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MZEB stellt sein Leistungsspektrum vor

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Was fehlt der Patientin denn nur? Was braucht sie angesichts ihrer Behinderung? Welche Therapie kann ihre Beschwerden lindern? Solche Fragen sind oft nicht einfach zu beantworten, wenn Menschen mit Behinderungen krank werden. Für sie hat die St. Lukas-Klinik der Stiftung Liebenau jetzt eine ambulante Anlaufstelle geschaffen: ein Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB). Rund 60 Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen informierten sich bei einem Fachtag über das neue Angebot.

Elisabeth Greiner bei ihrem Vortrag anlässlich des Fachtags im neu eröffneten MZEB in Liebenau.

Sie stellten die Arbeitsweise und das Leistungsspektrum des neuen MZEB der Stiftung Liebenau vor (v. li.): Elisabeth Greiner, Dr. Florian Oczipka, Margarete Naser, Dr. Jürgen Kolb, Jonathan Turner und Benjamin Klinger.

Beeindruckt vom neuen Angebot

Der Fachtag war das offizielle Startsignal für das von langer Hand vorbereitete MZEB. „Heute sind wir froh, dass wir starten können“, sagte Dr. Jürgen Kolb, ärztlicher Leiter des Bereichs Medizin für Erwachsene an der St. Lukas-Klinik. Diese Freude teilte er mit dem Publikum: In Wortmeldungen und Gesprächen am Rande des Fachtags war deutlich die Erleichterung darüber spürbar, dass es nun in der Bodenseeregion eine Anlaufstelle für besondere Patientinnen und Patienten gibt. Denn bei Menschen mit komplexen Behinderungen kann schon ein EKG oder eine Blutabnahme eine Herausforderung sein. Und viele Symptome wie etwa Gewichtsverlust, Schmerzen oder Verhaltensänderungen können vielfältige Ursachen haben. Dies erfordert die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachkräften.

 

Beratend und koordinierend tätig

Genau dies leistet das MZEB der St. Lukas-Klinik: Erfahrene Fachkräfte aus Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Neurologie, Physio- und Ergotherapie und anderen Bereichen wirken hier zusammen. Sie sind zudem mit weiteren Fachstellen und Kliniken in der Region und darüber hinaus vernetzt. Das Ziel: „Wir möchten, dass es unseren Patienten gut geht. Wir möchten ihre Gesundheit erhalten und möglichst auch verbessern“, sagte Elisabeth Greiner, die mit Margarete Naser und Jonathan Turner das ärztliche Behandlungsteam des MZEB bildet und das Leistungsspektrum vorstellte. „Der Hausarzt ist weiterhin für die Grundversorgung zuständig. Wir sehen uns vor allem als Berater und Koordinatoren“, erklärte sie. Dies gilt für Diagnoseverfahren ebenso wie für die Begleitung nach Operationen oder für die Frage nach geeigneten Hilfsmitteln.

 

Schwerpunkt Neuro-Orthopädie

Weil viele Patientinnen und Patienten mit Behinderung neuro-orthopädische Probleme haben, legte der Fachtag auf dieses Thema einen besonderen Schwerpunkt. Benjamin Klinger, fachlicher Leiter der Abteilung für Physiotherapie an der St. Lukas-Klinik, erläuterte, mit welchen Verfahren sein Team die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Patienten testet. Aus den Ergebnissen wird dann ein Leitfaden für die weitere Therapie entwickelt. Bei besonderen neuro-orthopädischen Problemen arbeitet das MZEB mit der Schön Klinik in München zusammen. Einer ihrer Ärzte, Dr. Florian Oczipka, stellte verschiedene konservative und operative Verfahren vor, die beispielsweise bei deformierten Gelenken oder bei Wirbelsäulenverformung (Skoliose) angewandt werden können. Ab nächstem Jahr bietet die Schön Klinik Sprechstunden im MZEB der Stiftung Liebenau an.

 

 

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Stiftung Liebenau
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