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Raum für Schülerkunst und -kreativität – die Ulmer „Max-Galerie“

Sich mit sich selbst, seiner eigenen Biografie und Bildungsgeschichte auseinandersetzen, sich Gedanken zu aktuellen Themen machen oder sich von der Kunst anderer inspirieren lassen: Die Ulmer Max-Gutknecht-Schule bietet ihren Schülerinnen und Schülern viel Raum für kreative Ideen. Als Forum dafür gibt es die vor zwei Jahren gegründete hauseigene „Max-Galerie“. Dort finden regelmäßig die verschiedensten Ausstellungen statt.

Füße und ihre Spuren: Wie stehe ich im Leben? Was beschäftigt mich? Wie finde ich meine eigene Spur? Mit diesen Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler auf künstlerische Weise auseinander.

Jüngste Vernissage in der Max-Galerie: Aktuell sind dort die Werke des Ulmer Künstlers Ralf Stoiber alias „Samir“ (Bildmitte) zu sehen.

Zum 20-jährigen Jubiläum von RAZ Ulm und Max-Gutknecht-Schule stand die Schulgalerie unter dem Motto „Spuren hinterlassen“.

Hasssprache im Fokus: Zum kritischen Umgang mit diskriminierender und menschenverachtender Sprache regte die Ausstellung „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“ an.

Auch junge Migranten aus der VABO-Klasse der Max-Gutknecht-Schule präsentierten ihre Arbeiten schon in der schuleigenen Kunstgalerie.

Die kreative Ader entdecken
Kunst in der (Berufs-)Schule? Auch wenn die Ulmer „Schillerstraße 15“ und die dort beheimateten Bildungseinrichtungen der Stiftung Liebenau – das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) und die Max-Gutknecht-Schule (MGS) – ganz im Zeichen der beruflichen Integration seiner Teilnehmenden steht: Auch abseits der fachlichen und schulischen Fähigkeiten fördert die MGS die Talente der jungen Menschen mit besonderem Teilhabebedarf. Immer wieder stellen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften dort spannende Kunstprojekte auf die Beine.

 

Beeindruckende Spuren hinterlassen
Für Aufsehen sorgte etwa das anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von RAZ und MGS organisierte Kunstprojekt „Spuren hinterlassen“. Wie stehe ich im Leben? Welche Spuren hinterlasse ich? Wie finde ich meine eigene Spur? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die jungen Menschen auf kreative Art und Weise. Begleitet von der Ulmer Kunsttherapeutin Ursula Riemhofer entstanden so  eindrucksvolle, ganz individuell gestaltete Kunstwerke rund um die eigenen Fußabdrücke aus Gips.

 

Kunst kann bunt sein – oder grau
Während sich die „Max-Galerie“ hierbei in einem kunterbunten, farbenfrohen Gewand zeigte, machte dann die Ausstellung „Grauzonen“ ihrem Namen alle Ehre. Mit Schwarzweiß-Fotografien, eingebettet in entsprechende Collagen in Acryl, brachten Teilnehmende mit Handicap aus der Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE) in Kooperation mit der Max-Gutknecht-Schule diese  Porträtreihe auf die Leinwand.

 

Hasssprache im Fokus
Neben solchen Eigenkreationen war in der „Max-Galerie“ im vergangenen Jahr zum Beispiel aber auch eine Leihgabe des Ulmer Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg e. V. (DZOK) zu sehen. Unter dem Titel „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“ setzte sich diese Ausstellung mit dem Phänomen der Hasssprache in den Medien, im Alltag und im politischen Umgang auseinander. „Diese Exponate sollten Jugendliche zu einem kritischen Umgang mit menschenverachtender, diskriminierender und demokratiefeindlicher Sprache ermutigen“, erklärt Schulleiter Roland Groner. Und egal welche Ausstellung auch gerade stattfindet: Alle Interessierten aus Ulm und Umgebung seien stets herzlich willkommen, betont der Rektor.

 

Ein offenes Haus
So begreift sich die „Schillerstraße 15“ nicht nur wegen ihrer Ausbildungsbetriebe mit Bäckerei- und Metzgerei-Verkaufsläden sowie dem Restaurant im Erdgeschoss als ein offenes Haus. Auch die „Max-Galerie“ im ersten Stock des Gebäudes ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Und zwar immer an Schultagen bis 16 Uhr.

 

Blicke auf die Stadt
Wer aktuell einen Blick in die Schulgalerie wirft, entdeckt dort Werke des Ulmers Ralf Stoiber, der seine Bilder mit dem Künstlernamen „Samir“ signiert.  Im Fokus seiner Arbeiten steht vor allem der Blick auf seine Stadt und ihre Wahrzeichen wie das Münster. Aber auch Modernes und Abstraktes enthält die Ausstellung.

 

Nächste Ausstellung: „Die Sprache der Hände“
Währenddessen ist das nächste Kunstprojekt schon in der Pipeline: „Die Sprache der Hände.“ In Zusammenarbeit mit Studierenden des Ulmer Zentrums für Gestaltung haben Schülerinnen und Schüler der MGS dazu Hände bei der Arbeit fotografiert. Gelegenheit, sich diese Werke anzuschauen,  bietet der Tag der offenen Tür in der „Schillerstraße 15“  am Samstag, den 6. April 2019 von 11 bis 15 Uhr. 

 

 

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