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Aufbruch in die digitale Zukunft

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Tausende Computer in Büros und Wohngruppen sind miteinander vernetzt, immer mehr W-LAN-Hotspots werden eingerichtet, und in den Häusern der Altenhilfe halten elektronische Assistenzsysteme Einzug. Wo ist die Stiftung Liebenau für die digitale Zukunft schon gut aufgestellt? Wo gibt es noch Nachholbedarf? Direkt an der Schnittstelle in Sachen Digitalisierung sitzt Matthias Schyra, Geschäftsführer der Liebenau Beratung und Unternehmensdienste GmbH (LBU), die die digitale Entwicklung im Stiftungsverbund vorantreibt. Er gibt Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge und weiß, an was der Wunsch nach schnellem Internet manchmal scheitert.

Kein Kabelsalat: Im Rechenzentrum der Stiftung Liebenau, in dem alle Datenströme zusammenlaufen, ist jeder Stecker am richtigen Server eingestöpselt.

Für eine funktionierende IT innerhalb der Stiftung Liebenau ist die Tochtergesellschaft Liebenau Beratung und Unternehmensdienste GmbH (LBU) zuständig: Auch auf dem Computer von Geschäftsführer Matthias Schyra erscheint auf dem Startbildschirm das einheitliche Stiftungsportal.

Rund 200 Server tun in der Stiftung Liebenau rund um die Uhr im Hintergrund ihren Dienst

Ja, wie digital ist die Stiftung Liebenau denn eigentlich? „Vernetzt sind wir schon lange“, erklärt der LBU-Geschäftsführer und verweist auf das bereits seit vielen Jahren bestehende IT-Netzwerk zwischen den einzelnen Gesellschaften. Und doch startet die Vernetzung mit der Digitalisierung, die gerade stiftungsweit auf vollen Touren läuft, in eine ganz neue Dimension. Von elektronischen Anwendungen, Kommunikationsplattformen und weiteren digitalen Angeboten und Dienstleistungen profitieren alle Bereiche der Stiftung Liebenau – von der Verwaltung bis hin zu den Pflegekräften vor Ort, zum Beispiel in der Altenhilfe.

 

Digitale Assistenzsysteme

Bei letzterer spielt das Thema Ambient Assisted Living (AAL) eine immer größere Rolle, also die Nutzung von elektronischen Unterstützungssystemen im Alltag älterer Menschen. Solche innovative Technik findet sich etwa im gerade neu eröffneten Haus der Pflege Dr. Albert Moll in Tettnang. Die Möglichkeiten von AAL sind vielfältig: So können entsprechende Sensoren zum Beispiel erkennen, wenn etwas im Zimmer eines Bewohners nicht stimmt. Sie melden sich, wenn ein älterer Mensch entgegen seiner täglichen Routine morgens nicht selbstständig aufsteht oder wenn eine Person, die für gewöhnlich durchschläft, plötzlich die ganze Nacht unterwegs ist.

 

Elektronische Pflegedokumentation

Dient hier die moderne Technik unmittelbar der Sicherheit der betreuten Menschen, tut sich auch rund um die Unterstützung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen einiges in Sachen Digitalisierung – etwa bei der elektronisch geführten Pflegedokumentation, die den Alltag erleichtert und Zeit spart. Hierbei wird insbesondere auch der Einsatz mobiler Endgeräte eine immer größere Rolle spielen. Ein Grund mehr, warum es in Zukunft auf gute kabellose Netzverbindungen ankommt.

 

„Für kabelloses Internet braucht es viele Kabel“

Aber wie sieht es in Sachen W-LAN aktuell aus? „Da sind wir auf einem guten Weg“, betont Schyra. Im Berufsbildungswerk in Ravensburg können die dort lebenden Jugendlichen mit ihren Smartphones zum Beispiel schon über das hauseigene Netzwerk online gehen. Und auch sonst nimmt die Stiftung Liebenau in dieser Hinsicht gerade Fahrt auf, schließlich wollen im Stiftungsverbund Einrichtungen in rund 100 Standortkommunen an ein möglichst schnelles Internet angeschlossen sein. „Dass die Qualität nicht überall gleich ist, liegt nicht an uns. Da sind wir darauf angewiesen, was die IT-Anbieter vor Ort an Bandbreite liefern.“ Und das sei an manchen Standorten ziemlich schwierig. „Vor allem im ländlichen Bereich gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.“

 

Rechenzentrum als Herz der IT

Klar ist: Nur ein Teil der digitalen Strategie der Stiftung Liebenau ist sichtbar. „Vieles läuft im Hintergrund“, so Schyra. „Unser Rechenzentrum entspricht jetzt unseren eigenen Ansprüchen.“ Rund 200 Server tun dort rund um die Uhr ihren Dienst. Größtenteils handelt es sich um so genannte virtuelle Server, also Softwaresysteme, die auf größeren physikalischen Servergeräten laufen.

 

Über 2 000 Computer im Netzwerk

Vom Vorstandsbüro bis zur Wohngruppe: Insgesamt sind 2 200 Computer in den Häusern der Stiftung Liebenau – dienstliche Smartphones nicht mitgezählt – in Betrieb. „So sind 5 000 bis 6 000 Mitarbeiter ans Netzwerk angebunden“, rechnet Matthias Schyra vor. Werden die PCs hochgefahren, erscheint seit einiger Zeit auf dem Startbildschirm das zentrale Portal als Intranet für alle Mitarbeiter. Dieses soll zu einer Plattform erweitert werden, um darüber auch bei Projekten gemeinsam an einem Dokument arbeiten zu können. Auch sonst eröffnen sich in der internen Kommunikation neue digitale Kanäle, zum Beispiel mit einer geplanten Unternehmens-App.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
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