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Wilde Hexen, Zauberlehrlinge und tanzende Hexenkessel

MECKENBEUREN-HEGENBERG – In der ersten Sommerferienwoche tummeln sich 35 Grundschulkinder und 12 Kinder mit Behinderungen auf dem Gelände der Don-Bosco-Schule in Hegenberg. In diesem Sommer stehen alle Aktivitäten der Integrativen Ferienfreizeit unter dem Motto „Zauber liegt in der Luft".

Die Kinder sind sich ganz sicher, dass ihnen der Zauberer Schrappelschruth noch einen Zauberspruch verrät, so dass sie mit den Besen wirklich fliegen können. Sie haben zwar schon geübt, aber bis jetzt klappt es leider noch nicht.

Eine Gruppe Kinder schleppt lange Stöcke und mehrere Bündel mit dicken und dünnen Ästen auf den Hof der Don-Bosco-Schule. Die haben sie gestern bei einer Wanderung gemeinsam gesammelt. Schnell wird klar, was da entsteht: Die Stöcke werden mithilfe eines Ehrenamtlichen noch auf Länge geschnitten, dann werden die Äste drapiert und mit Kabelbinder so fest gebunden, dass wunderschöne Hexenbesen entstehen. Von der Arbeit mit den vielen Ästen und Zweigen haben einige Kinder noch schwarzen Staub auf den Nasen - aber sie strahlen überglücklich.

 

Viele spannende Aktivitäten

Immer vormittags gibt es ein buntes Programm in der Kindergruppe, nachmittags können die Ferienkinder offene Angebote im Bereich Spiel, Sport und Kreativität selbst wählen. Bei schönem Wetter geht es natürlich auf den großen Spielplatz. Je nach Tagesverfassung nehmen die Kinder, die ein Handicap haben, an den Aktivitäten gemeinsam mit den anderen Kindern teil. Sie alle lernen viel voneinander. Vier Fachkräfte und 16 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich viele Aktionen einfallen lassen, mit denen die Kinder bis zu vier Wochen Ferienfreizeit verbringen können. Da werden aus Butterkeksen Hexenhäuser gebaut, unsichtbare Wege gesucht und Bilderrahmen aus Steinen modelliert. Die achtjährige Lucy übt mit ihrem Hexenbesen konzentriert am Hexentanz. Der neunjährige Samuel erprobt mit seinem selbst gebastelten Zauberstab den soeben gelernten Zauberspruch, ganz wie es sich für ein Mitglied der Gruppe „Zauberlehrlinge“ gehört. Es wird Fußball gekickt, mit Wasser gespritzt und in der Küche duften Kekse in Drachen- und Hexenform aus dem Ofen.

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die integrativen Ferienfreizeiten für Vor- und Grundschulkinder werden angeboten von der Stiftung Liebenau, in einer Veranstaltergemeinschaft mit der Caritas Bodensee-Oberschwaben, dem Ravensburger Bildungszentrum St. Konrad (Hort) sowie dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ, Dekanat Ravensburg) und der Gemeinde Meckenbeuren als Partner. Die Veranstalterkooperation bewähre sich bestens seit vielen Jahren, weiß Christoph Gräf, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Familie der Stiftung Liebenau. Ein Teil der Ferienplätze werde von Kindern mit Behinderungen belegt. "Für diese ist teilweise eine 1:1-Betreuung erforderlich, damit ein gemeinsames spielerisches Lernen möglich ist", so Gräf. Die Idee zu den beliebten Hegenberg-Freizeiten sei vor fast 15 Jahren durch Nachfragen von Eltern entstanden, die das Fehlen eines gemeinsamen Betreuungsangebots für behinderte und nichtbehinderte Geschwisterkinder bedauerten.

 

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Pressekontakt:

Stiftung Liebenau
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