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Jobcoaching – mittendrin und integriert

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Das Jobcoaching der Liebenauer Arbeitswelten ermöglicht Menschen mit Behinderungen die Chance auf einen „ganz normalen“ Arbeitsplatz im Betrieb. Aktuell absolvieren 50 Menschen Praktika oder haben bereits einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz in der Gastronomie, im Einzelhandel, in der Altenhilfe als Stationshilfe, in der Bäckerei, in der Industrie, als Hausmeister, auf dem Pferdehof und in vielen anderen Branchen.

Lukas Siegel ist einer von 50 Menschen, die von einem Jobcoach der Liebenauer Arbeitswelten auf dem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet werden.

Begleitet werden die Menschen – ebenso wie die Betriebe – in den Landkreisen Ravensburg und Sigmaringen sowie im Bodenseekreis von fünf Jobcoaches. „2018 haben drei Teilnehmer den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gewagt, im vergangenen Jahr war es nur einer, dieses Jahr macht uns die wirtschaftliche Lage einen Strich durch die Rechnung“, berichtet Jobcoach Danja Kranz.

 

Niederschwelliges Angebot

„Doch das ist nicht unser einziges Ziel im Jobcoaching. Stellt jemand fest, dass die Arbeit in einer herkömmlichen WfbM doch besser zu ihm passt, ist das völlig in Ordnung. Als niederschwelliges Angebot im Sinne des Wunsch- und Wahlrechts sollen die Menschen Gelegenheit haben, sich zu orientieren und ver- schiedene Dinge auszuprobieren.“ Zu Danja Kranz' Teilnehmern gehört Lukas Siegel, der einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz bei Edeka hat. Formal handelt es sich um einen Werkstattarbeitsplatz. Aber Lukas Siegel gehört „ganz normal“ zum Team, kümmert sich um seine Aufgaben im Supermarkt und unterstützt die Mitarbeiter.

 

Individuelle Nischenarbeitsplätze

„Es handelt sich immer um individuelle Nischenarbeitsplätze. Die Mitarbeiter werden entlastet und der Betrieb honoriert die Arbeit nach Leistung“, erläutert Danja Kranz. Einmal pro Woche kommt sie vorbei und ist Ansprechpartnerin für Betrieb und den Beschäftigten. Dem betriebsintegrierten Arbeitsplatz voraus gehen in der Regel mehrere Praktika, die zwischen zwei und drei Monate dauern. Im Jahr 2019 wurden 29 Praktika begleitet, und dieses Jahr liegt man bei aktuell 18 Praktika. Hier spiegelt sich der Corona-Lockdown ganz klar wider.„Das Ziel in einem Praktikum ist, eine Entscheidung für sich selbst zu treffen“, so Danja Kranz. Dabei gebe es kein Versagen. „Vielmehr schauen wir, dass die Fähigkeiten zum Tragen kommen.“

 

Beitrag der Betriebe zur Inklusion

Von Anfang an sei die Zusammenarbeit mit den Betrieben sehr gut. „Durch die besonderen Arbeitsplätze tragen sie einen Teil zur inklusiven Gesellschaft bei“, sagt Danja Kranz. Ein großer Erfolg sei es, wenn die Menschen in unserer Leistungsgesellschaft mithalten können. Kommt es zu einem regulären Arbeitsverhältnis, endet die Arbeit des Jobcoaches und der Integrationsfachdienst übernimmt die Begleitung.

 

 

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