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kup. Ravensburg ist eröffnet

RAVENSBURG – Eine spannende Kooperation ist gelungen: Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde das kup. Ravensburg, ein gemeinsames Projekt der PRISMA Unternehmensgruppe und der Stiftung Liebenau, am Donnerstag eröffnet. Auf rund 5 000 Quadratmetern haben sich hier unterschiedliche Unternehmen aus den Bereichen Innovation, Technologie und Kreativwirtschaft angesiedelt. Integriert ist der Förderbereich „KuBiQu“ für Menschen mit Behinderung der Stiftung Liebenau.

kup. Ravensburg ist eröffnet.

(v. l.) Bernhard Ölz, Vorstand der PRISMA Unternehmensgruppe und Jörg Munk, Geschäftsführer Liebenau Teilhabe in der Talkrunde

Lebhafte Teilnahme an der Diskussionsrunde "kup.-Arena: Alles inklusiv!?" im Rahmen der regionalen Initiative „Start (k)up.“

Impulsgeber für die Stadt

Die PRISMA Unternehmensgruppe bringt als Standortentwickler für wechselseitig befruchtende Arbeits-, Lebens- und Stadträume ihre Erfahrungen ein. Die Stiftung Liebenau gestaltet gesellschaftliche Teilhabe und begleitet den Weg in eine inklusive Arbeitswelt. „Heute ist die Digitalisierung omnipräsent. Dabei wird das soziale Leben noch viel wichtiger“, sagte  Bernhard Ölz, Vorstand der PRISMA Unternehmensgruppe in einer Talkrunde. Beim Kampf um Talente und kreative Köpfe gehe es darum, das Leben in Ravensburg attraktiv zu gestalten. „Ich bin froh, dass wir in diesem modernen Gebäude auch soziale Innovation integrieren können“, so Jörg Munk, Geschäftsführer Liebenau Teilhabe. Dafür brauche es ein Netzwerk und man könne stolz sein, auf das, was im kup. entstanden sei. Die Vernetzung hob auch Landrat Harald Sievers positiv hervor: „Sie ist das Besondere an diesem einzigartigen Ort und seinem Konzept.“ Er erhofft sich vom kup. die Rolle eines Impulsgebers für die Stadt Ravensburg und Energie für den ganzen Landkreis.

 

Im kup. ist es normal, verschieden zu sein

Die Abkürzung kup. steht nicht nur für den Standort an der Ravensburger Kuppelnau, sondern beschreibt auch die Ausrichtung als urbane Kommunikationsplattform. Offenheit und Transparenz strahlen die beiden kubischen Baukörper der Architekten Dietrich und Untertrifaller aus – ganz wie das Innenleben des Standortes. Hier agieren Menschen aus den Bereichen Technologie- und Kreativwirtschaft jeweils unabhängig voneinander und arbeiten in einer angenehmen, modernen Atmosphäre. Im kup. ist es normal, verschieden zu sein. Dies zeichnet sich auch durch den neuen, zukunftsweisenden Förderbereich „KuBiQu“ für 30 Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf im Erdgeschoss aus.

 

Förderbereich „KuBiQu“ im kup.

„KuBiQu“ steht für Kunst – Bildung – Qualifizierung im Quartier und verhilft seinen Klienten durch ein vielfältigen Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebot zu einer gelungenen Tagesstruktur und einer möglichst selbstbestimmten Gestaltung des Tages. Durch den Haupteingang betreten Menschen mit und ohne Behinderungen das neue Gebäude und treffen im Foyer oder im angeschlossenen Restaurant aufeinander. Die alltäglichen Begegnungen finden zufällig statt, egal ob mit einem IT Spezialist, einem  Steuerberater oder einem Angestellten aus einem Technologieunternehmen und werden so zur Normalität.

 

Mehr Begegnungen auf Augenhöhe

„Kann Unternehmertum inklusive Technologie und Innovation gelingen?“ fragten die Moderatoren Tina Kraus und Alex Niess in der kup.-Arena unter dem Motto „Alles inklusiv!?“. Einig waren sich alle neun Diskutanten, dass es für eine gelingende Inklusion noch mehr Berührungspunkte zwischen Menschen mit und ohne Behinderung brauche. Für Frederik Thomas, Leiter Digitalisierung von Interdiscount, bedeutet Inklusion auch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben Für Michael Hetzer, Geschäftsführer elobau, haben Unternehmen eine soziale Verantwortung. „Ich wünsche mir mehr Begegnungen auf Augenhöhe.“  Bernhard Hösch, Projektmanager der Liebenau Teilhabe, wünscht sich mehr Normalität im Umgang mit dem Thema Inklusion. „Es ist die Vielfalt, die uns ausmacht.“

 

Start-Ups in Oberschwaben

Zwischen besserer und unkomplizierterer finanzieller Förderung und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit bewegten sich die Ansichten mit Blick auf Start-Ups. „Ich wünsche mir eine bessere Vorsorge für Jungunternehmer in Sachen Finanz-Knowhow“, sagte Hannes Kuhn, Inhaber der Kuhn Stoff GmbH & Co. KG. Florian Burk, Geschäftsführer der Firmengruppe Burk, ist der Ansicht, dass etablierte Unternehmen von Start-Ups lernen können. Gerade in Oberschwaben gebe es einen guten Boden für kreatives, innovatives Wachstum.

 

Darauf achten, was dem Menschen dient

Die Digitalisierung noch mehr in den Blick zu nehmen und den Zug nicht zu verpassen forderten Frank Heidemann, Geschäftsführer SET GmbH, und Frederik Thomas. Julian Reuter, Geschäftsführer der out for space GmbH wünscht sich mehr Querdenker und Mut zur Veränderung. Auch Jasmin Franz, Innovationsmanagerin bei Vetter Pharma-Fertigung, regte dazu an, auch mal um die Ecke zu denken. Jörg Munk sieht die Digitalisierung auch im sozialen Bereich als Chance. „Dabei müssen wir aber immer darauf achten, was dem Menschen dient.“

 

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11 
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