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Leben in Vielfalt – mitten in Amtzell

AMTZELL – Spatenstich für einen inklusiven Quartierstreff mit Arztpraxis. Damit realisiert die Stiftung Liebenau, in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Amtzell, im Rahmen der Dezentralisierung ein wohnortnahes Angebot für 18 Menschen mit Behinderungen und schafft neue Begegnungsmöglichkeiten.

Zum Spatenstich versammelten sich Vertreter der Stiftung Liebenau, der Gemeinde Amtzell, des Planungsbüros und des Heimbeirats.

Gespannt verfolgten die Zuschauer die Ausführungen des Architekten Eckard Ernst aus Stuttgart

Auch der Heimbeirat der Liebenau Teilhabe nahm an den Feierlichkeiten teil.

Straßen und Räume verbinden

„Wir bauen Straßen zueinander und Räume füreinander“, so Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, in seiner Begrüßung zum Spatenstich. Im Grüntenweg werden im Spätsommer 2020 18 Wohnplätze für Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf entstehen. Sie werden in drei Wohnungen und zwei Einzel-Appartements leben und eine verlässliche Betreuungsstruktur erhalten. Gleichzeitig werden durch eine Arztpraxis und ein Quartierstreff auch zufällige Begegnungsmöglichkeiten geschaffen. So werden „Menschen mit Behinderungen in Amtzell selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft leben“, so Brock.

 

„Sahnehäubchen“ für Menschen mit Einschränkungen

Das Grundstück, auf dem das drei-geschossige Wohnhaus entsteht, war begehrt. Familie Rogg aber hat das Sahnestück erst dann verkauft, als klar war, dass die Stiftung Liebenau dort ein Haus baut, das Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bietet, in der Gemeinde zu leben. Sie selbst haben eine Tochter mit Behinderung, die sie in Zukunft heimatnah betreut wissen. „Wir müssen uns jetzt keine Sorgen mehr machen, wenn wir uns selbst nicht mehr um unsere Tochter kümmern können“, so Gertrud Rogg.

 

Strategische Partnerschaft mit Vorzeigegemeinde

Projektmanager Bernhard Hösch, der die Planung seit Sommer 2013 begleitet, weiß, dass es für so ein Projekt immer Partner braucht. Mit der Gemeinde Amtzell und zahlreichen engagierten Mitbürgern von verschiedenen Vereinen sei es gelungen „Begegnungsräume mitten im Quartier zu schaffen, ohne auf die Individualität der einzelnen zu verzichten“. Clemens Moll, Bürgermeister der Gemeinde Amtzell, fühlt sich wohl in der Partnerschaft mit der Stiftung Liebenau. Amtzell kann bereits auf verschiedene Erfahrungen mit den „Lebensräumen für Jung und Alt“, Pflegeeinrichtungen und Angebote für Menschen mit Behinderungen zurückgreifen. So war dann die Anfrage zum Bau eines inklusiven Wohnhauses „Wasser auf unsere Mühlen, weil es uns wichtig ist, Menschen mit Behinderungen mitten in unserer Gemeinde zu haben und so ein Leben in Vielfalt zu gestalten“.

 

Hausarztpraxis ist Glücksfall

Dass in das neue Gebäude auch Malte List, der die Hausarztpraxis in der Gemeinde seit Anfang des Jahres übernommen hat, einziehen wird, bezeichneten viele der geladenen Gäste als Glücksfall. So ist die ärztliche Versorgung gesichert und durch die neuen Räumlichkeiten sei die Praxis „auch barrierefrei und behindertengerecht zugänglich“ freut sich List. In dem neuen generationsübergreifenden Quartier, entstehen, neben dem inklusiven Wohnhaus, noch acht Einfamilienhäuser für Familien mit Kindern und zwei Mehrfamilienhäuser als barrierefreies Wohnen auch für ältere Menschen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro. Das neue Wohnhaus wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration, aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Aktion Mensch und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein Zuschuss für den Quartierstreff ist beantragt.

 

 

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Stiftung Liebenau
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