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Digital und sicher im Alltag

BAD WALDSEE – Das Internet bietet unzählige Chancen, aber auch genauso viele Risiken. Damit Menschen mit Einschränkungen im Umgang mit den modernen Medien fit sind, bekamen sie Schulungen im Rahmen des Projektes „Netz-Checker“, wie etwa in Bad Waldsee. Angeboten wurden die Kurse von der Stiftung Liebenau im Rahmen eines Inklusionsprojektes.

Reger Austausch und gemeinsame Arbeit der Teilnehmenden: Die Kurse im Rahmen des Projekts „Netz-Checker“ der Stiftung Liebenau leitete der Medienpädagoge Christian Schmidt.

Mit Spiel, Spaß und Offenheit erarbeiteten die Teilnehmenden die Chancen und Gefahren im Internet beim „Netz-Checker-Kurs“: (v. li.) Andreas*, Anna Stützle (Betreuerin Stiftung Liebenau), Susi*, Franz*, Anna* und Medienpädagoge Christian Schmidt.

Konzentrierte Arbeitsatmosphäre

„Es gibt ganz viele nützliche Angebote“, erklärt Medienpädagoge Christian Schmidt im Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF) in Bad Waldsee den Teilnehmenden. Dienlich sind etwa Wikipedia oder WhatsApp. Menschen mit Körperbehinderungen finden in der Wheelmap Informationen zur Barrierefreiheit von Restaurants, Bahnhöfen und Co. Wer viel unterwegs ist, für den kann der Toilettenfinder hilfreich sein. „Ich habe die Komoot-Wander-App“, erzählt Franz*. Sie liefert ihm für seine eigenen Wanderungen Routenbeschreibungen und viele Tipps. Wer, wie Anna*, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist, dem hilft die Bodo-App. Die Fahrplan-App zeigt Verbindungen für die Landkreise Ravensburg und Bodensee, aber auch für ganz Baden-Württemberg.

 

Infos für den Alltag

Solchen Apps gemeinsam, ist, dass sie den Alltag erleichtern können. Apps bieten unter anderem Musik, Bilder, Spiele, Videos oder Lernprogramme. Wichtig ist aber auch das Wissen über Apps, die unseriös sind und mit denen Betrugsmaschen verfolgt werden. Hier sind nicht selten Hacker am Werk oder Menschen, die Falschmeldungen, Viren, Lügen oder Nacktfotos verbreiten. Fallstricke zu kennen, schützt daher vor Ärger und Enttäuschung. Wie man sich im Internet schützen kann, haben die Teilnehmenden schon gelernt. Man gibt zum Beispiel nie seine Telefonnummer und auch keine privaten Daten preis, wenn man ein neues Konto anmeldet. „Ich öffne keine Dateien oder E-Mails, wenn ich nicht weiß, von wem sie kommen,“ liest Susi* vom gemeinsam erarbeiten Arbeitsblatt vor.

 

Weiterführende Informationen

Schmidt zeigte auch etliche weiterführende Internetseiten. Auf der Seite Internet-ABC findet man Themen wie Suchmaschine, Tablet und Smartphone oder Onlinespiele. Hier können die Teilnehmenden erfolgreich den Surfschein ablegen, der Ihnen bestätigt, dass sie bewusst und aufmerksam im Internet unterwegs sind. Mit Tipps und Infos für Eltern und Lehrkräfte, eignet sich die Seite auch, Kinder und Jugendliche auf den Umgang mit dem Smartphone oder Tablet vorzubereiten.

 

Schulungen an mehreren Orten

Das Thema Sicherheit steht für einige an oberster Stelle, da sie bereits schlechte Erfahrungen, etwa mit Abo-Fallen, gemacht haben. Einhellig stimmen auch alle dem Rat auf dem Arbeitsblatt zu: Abschalten! Freunde, Sport und frische Luft sind auch wichtig!

 

Es werden immer wieder Netz-Checker-Schulungen an verschiedenen Orten angeboten. Verantwortlich für das Projekt der Stiftung Liebenau im Landkreis Ravensburg ist Daniel Ohmayer, Mitarbeiter der Stiftung Liebenau, der sich über die gute Resonanz freut. Aktion Mensch und Kindermedienland Baden-Württemberg fördern die Medienkompetenz finanziell.

 

* Namen geändert

 

 

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Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
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