Jobs in Singen
Ab Mai 2019 geht's los!
Wir suchen Sie!
Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Stiftung Liebenau baut neues Wohn- und Förderangebot in Singen

In der Singener Nordstadt entsteht an der Bruderhofstraße ein intensiv betreutes Wohnangebot für 28 erwachsene Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung, herausforderndem Verhalten und einem sehr hohen Unterstützungsbedarf. In direkter Nachbarschaft wird ein Förder- und Betreuungsbereich gebaut, der 20 Menschen eine individuelle Tagesstruktur bietet. Die Eröffnung ist für Mai 2019 geplant.

 

Gestalten Sie dieses neue Angebot mit und tragen Sie dazu bei, dass sich die dort lebenden Menschen bald zuhause fühlen!

 

Für den Aufbau eines multiprofessionellen Teams suchen wir ab 01.05.2019 folgende Mitarbeitende:

Jobs

Stellenbezeichnung Ort Unternehmen Beschäftigung
Altenpfleger/innen oder vergleichbare Qualifikation (m/w/d) Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Voll- oder Teilzeit
Auszubildende / Praktikanten/innen / Teilnehmer/innen am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) (m/w/d) Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Vollzeit
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen (m/w/d) oder vergleichbare Qualifikation Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Voll- oder Teilzeit
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen (m/w/d) oder vergleichbare Qualifikation als Nachtdienst Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Voll- oder Teilzeit
Heilerziehungspfleger/innen (m/w/d) oder vergleichbare Qualifikation Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Voll- oder Teilzeit
Pflege- und Erziehungshelfer/innen (m/w/d) Singen Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Vollzeit

Ein Gespräch mit der neuen Einrichtungsleitung Ursula Rohmer


Frau Rohmer, Sie sind das neue Gesicht der Liebenau Teilhabe in Singen. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?
Seit meinem Studium arbeite ich in Einrichtungen für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die gesellschaftliche Haltung gegenüber diesem Personenkreis hat sich in dieser Zeit grundlegend geändert. Während man vor 30 Jahren „geistig Behinderten“ die  erforderliche „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ in bestehenden Sondereinrichtungen gewährt hat, steht insbesondere seit dem Inkrafttreten der UN Behindertenrechtskonvention der „Mensch mit Beeinträchtigung“  als gleichberechtigter Partner der Gesellschaft im Fokus politischer Bemühungen. Menschen mit Beeinträchtigung werden als Mitbürger wahrgenommen und die Begegnung im Alltag wird zunehmend selbstverständlich.  An meiner neuen Aufgabe in Singen reizt mich, dazu beizutragen, bürgerschaftliches Miteinander auch für und mit Menschen mit sehr schweren Beeinträchtigungen erlebbar zu machen. Eine spannende Herausforderung auf diesem Weg ist zunächst der Bezug des Hauses Bruderhofstraße an sich, in dem alle Menschen, die dort leben und arbeiten, einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Welche Chancen  oder Herausforderungen sehen Sie in dem Angebot?
Das Haus Bruderhofstraße entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu anderen Wohnhäusern und ist von den Verantwortlichen an diesem Standort gewollt.  Ich freue mich sehr, dass die Anwohner dem Wohnprojekt offen begegnen und seinen inklusiven Ansatz unterstützen. In dem Haus werden Menschen leben, deren Verhalten nicht immer gesellschaftlichen Konventionen entspricht. Ich wünsche mir sehr, dass dies als liebenswerte Eigenarten und Ausdruck ihrer Persönlichkeit beispielsweise beim Einkauf im Supermarkt wahrgenommen wird.

Was bedeutet für Sie Inklusion?
Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der für jeden von uns bedeutsam ist. Inklusion zielt nicht auf eine bestimmte Personengruppe ab, sondern ist dann erreicht, wenn jeder Mensch sein Leben nach eigenen Vorstellungen in gesellschaftlichen Bezügen lebt, ohne dass ihn Barrieren daran hindern. Die Aufgabe professioneller Helfer besteht darin, Barrieren abzubauen, die Menschen behindern, Vorstellungen über ihr Leben zu entwickeln oder umzusetzen. Die Arbeit professioneller Helfer besteht darin, das Lernen des Einzelnen und der Gesellschaft selbst anzustoßen.

Was wünschen Sie sich (und Singen) für die Zukunft?
Natürlich wünsche ich mir zunächst, dass sich die Bewohner im Haus Bruderhofstraße schnell in ihren „Vier Wänden“ zuhause fühlen. Gemeinsam werden wir dann die Möglichkeiten dieser Stadt entdecken. Mit einem engagierten Team kann uns das gut gelingen. Ich freue mich auf neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Lust haben dieses neue Angebot mit aufzubauen und mitzugestalten!