Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Start in Owingen mit oder trotz Corona gut gelungen

OWINGEN – Am vergangenen Donnerstag wurde das Haus der Pflege St. Nikolaus eingeweiht – mit einjähriger Verspätung. Damals am 20. Februar 2020 konnten die Feierlichkeiten wegen Corona nicht stattfinden. Diese wurden nun nachgeholt – in kleinem Rahmen und mit digitaler Übertragung.

Frühlingsblüher für das neue Haus der Pflege St. Nikolaus in Owingen (v. re.): Geschäftsführerin Stefanie Locher und Einrichtungsleiterin Nicole Frey

Owingens Bürgermeister Henrik Wengert überbrachte seine Glückwünsche zum neuen Haus der Pflege St. Nikolaus.

Eine Torte gab es natürlich auch.

Feierlichkeiten reduziert und digital

Einrichtungsleiterin Nicole Frey begrüßte die anwesenden Gäste, darunter Bürgermeister Henrik Wengert, die Pfarrer Bernd Walter und Michael Schauber, die beiden Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Liebenau Leben im Alter, Stefanie Locher und Dr. Alexander Lahl und Regionalleiter Roland Hund. Die Gäste hielten Abstand und trugen Maske. Bewohnerinnen, Bewohner und alle Mitarbeitenden konnten Ansprachen und musikalische Begleitung digital vor den Bildschirmen verfolgen. Für Kaffee und Kuchen war ebenfalls gesorgt. Nicole Frey ließ das erste Jahr Revue passieren. Das Haus ist bisher ohne Pandemiegeschehen. Die zweite Impfung konnte am 12. Februar reibungslos umgesetzt werden. „Leider mussten wir im letzten halben Jahr durch Corona doch einige Einschränkungen erfahren. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sowohl Bewohner als auch Angehörige und Mitarbeitende dennoch einen Weg gefunden haben, gemeinsam Zeit zu verbringen. Sei es in gemeinsamen Kleingruppen-Aktivitäten oder Spaziergängen“, so Frey.

 

Start mit oder trotz Corona

Das Haus der Pflege St. Nikolaus öffnete am 1. Februar 2020 seine Türen. Die Personalsuche war gelungen. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner zogen ein. „In wenigen Wochen war es gelungen, für 22 Menschen ein neues Zuhause zu schaffen. Doch dann, fünf Wochen nach der Eröffnung, wurden wir von der Pandemie erfasst. Große Sorge und Unsicherheit war bei allen zu spüren. Viele Einschränkungen und zusätzliche Aufgaben mussten bewältigt werden - und dies mitten in einer Eröffnungsphase,“ berichtete Geschäftsführerin Stefanie Locher. Masken, Schutzkleidung und Hygienekonzepte waren bald Alltag. Stefanie Locher: „Ein Haus aufzubauen und es mit Leben zu füllen, ist täglich eine Herausforderung. Dies unter Corona-Bedingungen mit all den Veränderungen und Maßnahmen zu tätigen, ist eine unfassbare Leistung. Mir macht es Freude, wenn ich sehe, mit welchem beachtlichen Engagement und hoher Professionalität unsere Mitarbeitenden ihre Aufgabe bewältigen. Aus meiner Sicht, ein mehr als gelungener Start zu einem kleinen familiären Haus St. Nikolaus.“

 

Gelungene Zusammenarbeit

Besonders hob Geschäftsführerin Stefanie Locher die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Owingen hervor. Bürgermeister Henrik Wengert gelang es, ein passendes Grundstück zur Verfügung zu stellen. „Wir müssen als Gesellschaft dafür Sorge tragen, dass auch unsere älteren, kranken und gebrechlichen Mitmenschen ein menschenwürdiges Leben führen können. Wir haben dafür zu sorgen, dass die Seniorinnen und Senioren, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter die Unterstützung und Betreuung finden, die sie brauchen. Wir haben dafür zu sorgen, dass es genügend Einrichtungen gibt, die sich angemessen um sie kümmern,“ so der Bürgermeister.

 

Die Architektur lag bei der Reinhardt + Zyschka GbR aus Ravensburg. Als Generalunternehmer konnte die Firma F. K. Systembau aus Münsingen gewonnen werden. Die Baumaßnahmen dauerten insgesamt 18 Monate und verliefen außergewöhnlich gut. Die Baukosten betrugen 4,7 Millionen. Mit Inventar investierte die Stiftung Liebenau insgesamt zirka fünf Millionen Euro. Das Deutsche Hilfswerk unterstützte die Baumaßnahme mit 260.000 Euro. Das Haus entspricht einem KFW-Effizienzhaus 40, und somit konnte ein weiterer Tilgungszuschuss in Höhe von 300.000 Euro in Anspruch genommen werden.

Infos

 

Das Haus der Pflege St. Nikolaus verfügt über 30 helle und moderne Einzelzimmer mit eigenem, barrierefreiem Bad. Es kommt das Konzept des „Hausgemeinschaftsmodells“ zum Tragen. Dieses orientiert sich an Nähe und Individualität für die betreuten älteren Menschen. Jeweils eine kleine Gruppe von 15 Bewohnerinnen und Bewohner bildet eine Wohneinheit. Diese werden von einem vielfältig qualifizierten Team rund um die Uhr betreut. Die verschiedenen Berufsgruppen arbeiten eng zusammen und gestalten zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern deren Alltag.

 

Mit dem Konzept der Hausgemeinschaft gelingt eine persönliche Pflege und Betreuung. Die kleinen Wohneinheiten ermöglichen eine gemütliche und angenehme Atmosphäre und eine gute soziale Gemeinschaft. Im Haus stehen ein Andachts- sowie Begegnungsraum für regelmäßige Veranstaltungen zur Verfügung. Der Außenbereich lädt mit einem geräumigen Garten und schönen Aufenthaltsbereichen zum Verweilen ein.

 

Wer im Haus der Pflege St. Nikolaus lebt, ist mittendrin: Es liegt in einem Wohngebiet und fügt sich zugleich in die ländliche Umgebung ein. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich nur wenige Gehminuten entfernt.

 

 

Wenn Sie sich für unseren Newsletter Inklusion interessieren, melden Sie sich bitte hier an >

 


Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
presse@stiftung-liebenau.de