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Auf was es ankommt

In so unsicheren Zeiten, in denen man nicht weiß, ob das, was mir heute abverlangt wird, morgen noch ausreicht: Leben in einem Risikoland.

Die Bitte, auf soziale Kontakte weitestgehend zu verzichten. Menschenmengen meiden, Händeschütteln ebenfalls und keine Umarmung mehr. Händewaschen und seinen Körper beobachten: Fieber, Husten? Wo war ich die letzten Tage? Was ist noch erlaubt? Was ist morgen angesagt? Es schließen die Schulen und Kitas. Die Kneipen, Konzerte, Theater – geschlossen. Die Grenzen geschlossen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz. Und Veranstaltungen mit Teilnehmern über … wie war das noch 1000 Personen, 500, 100, 50. Bei uns in der Stiftung Liebenau sind es 20. Die Pflegeeinrichtungen öffnen nicht mehr für Besucher. Was kommt morgen? Große Verunsicherung, Furcht, Hamsterkäufe, Gleichgültigkeit, Einsamkeit.

 

Das Wichtigste: Wir müssen einander vertrauen. Jeder von uns trägt an seiner Verantwortung. Für sich selbst, Familie, Kinder, Einrichtungen, Menschen, Junge, Alte, Menschen mit Behinderungen, Gesunde, Kranke. Eben wir füreinander. Als Gast und Kunde, als Mitarbeitender, Kollege und Kollegin, in welcher Position auch immer. Jeder und jeder steht einem Menschen und sich selbst gegenüber in einmaliger Verantwortung, das zu tun und zu leben, was jetzt seine Aufgabe und Ort ist. Vertrauen in Regierung und Gesellschaft, Ärzte und Wissenschaftler. Vertrauen in Vorgesetzte, unsere Krisenstäbe, die wertvolle Arbeit leisten, und einfach in den Menschen, der gerade bei mir ist und für den ich Verantwortung trage. 

 

Der Vorstand möchte jedem und jeder danken für das Vertrauen, das wir in diesen Tagen miteinander investieren. Und danken vor allem für die Solidarität, die überall spürbar ist. Natürlich – und das ist menschlich – ist es eine Solidarität, die sich mit Sorge und auch Furcht paart. Wir bedanken uns bei allen, die in diesen Tagen Verantwortung auch für Entscheidungen treffen müssen. Wie gelingt Versorgung? Wieviel Abstand brauchen wir? Ist für Hygiene gesorgt? Sind Vorräte bereit? Vor allem: Ist Empathie spürbar? Nähe, Zuwendung, ein Lächeln, Verständnis, Zuneigung. Greift irgendwer zum Telefon, wenn ein Besuch nicht möglich ist? In diesen Tagen gilt: Keiner darf vergessen werden. Keiner sollte sich einsam fühlen müssen. Und die Versorgung muss gewährleistet sein. Wenn jemand in besondere Härten gerät: Bitte wenden sie sich an ihrer Geschäftsführung oder den Vorstand. Wir versuchen zu helfen.  

 

Unser Dank gilt allen, die mit aller Kraft und Liebe daran beteiligt sind und alles geben, was sie können. Vielleicht doch noch eine Bitte: Jeder und jeder soll auch nur das geben, was er kann. Niemand sollte über die Maßen belastet sein. Die Gesunden dürfen denen beistehen, die Hilfe brauchen. In Italien werden Lieder gesungen gegen Einsamkeit und Furcht. Vielleicht stehen uns solche Zeiten noch bevor. Niemand wünscht das, aber vielleicht sollten wir vorbereitet sein. Vertrauen schenken, Solidarität spüren und ein Miteinander – gegen die Angst. 

 

Es grüßt sie herzlich

 

Der Vorstand

 

 

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