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Wissen was geht: Stiftung Liebenau ermöglicht spannende Begegnungen

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Dieser Tag steckte voller Eindrücke: Ein Besuch in einer Wohngruppe und in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gehörte zu den bewegendsten Momenten der Ferienaktion „Wissen was geht“ in der Stiftung Liebenau. Die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH gibt mit diesem Projekt interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, renommierte Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Die Stiftung Liebenau ist als Kooperationspartner beteiligt.

Die Schülerin Annika (Mitte) versucht, beim Aktionstag „Wissen was geht“ eine Zick-Zack-Linie spiegelverkehrt zu zeichnen. Die beiden Jugend- und Heimerzieher Laura Decker (links) und Felix Aggeler unterstützen sie dabei.

„Besuch, Besuch!“

Bei diesem Schnuppernachmittag zur Berufserkundung standen die Menschen und die Begegnung mit ihnen im Mittelpunkt.  Wie leben sie? Wer betreut sie? Und womit beschäftigen sie sich? Diese Fragen beantworteten die beiden Jugend- und Heimerzieher Laura Decker und Felix Aggeler. Sie stellten die Stiftung Liebenau als ein bedeutendes Unternehmen in den Bereichen Behindertenhilfe, Altenhilfe, Gesundheitswesen, Bildung und Dienstleistung vor. Konkret erlebbar wurde dies bei einem kurzen Rundgang in einer Wohngruppe im Haus St. Josef.  „Besuch, Besuch!“, rief eine Bewohnerin erfreut, als die kleine Besuchergruppe in den wohnlich gestalteten Räumlichkeiten ankam. Hier erhielten die Gäste einen Eindruck davon, wie Menschen mit hohem Hilfebedarf im Alltag begleitet werden.

 

Beeindruckende Rundgänge

Auch in den Werkstätten gab es viel Interessantes zu erfahren. „Jeder Mensch hat das Bedürfnis, etwas zu tun“, erklärte ein Arbeitserzieher. Hier sind  Menschen mit Behinderung je nach ihren Möglichkeiten mit Verpackungs- oder Montagearbeiten beschäftigt. Diese Tätigkeiten werden durch arbeitsbegleitende Maßnahmen wie etwa Kochen, Musizieren oder Werkzeugkunde ergänzt.

 

16 Ausbildungsberufe

Die Rundgänge waren zugleich ein Streifzug durch verschiedene Berufsbilder. Insgesamt bietet die Stiftung Liebenau 16 Ausbildungsberufe – „vorwiegend im sozialen Bereich“, wie Laura Decker erläuterte. Die meisten Ausbildungsplätze gebe es in der Altenpflege, in der Heilerziehungspflege und in Erziehungsberufen. Zudem bildet die Stiftung Liebenau auch Kaufleute für Büromanagement sowie in einigen Dienstleistungsberufen aus, beispielsweise in den Bereichen  Textil- und Gebäudereinigung, Hauswirtschaft, Gastonomie, Betriebstechnik, Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft. Fast alle Bereiche können Jugendliche auch in einem Praktikum oder Freiwilligen Sozialen Jahr  näher kennenlernen.

 

Die Welt anders wahrnehmen

Zum Abschluss des Aktionstages „Wissen was geht“ gab es zwei praktische Übungen. Zum einen galt es, einen Faden in ein Nadelöhr zu fädeln, während die Hände in dicken Winterhandschuhen stecken. Damit wurde erfahrbar, wie schwierig alltägliche Tätigkeiten werden, wenn im Alter die Feinmotorik nachlässt. Eine andere Aufgabe bestand darin, eine vorgegebene Zick-Zack-Linie nur mit Blick in einen Spiegel nachzuzeichnen. „Es ist spannend, wenn man selbst spürt, wie es ist, die Welt anders wahrzunehmen“, erklärte Laura Decker. Am beeindruckendsten aber waren an diesem Tag, wie eine Teilnehmerin sagte, die intensiven Kontakte zu Menschen in der Stiftung Liebenau.

 

 

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Stiftung Liebenau
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