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Ein Fels in der Brandung

RAVENSBURG - Manchmal sprechen Zahlen Bände: 41 Dienstjahre und 30 Jahre Mitarbeitervertreter. Sie gehören zu Heinrich Brummert, der unter anderem als Küchenleiter im Haus der Pflege St. Meinrad in Ravensburg und zuletzt Vollzeit-Vorsitzender der Mitarbeitervertretung (MAV) der Liebenau Lebenswert Alter, einer Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau, war. Jetzt geht das Urgestein in Ruhestand.

Heinrich Brummert geht in Rente: Geschäftsführerin Stefanie Locher verabschiedete ihn mit ausgesprochen wertschätzenden Worten.

Abschied von langjährigen Kolleginnen und Kollegen: Weggefährten haben Heinrich Brummert (stehend, 4. v. r.) feirerlich verabschiedet. 

Einstieg als junger Mann
In einem Pausenraum im Haus der Pflege St. Meinrad hängen Fotos von früher, erzählt Martin Beha, ein langjähriger Wegbegleiter von Heinrich Brummert. Eines von ihnen aus den 1980er-Jahren zeigt einen jungen Blondschopf in seiner Sturm- und Drangphase. Es handelt sich um Heinrich Brummert, erklärt der ehemalige Einrichtungsleiter. Bereits 1981 begann Brummert in dem Haus in Ravensburg zu arbeiten. Als sein Vorgänger erkrankte, wurde er vom Stellvertreter zum Küchenleiter. 

 

Überzeugend mitgestaltet
„Beim Neubau des Hauses ist er richtig durchgestartet“, sagt Beha. Brummert habe aktiv mitgestaltet. Das Thema Ernährung wurde für die Pflegeeinrichtungen der Stiftung Liebenau insgesamt strategisch neu ausgerichtet. Seine Ideen hat Brummert mit Überzeugung eingebracht. Ein Resultat war eine Produktionsküche im neuen Haus St. Meinrad, das 2005 eingeweiht wurde. Von hier aus wird seither Essen sternförmig an weitere Häuser der Pflege der Stiftung Liebenau verteilt. Heinrich Brummert und sein Team stellten seither täglich rund 400 Essen bereit. Die neue Küche wurde zur Vorzeigeküche. Wer Heinrich Brummert kennt, weiß, dass er ein Perfektionist ist - ein weitsichtiger dazu. In den Anfängen der Computer-Technologie etwa hat er schnell die Vorzüge des PCs erkannt und das Werkzeug rasch genutzt für Produktionspläne, Bestellungen, Formulare. Er hat Rezepturen hinterlegt und den Einkauf entsprechend gesteuert. Beha beschreibt den ehemaligen Küchenleiter als empfindsamen Menschen, der immer zu einhundert Prozent verlässlich und loyal war. Seine Mitarbeitenden habe er miteinbezogen, habe ihnen aber auch einiges abverlangt, sei dabei aber immer gerecht und klar in seiner Kommunikation gewesen. 

 

Spagat Küche und Mitarbeitende
Leidenschaftlich engagierte er sich außerdem 30 Jahre in der MAV. Die letzten acht Jahre als deren Vorsitzender, was seine volle Anwesenheit verlangte. Seine MAV-Kollegin Claudia Schmeier-Lutkiewicz schätzt Brummert als Menschen, der hohe Anforderungen an sich selbst stellt. Als MAV-Vorsitzender leitete er unter anderem Versammlungen und war regelmäßig mit dem Dienstgeber im Austausch – immer auf Augenhöhe. „Er hat ein unglaubliches Fachwissen. Es ist nicht zu toppen“, schildert sie außerdem. Neue MAV-Mitglieder habe er immer für das Amt begeistert und ihnen vermitteln können, wie wichtig diese Arbeit ist. 

 

Eine Ehre
Bei seiner offiziellen Verabschiedung unterstrich die Geschäftsführerin der Pflegegesellschaften der Stiftung Liebenau, Stefanie Locher: „Bis zu Ihrem Dienstende waren Sie engagiert und streitbar, immer im Ringen um gute und umsetzbare Wege und Lösungen.“ Locher bezeichnete Heinrich Brummert als vertrauensvoll, zuverlässig und loyal, ausgestattet mit einem gesunden Menschenverstand und einer Berufung für die Altenhilfe. „Danke für den Respekt für das Unternehmen, aber auch für die Menschen. Sie wissen, was Sie können. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“

 

Zeit für…
Offiziell beginnt die Rentenzeit für den ausgemachten Familienmenschen Anfang August. Der aus Beelen im Münsterland stammende Koch blieb der Liebe wegen in Oberschwaben. Mit seiner Frau hat er zwei Töchter und verbringt gerne Zeit mit seinen fünf Enkelkindern. Außerdem macht der passionierte Rollerfahrer etliche Alpenpässe unsicher. Bestimmt auch im Ruhestand. 

 
 

 

 

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