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Zuarbeiten und zubereiten

BBW-Ausbildungsberufe im Porträt: Fachpraktiker/-in Küche (früher: Beikoch und Beiköchin).

Gemüse schneiden gehört zum Joballtag: Die angehenden Fachpraktiker Küche erlernen ihren Beruf von der Pike auf.

„Im Mittelpunkt der dreijährigen Ausbildung zum Fachpraktiker oder zur Fachpraktikerin Küche steht ganz klar das praktische Arbeiten; die Theorie ist im Vergleich zur üblichen Koch-Ausbildung stark reduziert“, erklärt Dirk Eberhard, Leiter der Betriebsgastronomie im BBW. „Die Inhalte entsprechen der bewährten Ausbildung zum Beikoch oder zur Beiköchin, neu ist nur die Berufsbezeichnung. Die Azubis lernen das Zuarbeiten, also das Vorbereiten von Gemüse, Salat, Geflügel, Fisch oder Fleisch, aber auch das Zubereiten einfacher Suppen, Soßen, Salate und Süßspeisen bis hin zur Küchenorganisation sowie Planung ganzer Menüs.“ Derzeit bildet Dirk Eberhard 18 Jugendliche am BBW in Ravensburg in diesem Beruf aus: zwölf junge Männer und sechs junge Frauen. Weitere Ausbildungsplätze bietet das Regionale Ausbildungszentrum (RAZ) in Ulm.

Belastbarkeit ist wichtig
Wer eignet sich für diesen Beruf? „Alle, die Küchenarbeit tun mögen und eine gewisse Affinität zu Lebensmitteln aber auch zur Dienstleistung haben“, sagt Dirk Eberhard. „Man sollte außerdem körperlich fit sein. Denn die Belastung in der Küche entspricht der eines Bauarbeiters: Man muss viel stehen, laufen, heben und tragen.“ Wichtig seien außerdem ein gewisser Hygiene- und Ordnungssinn sowie die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten. Da die Produktionsküchen im BBW und im RAZ Ulm neben den eigenen Kantinen auch zahlreiche externe Kunden, darunter Schulen, Kindergärten und Firmen beliefern, lernen die Auszubildenden den Beruf besonders realitätsnah. „Das heißt, sie lernen – in ihrem Tempo und sozialpädagogisch begleitet – mit Stresssituationen umzugehen. Denn das Essen muss ja pünktlich raus“, erklärt Dirk Eberhard.

Fachkräfte sind gefragt
Was macht am meisten Spaß? „Am meisten Spaß macht unseren Azubis neben dem Kochen der direkte Kundenkontakt bei der Essensausgabe in der Kantine oder an externen Buffets“, weiß der BBW-Küchenchef. „Das größte Lob ist das Lächeln eines zufriedenen Kunden.“ Ausgebildete Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen Küche werden in der freien Wirtschaft „händeringend“ gesucht, und so bietet die Zukunft viele Einsatzmöglichkeiten. „Die meisten unserer Absolventen zieht es in die Gemeinschaftsverpflegung von Kitas, Schulen, Kantinen oder Heimen, weil die Arbeitszeiten dort geregelter sind.“ Wer weiterlernen möchte, kann sich am BBW oder RAZ Ulm zum Voll-Koch qualifizieren. 


Jobprofil:

Beruf: Fachpraktiker/-in Küche
Ausbildungsdauer: 36 Monate
Ausbildungsorte: Ravensburg oder Ulm
Jobs: in Küchen von Restaurants, Hotels. Kantinen, Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Catering-Firmen sowie in der Nahrungsmittelindustrie
Perspektiven: gute Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zur Meisterprüfung

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