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Kunst schafft Teilhabe

BODNEGG-ROSENHARZ – In der Stiftung Liebenau wird Schönheit in Farbe produziert. Frauen und Männer mit Unterstützungsbedarf gestalten im Arbeitsbereich Rosenharz bunt bedruckte Glückwunschkarten. Sie produzieren handgefertigte Unikate zu jedem Anlass.

Kreativ und farbenfroh sind die Grußkarten, die unter fachlicher Anleitung von Heilerziehungspflegerin Eva Müllerschön (links) in der Kartenwerkstatt der Stiftung LIebenau hergestellt werden. Sie können im Laden „Kreuz und Quer“ am Empfang in Bodnegg-Rosenharz erworben werden.

Impressionen aus der Kreativwerkstatt

Karten sprechen ihre Sprache

Besonders größere Unternehmen sind an den individuell gefertigten Kartengrüßen interessiert. Die Beschäftigten der Kartenwerkstatt Rosenharz drucken Sterne zu Weihnachten, Blumen zum Jubiläum oder kleben liebevolle Trauerkarten, die alles ausdrücken, was mit Worten nicht zu sagen ist. Vielleicht sind die Karten deshalb so besonders. Weil die Frauen und Männer gelernt haben, anders mit der Welt zu kommunizieren - ohne Worte.

 

Ankommen ist gar nicht so einfach

Die Fußgänger sind morgens die Ersten. Sie sind wie Forscher unterwegs, erobern sich, hin- und hergerissen zwischen Rückzug und Bewegungsdrang, den Raum in der Gruppe. Rituale unterstützen. Der Morgenkreis beginnt mit einer Tasse Tee. Piktogramme helfen, den Tag zu planen: „Welcher Tag ist heute? Wer übernimmt welche Aufgaben?“ Unter fachlicher Anleitung von Heilerziehungspflegerin Eva Müllerschön organisieren sie sich die Tagesstruktur, die sie brauchen und die für eine funktionierende Gemeinschaft wichtig ist.

 

Eine Karte entsteht

„Das ist unser Auftrag. Dafür brauche ich euch.“ Immer wieder motiviert Eva Müllerschön. Den Beschäftigten fällt es oft schwer, sich auf einen Arbeitsprozess zu konzentrieren. „Es ist wichtig, keinen Druck aufzubauen“, erklärt die Heilerziehungspflegerin. „Wir kleben es gemeinsam“, beruhigt sie den einen. „Ich helfe dir an der Schneidemaschine“, ermutigt sie den anderen. In der Kartenwerkstatt in Rosenharz haben die Beschäftigten einen Platz gefunden, wo sie ganz klare Aufgaben haben und dennoch ihre ganz eigenen Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

 

Teilhabe

Die Arbeitsschritte sind so zergliedert, dass jeder selbstbestimmt teilhaben kann. Es sind die kleinen Erfolge, die für einen Moment innere Zufriedenheit gewähren. Gut, wenn die Auftraggeber das Besondere und die Schönheit der Karten erkennen und wertschätzen.

 

Ansprechpartner:

Albert-Jan Brunzema, Stiftung Liebenau, Leitung Arbeitsbereich Rosenharz, Telefon +49 7520 929-2764, E-Mail: albert-jan.brunzema@stiftung-liebenau.de.

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
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