Vielfältige Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, Handwerksbetrieben und anderen Bildungsträgern spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mission & Vision

Unsere Mission: Berufsausbildung für Jeden. Unsere Vision: Teilhabe für Jeden.
Durch berufsvorbereitende Maßnahmen, Qualifizierung und Ausbildung für vornehmlich junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf  sichert das Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau seinen Teilnehmern eine nachhaltige Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft.

Entstehung

Ende der 1970er-Jahre begannen die konkreten Planungen für ein Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau. Nachdem bereits im September 1980 die ersten Gewerke auf der Baustelle in der Ravensburger Schwanenstraße eingezogen waren, nahm man im Spätsommer 1981 mit der Eröffnung der Sonderberufsschule (Josef-Wilhelm-Schule) den vollen Ausbildungsbetrieb auf.
Am 30. April 1982 wurde das Berufsbildungswerk Adolf Aich – benannt nach dem Gründer der Stiftung Liebenau – offiziell eingeweiht.

1998 kam mit der Eröffnung des Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ Ulm) der Standort Ulm hinzu.

Die Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH (vormals Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH) fungiert seit 1995 als gemeinnützige Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau.

Unsere Namensgeber:

Adolf Aich

Adolf Aich

Die Arbeit der Stiftung Liebenau geht zurück auf Kaplan Adolf Aich (1824-1909) und 13 sozial engagierte Tettnanger Bürger. Sie hatten sich im St. Johann-Verein zusammengeschlossen und begründeten die „Pfleg- und Bewahranstalt für Unheilbare“, aus der später die Stiftung Liebenau hervorging. Ihr Ziel war es, eine Zufluchtstätte für Menschen mit unheilbaren Krankheiten und Behinderung zu schaffen. Im Jahr 1870 begann die Arbeit dann im Schloss Liebenau. Kaplan Adolf Aich bezog es mit einigen „Pfleglingen“ und sechs barmherzigen Schwestern.

Josef Wilhelm

Max Gutknecht

Bildungsleitsätze

Die Bildung steht im Zentrum der Aufgaben des Berufsbildungswerkes. Dabei orientiert sich unsere Arbeit an nachstehenden Leitsätzen. Diese bringen zum Ausdruck, was wir unter Bildung verstehen.

Persönliche Weiterentwicklung, dauerhafte und umfängliche Teilhabe

Unter Bildung verstehen wir die Förderung von Menschen, die ihnen eine persönliche Weiterentwicklung ermöglicht und eine dauerhafte und umfängliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert.

  • Der Aspekt der individuellen Hilfe und Unterstützung steht im Vordergrund unserer Bemühungen.
  • Unter Einbezug unserer diagnostischen Möglichkeiten suchen wir gemeinsam mit dem Einzelnen nach passgenauen Hilfen.
  • Wir stellen unsere vielfältigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen dem Einzelnen im Alltag zur Verfügung.
  • Wir leiten Menschen zu eigenverantwortlicher Lebensplanung und -gestaltung an, um Ihnen die Teilhabe in unserer Gesellschaft zu erleichtern.
  • Wir versuchen in einem ständigen Dialog, die Ressourcen und Fähigkeiten des Einzelnen zu entdecken und zu fördern.

Vermittlung und Aneignung von Wissen, Fertigkeiten, Werten

Befähigung zum achtsamen Miteinander

Christliches Werte- und Weltverständnis

Schaffen geeigneter Rahmenbedingungen

Lernende Organisation im Wandel

Inklusion

Was die UN-Behindertenrechts-Konvention fordert, wird in der Stiftung Liebenau und ihren Tochtergesellschaften in vielfältiger Form umgesetzt und gelebt. Das Berufsbildungswerk sieht sich dabei als Inklusionsschlüssel für Menschen mit besonderem Förderbedarf. Denn eine abgeschlossene Ausbildung ist die beste Grundlage für die Teilhabe am Arbeitsleben und damit an der Gesellschaft. Und schon während ihrer Zeit im BBW sind die Jugendlichen im Kontakt mit der beruflichen Praxis und dem gesellschaftlichen Leben.

Berufsbildungswerke als Schlüssel zur Inklusion: Zusammen mit dem Sozialwissenschaftler Heiko Kleve hat Herbert Lüdtke, Geschäftsführer der Liebenau Berufsbildungswerk gGmbH, in diesem Zusammenhang eine Positionsbestimmung veröffentlicht. Darin beschreiben die Autoren, wie Berufsbildungswerke (stellvertretende) Inklusion leisten. Inklusion für alle ist also nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Realität.

zum Beitrag im Magazin "neue caritas" (06/2015) >

Daten und Fakten

Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH
Schwanenstraße 92
88214 Ravensburg
Deutschland
Telefon +49 751 3555-8
info.bbw@stiftung-liebenau.de

 
6         Standortkommunen
524     Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
55       Berufe
2         Sonderberufs - und Sonderberufsfachschulen
24       Standorte Wohnen
322     Wohnplätze

Alle Zahlen aus 2018