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Abschied von einem Beruf, der nie langweilig wurde

FRIEDRICHSHAFEN – Nein, Zeit, sich über den Ruhestand Gedanken zu machen, blieb in den letzten Wochen wahrlich nicht: Neben ihrer Funktion als Regionalleitung im Bodenseekreis hielt sie als Hausleiterin die Baustelle am Franziskuszentrum in Friedrichshafen und die Corona-Pandemie auf Trab. Gewiss ist, dass Monika Paulus mit ihrem Mann auf eine Reise gehen wird. Und das erste Ziel steht fest: Es heißt Assisi. Hier will sie Kraft schöpfen, loslassen und sich einstellen, auf den neuen Lebensabschnitt, der sie nun erwartet: Ruhestand nach 27 Jahren bei der Stiftung Liebenau.

Blick zurück und Blick nach vorne: 27 Jahre war Monika Paulus bei der Stiftung Liebenau tätig, davon 22 Jahre als Heimleiterin im Franziskuszentrum in Friedrichshafen. Nun geht sie in Ruhestand.

Menschen aller Art

Menschen - Immer wieder geht es ihr um Menschen. Sie sind es, die Monika Paulus interessieren. „Spannend an unserem Beruf ist, die verschiedenen Lebenswege zu sehen.“ Grundvoraussetzung sei jedoch, dass man Menschen mag. „Dann wird es nie langweilig. Beim Bau habe ich jetzt den ‚Mensch Handwerker‘ kennengelernt“, schildert sie. Wenn es eine Wertung ist, dann eine positive. Sie ist angetan von der unkomplizierten und hilfsbereiten Art, etwa als es darum ging als vorsorgliche Corona-Maßnahme „schnell mal ein paar Bauzäune umzusetzen“.

 

„Bei Mitarbeitenden fand ich es immer faszinierend, wie man einzelne Fähigkeiten fördern oder entdecken kann. Was kann der gut? Wieviel Spielraum braucht jemand?“ Es berühre sie und mache sie stolz, wenn Mitarbeitende längerfristig in ihrer Region arbeiten, womöglich schon ihre Ausbildung im Haus absolviert haben. Ihr Leitungsteam hat ihr immer loyal und zuverlässig den Rücken freigehalten, ebenso wie die Pflege, die Hauswirtschaft und die Verwaltung. Ihre Augen werden feucht, wenn sie von den „Feschtle“ schwärmt. Beim Franziskusfest oder an Heiligabend legten die Kolleginnen und Kollegen stets „noch eine Schippe drauf“ auf ihr ohnehin schon großes Engagement, mit ihren musikalischen Darbietungen, im Chor und bei der Organisation. „Klar fällt mir der Abschied schwer.“

 

Berufliche Stationen

Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie in der Altenpflege, aber auch in einer neurologischen Klinik und im Suchtbereich einer psychiatrischen Landesklinik. In Ravensburg gab es für sie und ihren Mann bei einem privaten Träger die Gelegenheit, Altenhilfe nach ihrem eigenen Verständnis zu gestalten. Vor 27 Jahren sind sie von der Stiftung Liebenau angeworben worden. „Altenhilfe sah zu der Zeit noch komplett anders aus“, so Paulus. Im Haus St. Johann in Tettnang, ihrem ersten Einsatzort bei der Stiftung Liebenau, gab es weit und breit noch kein Pflegebett. Vor 22 Jahren übernahm sie dann die Leitung des Franziskuszentrums in Friedrichshafen.

 

Spuren hinterlassen

So wie Monika Paulus Spuren hinterlassen hat, haben das Arbeitsleben und Menschen bei ihr Spuren hinterlassen. Die guten Erinnerungen überwiegen.

 

 

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