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Schnuppern in der Stiftung Liebenau

MECKENBEUREN/LIEBENAU – Sie wollen einen sozialen Beruf erlernen, aber wie schaut der Arbeitsalltag aus? Acht Jugendliche haben am Schnuppertag „Wissen was geht!“ in der Stiftung Liebenau teilgenommen. „Wissen was geht!“ ist ein Projekt der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH in Kooperation mit renommierten Ausbildungsbetrieben der Region.

„Wissen was geht!“-Teilnehmer lernen die sozialen Ausbildungsangebote der Stiftung Liebenau kennen. Die Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker (rechts) informiert über ihre Arbeit mit jungen Patienten in der St. Lukas-Klinik. Organisiert wurde der Infotag von Andrea Biberger (5.v.l.) von der Stiftung Liebenau und Jana Huber (5.v.r.), Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH.

Markus Joos, Fachkraft für Arbeit und Bildung, informiert über die Tagesstruktur von Menschen mit Hilfebedarf im Holzhof der Stiftung Liebenau.

Sozialdienst Henriette Hengge (links) und Laura Decker (rechts) von der St. Lukas-Klinik begleiten über das Gelände.

Ein Gefühl für die Stiftung

Die Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahren besuchen die Realschule oder das Gymnasium. Sie sind zum ersten Mal in der Stiftung Liebenau. Umso spannender die Frage: „Wie schaut das Sozialunternehmen aus?“ Andrea Biberger, Abteilung Personalmanagement, stellt das europaweite Engagement der Stiftung vor. Rund 17 000 Menschen werden versorgt, betreut und begleitet. Zum Beispiel in der St. Lukas-Klinik. „Die Arbeit umfasst nicht nur die klassische Pflege“, informiert Laura Decker, Jugend- und Heimerzieherin in der St. Lukas-Klinik. „Wir begleiten unsere Patienten durch Krisen und schwierige Situationen. Wir gestalten für die Menschen mit Epilepsie und psychischen Erkrankungen den Alltag mit Schule, unterstützen in der Ausbildung oder auf dem Weg in das Berufsleben“, berichtet sie aus ihrer Arbeit.


Kreativ unterwegs

Mehr über die Arbeitsfelder eines Heilerziehungspflegers erfahren die „Wissen was geht!“-Teilnehmer beim Besuch einer Wohngruppe im Haus St. Josef. Dort leben 12 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. An den Werktagen besuchen sie stundenweise den Förder- und Betreuungsbereich. „An den Wochenenden ermöglichen wir den Bewohnern, das zu tun, was sie gern möchten“, berichtet Wohngruppenleiter Benjamin Grimm. So wird dann selbst gekocht oder die Mitarbeiter begleiten die Bewohner zum Schwimmen. Solche Highlights sind vor allem an den Wochenenden möglich. Deshalb schätzt Grimm den Dienst am Wochenende: „Am Samstag und Sonntag können wir uns die Zeit frei einteilen.“

Schöne Momente

Eine tägliche Herausforderung ist die Kommunikation, besonders wenn die Lautsprache fehlt. Benjamin Grimm sieht das positiv: „Hier gilt es ausprobieren, sich führen lassen oder vermitteln und eigene Erfahrungen im Umgang miteinander zu sammeln.“ Dass es gelingt, verdeutlicht Grimm im stillen Kontakt mit einem Bewohner, der nicht sprechen kann, aber deutlich gestikuliert, dass er auf dem Weg in den angrenzenden Garten seine Unterstützung braucht. Schöne Momente sind für den Heilerziehungspfleger: „Wenn es mir gelingt, den Alltag so zu gestalten, dass er den Menschen entspricht.“

Teilhabe an der Arbeit

Anschließend stellt Laura Decker den Förder- und Betreuungsbereich und die St. Lukas-Klinik vor, führt weiter über das Gelände zu den Werkstätten der Stiftung Liebenau. Markus Joos informiert über den Holzhof. 15 Menschen mit unterschiedlichem Hilfebedarf werden von dem gelernten Schreiner und Fachkraft für Arbeit und Bildung angeleitet, arbeiten in der Produktion und in der Baumschule mit. Markus Joos schätzt es, in seinem Beruf Menschen begleiten zu können, ihnen die Teilhabe an einer handwerklichen Tätigkeit zu ermöglichen, die sie selbstbestimmt, in der Gemeinschaft miteinander und inklusiv, wie beim Liefern von Brennholz an die Kunden, ausführen können: „Das macht mir Spaß.“

Berufliche Perspektiven

In der Mittagspause vor der Kantine begrüßen Liebenauer Bewohner die jungen Gäste. Der Umgang ist locker. Für den Infotag in der Stiftung verteilen die „Wissen was geht!“-Teilnehmer großzügig die Note Eins. In der Abschlussrunde unterstreicht Laura Decker die Vielfalt der Möglichkeiten, sich in den sozialen Berufen kreativ entfalten zu können: „Mein Arbeitgeber ist offen für unsere Ideen. Weiter- und Fortbildungen wie in Musiktherapie oder Erlebnis- und Freizeitpädagogik werden unterstützt und gefördert.“ Andrea Biberger ermutigt die zukünftigen Berufseinsteiger, ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln und bietet Kurzpraktika in den Einrichtungen der Stiftung Liebenau an.

 

Info

Die nächste Gelegenheit, sich über Ausbildungsberufe in der Stiftung Liebenau zu informieren, gibt es bei der Berufs- und Ausbildungsbörse Meckenbeuren am Samstag, 17. September von 10 - 13 Uhr in der Humpishalle Brochenzell.

 
 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing

Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert(at)stiftung-liebenau.de
www.stiftung-liebenau.de 

 

 

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