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Auf Abenteuer mit der Zeitmaschine

MECKENBEUREN-HEGENBERG – Die Integrative Ferienfreizeit in Hegenberg ist in vollem Gange. „Zeitreise“ so lautet das Motto in diesem Jahr. Und so begeben sich fast 60 Vor- und Grundschulkinder mit und ohne Behinderung auf abenteuerliche Entdeckungen.

Jeden Morgen eine große Überraschung: Wohin bringt uns die Zeitmaschine wohl heute wieder?

Bei den Indianern geht es bunt zu: Tipis bauen, Schmuck und Trommeln basteln, Häuptlingstanz und Kekse. Eines ist sicher, auf der integrativen Ferienfreizeit warten immer spannende Aktionen.

Große Aufregung herrscht an diesem Morgen in der Aula der Don-Bosco-Schule. Wohin wird uns die Zeitmaschine wohl heute hinbringen? Das große Gefährt mit silberner Alufolie verkleidet, wartet schon, als ein Lied ertönt: „Wir reisen mit der Zeitmaschine“. Dann ertönt Motorenlärm und alle Kinder wissen: Nun geht es los! Eines nach dem anderen schlüpft durch die Zeitmaschine und landet mitten in der Prärie bei den Indianern.

 

Basteln, Bauen, Backen und eine Wasserschlacht

„Zuerst waren wir bei den Rittern“, strahlt die siebenjährige Sofie, die schon das zweite Mal in den Sommerferien in Hegenberg dabei ist. Da wurden Ritterburgen gebastelt und Wappenkekse gebacken. Großen Spaß hatten die Kinder, als sie die vom bösen Drachen entführte Prinzessin retten mussten. „Bei den Indianern waren wir gestern auch schon. Das war toll“, erzählt Annika. Mit ihren zehn Jahren ist sie eine der ältesten hier und freut sich jedes Jahr wieder auf die Ferienfreizeit. Sie hat schon Indianer-Instrumente gebaut und einen Traumfänger mit bunten Federn und Perlen geknüpft. „Den muss man über das Bett hängen, dann bleiben die schlechten Träume darin hängen“, erklärt Sofie, die heute am Nachmittag noch weiteren Schmuck basteln möchte.

 

Vormittags gibt es ein buntes Programm in der Kindergruppe, nachmittags können die Ferienkinder offene Angebote im Bereich Spiel, Sport und Kreativität selbst aussuchen. Und wenn es heiß ist, gibt es auch mal eine wilde Wasserschlacht im Hof. „Je nach Tagesverfassung nehmen Kinder mit Behinderungen an den Aktivitäten gemeinsam mit den anderen Kindern teil. So wie am Häuptlingstanz, bei dem alle Kinder gemeinsam tanzen oder bei der Rollstuhl-Rallye, bei der die Kinder ohne Handicap selbst erfahren können, wie sich das anfühlt, wenn man mit einem Rollstuhl unterwegs ist“, erzählt Theresa Amann, die die Ferienfreizeiten koordiniert. Der integrative Aspekt der Ferienfreizeit wird von vielen Eltern als sehr positiv bewertet, und auch die Kinder bemerken im Spiel oft gar nicht, dass da jemand besonders ist.

 

Vielseitiges Arbeiten und ein tolles Team

Die integrativen Ferienfreizeiten für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren werden angeboten von der Stiftung Liebenau, in einer Veranstaltergemeinschaft mit der Caritas Bodensee-Oberschwaben, dem Ravensburger Bildungszentrum St. Konrad sowie dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ, Dekanat Ravensburg) und der Gemeinde Meckenbeuren als Partner. Vier Fachkräfte und 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben für die Kinder ein buntes Programm zusammengestellt. Bis zu vier Wochen abwechslungsreiche Ferienfreizeit lässt sich so erleben. Der Lehramtsstudent Leon Mutschler ist schon zum zweiten Mal als ehrenamtlicher Helfer dabei. Für sein Engagement erhält er eine Aufwandsentschädigung von 125 Euro pro Woche und jede Menge Spaß. „Wir sind ein tolles Team und die Arbeit mit den Kindern macht mir riesige Freude. Wenn die Kinder am Nachmittag strahlend nach Hause gehen, dann strahlt mein Herz mit“, erzählt er und muss schon wieder los, denn im Gruppenraum soll gemeinsam ein Indianerlied gesungen werden. Wer bei solchen Worten Lust bekommt, sich im nächsten Jahr ebenfalls als ehrenamtlicher Helfer zu engagieren, der kann sich schon jetzt bei Theresa Amann melden unter E-Mail: ferienbetreuung@stiftung-liebenau.de.

 

Weitere Infos zu den Ferienfreizeiten und Betreuungsangeboten in der Stiftung Liebenau finden Sie hier.
 

 

 

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