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Baubeginn des neuen Wohnhauses für Menschen mit Unterstützungsbedarf

MENGEN – Corona-bedingt verzichtet die Stiftung Liebenau auf einen offiziellen Spatenstich, doch die Bagger sind auf dem Benedikt-Reiser-Areal bereits angerückt. Hier entsteht ein dreistöckiges Wohnhaus für 18 Menschen mit Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf. In drei Wohngruppen entstehen jeweils sechs Einzelzimmer, die den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern Rückzugsmöglichkeiten, Privatsphäre und Raum zur persönlichen Entfaltung bieten. Dieses gemeindeintegrierte Wohnangebot bietet dabei ein Höchstmaß gesellschaftlicher Teilhabemöglichkeiten bei gleichzeitig umfassender verlässlicher und personenzentrierter Begleitung und unterstützt somit in besonderer Weise die Ziele der Integration und Inklusion.

An dieser Stelle auf dem Benedikt-Reiser-Areal ziehen Anfang 2022 18 Menschen mit Behinderungen in das neue Wohnhaus der Stiftung Liebenau ein. Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck (4. v. li.) freut sich mit allen Beteiligten.

Kooperation und Vernetzung

Seit 2007 betreut und begleitet die Stiftung Liebenau auf dem Benedikt-Reiser-Areal Menschen mit besonderen Herausforderungen. Das ehemalige Krankenhaus, wo bisher 12 Menschen leben, ist aber in die Jahre gekommen und kann in seiner bestehenden Form nicht weiterbetrieben werden. Ein Glücksfall, dass, nicht weit davon entfernt und ebenfalls auf dem Benedikt-Reiser-Areal, noch ein Baugrundstück zur Verfügung stand. So kann die bestehende enge Verbindung und die gute Zusammenarbeit mit dem Haus der Pflege St. Ulrika, dem Förder- und Betreuungsbereich der OWB, der benachbarten Physiotherapie-Praxis, der Sozialstation der Liebenau Lebenswert Alter sowie den „Lebensräumen für Jung und Alt“ zukünftig fortbestehen.

 

Gutes Miteinander

„Unsere gemeinsam veranstalteten Sommerfeste sind jedes Jahr ein Höhepunkt und Zeichen unserer hervorragenden und gelingenden Kooperation und Vernetzung im Quartier“, so Gudrun Steinmann, die das Haus in Mengen leitet. Dieses Jahr kann das Sommerfest aber leider in der bisher bestehenden Form wegen der Abstands- und Hygieneregeln nicht durchgeführt werden. Angelika Dietmann, Gemeinwesensarbeiterin von den „Lebensräumen für Jung und Alt“ in Mengen hat das Ziel auf dem Reiser-Areal ein echtes Zentrum für alle Lebenslagen zu entwickeln und bestätigt: „Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit, es ist eine tolle Kombination und wir rücken immer enger zusammen!“ Für Projektmanager Bernhard Hösch, der den Neubau von Anfang an inhaltlich und konzeptionell begleitet hat, ist es besonders wichtig, alle Beteiligten mit ins Boot zu holen, um so „ein gutes Miteinander zu verwirklichen“.

 

Bedarfsgerechte Angebote für Menschen mit Behinderungen

Bereichsleiterin Susanne Kick ist überzeugt, dass durch das neue Wohnhaus „die fachlich hoch qualifizierten und sozialraumorientierten Angebote für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Sigmaringen weitergeführt und gestärkt werden“. Für die Nachnutzung der Räumlichkeiten des ehemaligen Krankenhauses ist man im Gespräch mit dem Landkreis. Es bestehen erste Ideen für ein inklusives Wohnprojekt, die im Weiteren gemeinsam konzeptionell ausgearbeitet werden. „Der Landkreis Sigmaringen ist für uns hier ein besonders wichtiger Partner in der Entwicklung bedarfsgerechter und personenzentrierter Angebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf“, so Kick. Auch Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck, sieht in dem Neubau „eine wichtige Ergänzung der sozialen Infrastruktur und einen weiteren Schritt zur Inklusion und Teilhabe“. Natürlich freue er sich auch über die Investition, die von der Stiftung Liebenau getätigt werde.

 

Fertigstellung Anfang 2022  

Ambitioniert ist der Termin zum Bezug des neuen Gebäudes, das von Generalunternehmer F. K. Systembau GmbH aus Münsingen zusammen mit den freien Architekten Hartmaier & Partner umgesetzt wird. Vorgesehen ist, dass Anfang 2022 die ersten Bewohner in ihre neuen Zimmer in einer der drei Wohngemeinschaften einziehen können. Sie sind schon sehr gespannt, wie es ihnen in dem neuen Haus gefallen wird. Gefördert wir das rund 2,7 Millionen Euro teure Wohnprojekt mit 730.000 Euro vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit 285.000 Euro.

 

 

 

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