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Gut gewappnet für gelebte Teilhabe

Ruhig ist es und trotzdem geschäftig: eine Frau fügt Verbindungstücke für Malerwerkzeuge zusammen, eine Beschäftigte strickt einen Rundschal, zwei Männer schleifen Bretter. Während der Tagesstruktur im Förder- und Betreuungsbereich (FuB) der Stiftung Liebenau fertigen Menschen mit schweren Behinderungen auch Deko- und Geschenkartikel, die sie selbst auf Märkten verkaufen. Unter anderem auf dem Wochenmarkt in der Ravensburger Weststadt, wo sie Interessierten begegnen.

Frank Becker arbeitet im Förder- und Betreuungsbereich gerne mit Holz. Los geht die Schleifarbeit, wenn die Atemmaske sitzt.

FuB-Mitarbeiter Norbert Streicher (rechts) bespricht mit Georg Swarlik, wie er das Brett am besten bearbeitet.

Pamela Amann strickt am gelben Schal: Mit der großen Strickliesel kann jeder im FuB arbeiten. Frauen und Männer machen diese Arbeit gleichermaßen gerne und stellen auch bunte Mützen her.

Eine Auftragsarbeit im FuB ist das Trennen von Wachsstreifen vom Papier, die Manfred Gruß oft übernimmt.

Für die Beschäftigten, wie Georg Swarlik (rechts) gehört der Verkauf der Produkte auf verschiedenen Märkten zu den Highlights. Dort informieren sie die Marktbesucher auch über ihre Arbeit.

Für jeden die passende Arbeit
„Holz“, so kurz wie eindeutig ist die Antwort von Frank Becker (Name geändert) auf die Frage, welche Arbeit er am liebstem macht. Selbstständig und konzentriert schleift er ein Palettenbrett. In weiteren Arbeitsschritten, die andere Beschäftigte übernehmen, wird gesägt, geleimt und gemalt. So entsteht eines der dekorativen Unikate für Haus oder Garten. Auch Georg Swarlik arbeitet gerne mit der Schleifmaschine. Zuvor haben Beschäftigte die ausgedienten Paletten von Nägeln befreit und zerlegt. Derweil strickt Pamela Amann an einem modisch gelben Rundschal. „Die große Strickliesel kann wirklich jeder bedienen“, erklärt Norbert Streicher, Mitarbeiter im FuB. Mit der Kurbel ist sie leicht zu handhaben und wer daran arbeitet, erkennt unmittelbar ein Resultat. „Auch die Männer machen die Strickarbeit gerne“, betont Streicher.

Abwechslungsreiche Tätigkeiten
Etwa 80 Menschen mit Behinderung werden im FuB in Hegenberg tagsüber begleitet. Die produktiven und handwerklichen Tätigkeiten sind vielfältig: Serviettentechnik, Filz-, Holz-, Papier- und Pappmachéarbeiten. Manche Beschäftigte mögen die Abwechslung, andere bevorzugen gleichbleibende Handgriffe. Jeder arbeitet so lange, wie es die eigene Konzentrationsfähigkeit erlaubt. Wer Ruhe braucht, kann sich jederzeit zurückziehen. Der FuB ist ein offenes System und bietet immer die Möglichkeit, unterschiedlichen Tätigkeiten nachzugehen. Die Beschäftigten übernehmen auch die Mülltrennung am Stammort Hegenberg und eine Frau sortiert gewissenhaft die gewaschenen Socken der Hegenberger Bewohner.

Highlight Markt
Ausgestellt und verkauft werden die Unikate unter anderem in der Cafeteria in Hegenberg. Highlight für die Beschäftigten ist der aktive Verkauf auf dem Markt. Dann geht es mit zwei Bussen auf Tour, vollgepackt mit Kisten, die unter anderem Stricksachen, Postkarten, Armbänder und Halsketten oder Holzprodukte enthalten. Vorort zeigen die Beschäftigten ihre Aufgaben und beantworten Fragen. „Viele Marktbesucher interessieren sich dafür, wer wir sind und was wir machen,“ schildert Norbert Streicher die Erfahrungen etwa vom Wochenmarkt in der Ravensburger Weststadt. Ein Verkauf inklusive Begegnungen.

 

 

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