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Mitten im Quartier: Einweihung des neuen Wohnhauses in Ravensburg

RAVENSBURG – Bereits seit Januar leben 24 Menschen mit Behinderungen im neuen Wohnhaus Galgenhalde 25 – mitten in der Ravensburger Weststadt. So waren Inklusion und Quartier auch die zentralen Themen bei der Einweihungsfeier, an der die Bewohner des Hauses ebenfalls teilnahmen.

Wohlfühlen in der Galgenhalde: Die Bewohner Dieter Wühr und Teresa Godhoff freuen sich mit Bereichsleiterin Carla Gitschier (Mitte).

Gesprächsrunde anlässlich der Einweihung in der Galgenhalde mit Jörg Munk, Jörg Urbaniak, Christine Beck, Bernhard Hösch und Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp.

Schlüsselübergabe durch Architekt Frieder Wurm (rechts) an die Bewohner Sabine Maucher und Lukas Geser, zusammen mit Teamleiter Benedikt Weiss (Mitte).

Mit einer Segnung durch den evangelischen Pfarrer Claudius Kurtz von der Johanneskirche und Pfarrer Reinhold Hübschle der katholischen Kirchengemeinde Zur Heiligsten Dreifaltigkeit begann der feierliche Akt in der Galgenhalde. Dabei haben zwei Bewohner durch musikalische Einlagen mitgewirkt. „Eine bemerkenswerte Veranstaltung, die es ermöglicht, Menschen mit Behinderungen mehr in die kommunale Öffentlichkeit zu rücken“, so Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau. Gleichzeitig können diese Menschen im neuen Haus „Heimat finden, ihre Persönlichkeiten weiterentwickeln, teilhaben und sich angenommen fühlen“.

 

Mittendrin statt nur dabei

Jörg Urbaniak, Co-Dezernent Soziales im Landratsamt Ravensburg, unterstrich die Bedeutung der Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen und freute sich, dass die Menschen nun im Quartier angekommen und bereits ein Teil davon geworden sind. Inklusion müsse auch für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf ermöglicht werden, betonte Christine Beck, Geschäftsleitung Liebenau Teilhabe, in ihrer Moderation immer wieder und wies auf die Notwendigkeit einer guten kommunalen Zusammenarbeit hin. Der Ravensburger Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp unterstrich, dass ein Quartier nur mit „einer guten sozialen und demographischen Durchmischung und der Berücksichtigung der individuellen Einzigartigkeiten eines jeden Menschen“ gelingen kann.

 

Notwendig dafür sei, so Bernhard Hösch, Projektmanager in der Liebenau Teilhabe eine „frühzeitige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)“, damit die Quartiersprojekte auch finanzierbar sind. Die Quartiersarbeit in der Galgenhalde ist durch den „Rahlentreff“, der vielfältige Begegnungsmöglichkeiten schafft, sowie durch die gelungene Kooperation mit dem benachbarten Pflegeheim St. Meinrad, bereits sehr erfolgreich etabliert. Jörg Munk, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe, ergänzte, dass vor allem die Teilhabebegleitung und Assistenz wichtig seien, um durch ein offenes Miteinander die menschliche Vielfalt im Quartier erlebbar zu machen. Doch für all das brauche man „Macher“– wie Carla Gitschier und ihr Team, die ungeheuer viel Power, Kompetenz und Idealismus in das neue Haus gesteckt hätten.

 

„… das tut was dazu“

Unter das Motto „… das tut was dazu“ des Bürgerlieds von 1845, das nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat, stellt Carla Gitschier, Bereichsleitung Wohnen im Landkreis Ravensburg, ihr Engagement für die Menschen, „damit aus dem Neubau ein neues Zuhause wird“. Worauf kommt es an? „Ob wir in der Welt was schaffen, oder nur die Welt begaffen. Das tut, das tut was dazu!“ so der Liedtext. „Jeder von uns tut das Seinige engagiert und aktiv dazu, damit das Zusammenleben gelingt und wir gemeinsam etwas Neues gestalten“, freut sich Gitschier und ist dankbar für all die Begegnungen, die ihnen im Quartier bereits ermöglicht wurden. Bei der anschließenden Schlüsselübergabe an die Bewohner, griff Architekt Frieder Wurm das Motto wieder auf, denn auch sie „tun was dazu. Wir haben Wohnungen gebaut, wo Geborgenheit erlebt wird, und nicht nur ein Wohnheim errichtet“. Umrahmt wurde die Feierlichkeit durch das Blechbläserquintett der Musikschule Ravensburg.

 

 

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