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Frühförderstelle birgt den Schatz in jedem Kind

MECKENBEUREN – Den runden Geburtstag der interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle feierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frühförderstelle mit zahlreichen Gäste aus Kommunalpolitik, Landratsamt, Ärzteschaft, Kindergärten, therapeutischen Einrichtungen, Spendern und Förderern im Schloss Liebenau.

Christof Gräf, Koordinator des Liebenauer Netzwerks Familie, bedankt sich für das Engagement der Leiterin der Frühförderstelle, Silvia Unseld.

Gefüllter Saal bei der Jubiläumsfeier der Frühförderstelle.

Geschäftsführer Jörg Munk (links) und Sozialamtsleiter Ulrich Müllerschön im Gespräch über den familienfreundlichen Landkreis Bodensee.

Pionierarbeit mit Weitblick

Als die Frühförderstelle vor 25 Jahren in Markdorf eingerichtet wurde, waren sich die Stiftung Liebenau und der Bodenseekreis einig: Der Bedarf an Unterstützung und Beratung für Eltern ist groß, denn in den ersten Lebensmonaten und -jahren werden wichtige Weichen für die Entwicklung eines Kindes gestellt. Deswegen war es Pionierarbeit mit Weitblick, als dieses Angebot der unterstützenden Prävention aufgebaut wurde. Familien und Kinder stark machen, individuell fördern und beraten in einer Atmosphäre und Umgebung, in der sie sich angenommen und verstanden fühlen, das ist das Ziel der Frühförderung. So darf Sylvia Unseld „die Frau der ersten Stunde zurecht stolz sein auf die ehrenvolle und wichtige Arbeit, die einen fachlich hervorragenden Ruf über die Kreisgrenzen hinaus hat“ so Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe. Dies sei aber nur möglich gewesen, weil man lokal vor Ort tätig sein könne und in gelungenen Partnerschaften mit dem Bodenseekreis und anderen Netzwerken aktiv sei.  

 

Frühförderung ist Investition in die Zukunft

Auch Ulrich Müllerschön, Leiter des Sozialamtes im Bodenseekreis betont die Bedeutung der frühen Förderung. Talente, Fähigkeiten, Bedürfnisse – jedes Kind bringe seine ganz eigenen individuellen Voraussetzungen mit. Christoph Gräf, Koordinator des Liebenauer Netzwerks Familie, verwies in dem Zusammenhang auf die Bedeutung der zeitlichen Fenster der Möglichkeiten. „In diesen zeitlichen Entwicklungsfenstern bilden sich neuronale Verknüpfungen, die es Kindern ermöglichen, leicht und schnell zu lernen. Diese Zeitfenster gilt es zu nutzen“ Die Wartezeiten für eine Aufnahme in die Förderung müssen reduziert werden, darin waren sich Müllerschön und Gräf einig. Denn je früher gefördert wird, umso besser sind die Chancen für ein gesundes Aufwachsen der Kinder.

 

Filigranes menschliches Feingefühl

So verschieden die Kinder sind, so unterschiedlich sind auch die Familien, die die Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Eine Herausforderung für die inzwischen 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die erspüren müssen, welche Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten ein jeder hat, um Belastbarkeit und Eigenverantwortung zu stärken. Ein interdisziplinäres Team aus Heilpädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden übernimmt dafür täglich Verantwortung und den Versuch, dem Einzelnen gerecht zu werden, sich dem Tempo und der Entwicklung der Kinder und Erwachsenen anzupassen und den Schatz zu bergen, der in jedem steckt.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
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