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Starker Jahrgang im Berufsbildungsbereich

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Der Berufsbildungsbereich (BBB) der Stiftung Liebenau startete unter Coronabedingungen mit 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in das Jahr 2021.

Marco Mayer mit seinem Gruppenleiter Samuel Hoffmann (BBB „Grüne Berufe“ in Liebenau) bei der Weinlese in Kressbronn.

Unterrichtseinheit zum Thema Brandschutz: Manuel Fischer mit der Gruppenleiterin Beate Heilig (BBB „Hauswirtschaft“ in Liebenau).

Unterrichtseinheit zum Thema Brandschutz: Linas Abele (rechts), Manuel Fischer (links) mit der Gruppenleiterin Beate Heilig (BBB „Hauswirtschaft“ in Liebenau)

Zum bereits gewohnten morgendlichen Symptomscreening kam ab Januar die Durchführung von Schnelltests hinzu. Sowohl das Mitarbeiterteam als auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BBB zogen bei den Schutzmaßnahmen vorbildlich mit. Auch das Frühjahr brachte neben ersten Erleichterungen einiges an Vorbereitungsaufwand mit sich: Die ersehnten Impfungen wurden organisiert. BBB-Teilnehmende, die eine Impfung wünschten, konnten sich an den jeweiligen Standorten durch mobile Impfteams impfen lassen. Ein höchst aufregender Moment für einige der meist jungen Menschen, die fürsorglich zu den Impfungen begleitet wurden.

 

Dass das Jahr jedoch nicht nur aus Corona bestand zeigte sich in einer sehr dynamischen Belegungsentwicklung im BBB. So starteten – Stand 31. Oktober 2021 – bereits 29 junge Menschen, aber auch einige ältere sogenannte Quereinsteiger neu in den BBB, um sich beruflich zu orientieren, zu qualifizieren, zu lernen und sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

 

Viele Teilnehmende, ein Ziel

Alle haben das gleiche Ziel vor Augen, nämlich nach erfolgreichem Abschluss dieser 27-monatigen beruflichen Reha-Maßnahme, den passenden Arbeitsplatz gefunden zu haben, sei es in einer WfbM oder gar auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Wir freuen uns sehr über das uns entgegengebrachte Vertrauen und darüber, dass wir diesen starken Jahrgang für 27 Monate ins Berufsleben begleiten dürfen“, sind sich Lena Sachsenmaier und Eva Ott vom Sozialdienst des BBB einig. Seit einigen Jahren wird der BBB der Stiftung Liebenau an sechs verschiedenen Standorten angeboten: Liebenau, Rosenharz, Markdorf, Wangen-Schauwies, Leutkirch und Ravensburg. Das bedeutet Wohnortnähe und personenzentrierte Teilhabe im gewohnten Sozialraum. Vielfältigste Möglichkeiten und berufliche Erfahrungen bieten sich den Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern: von sämtlichen mobilen Dienstleistungen, grünen Berufen und Tierpflege über unterschiedlichste Hausmeister-, Handwerks- und Industriearbeiten bis hin zur Mitarbeit in den hauswirtschaftlichen Serviceberufen sowie Gastro- und Verkaufstätigkeiten.

 

Ein weiteres äußerst attraktives Angebot entsteht derzeit und wird ab Frühjahr/Sommer 2022 die Türen in der Neuen Spinnerei in Wangen auf dem ERBA-Gelände öffnen, um auch dort Kursteilnehmende zu begrüßen und beruflich zu bilden. Einen sehr hohen Stellenwert, bevor die Teilnehmenden in den BBB kommen, haben die im Schulentlassjahr durchgeführten Berufswegekonferenzen. Auch für den BBB sind dies spannende Termine, weil hier die weit ren beruflichen Schritte geplant werden und entschieden wird, welche Schülerinnen und Schüler den BBB besuchen. Coronabedingt wurden diese Konferenzen im vor allem für die Schülerinnen und Schüler neuen digitalen Format durchgeführt.

 

Die meisten zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind den Sozialdiensten und Mitarbeitenden des BBB schon durch unterschiedliche Praktika in den Werk- stätten während der Schulzeit bekannt. Praktika waren 2021 aufgrund der Pandemie nur in geringerem Maße möglich und mit mehr Aufwand verbunden.

 

Beratung verbindet und unterstützt

Da der BBB als vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner auf dem Weg in den beruflichen Einstieg allen Beteiligten zur Seite stehen möchte, fanden unzählige Beratungsgespräche der BBB-Sozialdienste mit den jungen Menschen, deren Eltern und/oder rechtlichen Betreuern statt, die ausgesprochen wichtig waren für die Entscheidungsfindung gerade in Pandemiezeiten. Dabei kamen auch Teilnehmende zu Wort, die bereits zu den „alten Hasen“ im BBB zählen. So meinte Michael Beiter strahlend: „Im BBB gibt es tollen Unterricht mit vielen interessanten Themen, netten Lehrerinnen und Lehrern und Kollegen. Wir unterstützen uns gegenseitig!“

 

Zum Starttag am 13. September 2021 konnten nicht alle neuen Gesichter gemeinsam begrüßt werden: In festlichen kleineren Rahmen wurde der Beginn des BBB einläutet, pandemiebedingt zeitgleich an drei ver- schiedenen Orten. Die persönlichere Note fand sehr guten Anklang. Dieter Witzemann, Gruppenleiter im BBB, weiß aus langjähriger Erfahrung: „Die erste Zeit ist ungewohnt und vieles ist neu, aber schon nach einigen Wochen erleben wir die Teilnehmenden als angekom- mene neue Gruppenmitglieder.“

 

Qualität gesichert

Schließlich konnte auch die jährliche (Re-)Zertifizierung des BBB als Bildungsträger (AZAV) und nach ISO 9001:2015 im Oktober 2021 erneut erfolgreich abgeschlossen werden. Fachlich konnte sich der BBB im Laufe des Jahres in der Anwendung von anerkannten Testverfahren zur Kompetenzfeststellung weiterentwickeln. Ebenso wurde die Vermittlung von Gebärden bereits in einigen Bereichen fester Lerninhalt im Rahmen des BBB-Unterrichts. Auch personell gab es aufgrund der guten Belegungszahlen, Wechsel des Arbeitsplatzes und Beendigung der Ausbildung einige Veränderungen zu vollziehen. Wir freuen uns, dass das Team des Berufsbildungsbereichs an allen Stellen komplett, mit guten Kompetenzen und engagierten Fachkräften aufgestellt ist.

 

Gemeinsam mit aktuell 70 BBBlern, von denen elf im Dezember 2021 abschließen werden, blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr 2021 zurück und freuen uns auf das weitere gute Miteinander im BBB.

 

 

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