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Die Weihnachtszeit beginnt in Kerala am 1. Dezember. An diesem Tag wird in der Kirche ein Zettel gezogen, auf dem ein Name steht. Für diese Person betet man jeden Tag ein Gebet. Ebenso wird für das Jesuskind gebetet. Jedes Gebet steht symbolisch für ein Geschenk an das Jesuskind, also Schuhe, Kleidung, Mütze, Nahrung, ein Zuhause …
Vom 1. bis 24. Dezember findet jeden Tag eine heilige Messe in der Kirche statt. In dieser Zeit beginnt eine vorweihnachtliche Fastenzeit. Es wird kein Fleisch und kein Fisch gegessen und auf Milchprodukte verzichtet. Die Fastenzeit endet am 24. Dezember.
Eine Adventszeit mit Adventskranz, wie in Deutschland, gibt es in Kerala nicht. Es gibt auch keine Weihnachtsmärkte. Allerdings sind auch die Häuser und Städte mit Lichterketten, Sternen beleuchtet und jedes Haus hat zu Weihnachten einen geschmückten Weihnachtsbaum mit bunten Kugeln und Lichterketten. Außerdem gibt es eine Krippe, meist aus Stroh gebaut, die entweder im Haus aufgebaut wird, traditionell aber als XXL-Krippe im Garten. Manche Familien beginnen bereits Anfang Dezember mit dem Krippenbau. Holzkrippen sind eher selten zu sehen.
Gab es im laufenden Jahr ein Todesfall in der Familie, wird Weihnachten nicht gefeiert!
24. Dezember
Tagsüber wird das Haus geputzt, die Krippe nochmals aufgehübscht, Essen oder Kuchen vorbereitet für das Weihnachtssingen beziehungsweise den Weihnachtsumzug. Um 18 Uhr trifft sich die Kirchengemeinde - eigentlich das ganze Dorf, die ganze Stadt - zum Weihnachtsumzug mit Gesang. Mit dabei sind der Pfarrer, der hl. Nikolaus im Kostüm und ein kleines Jesuskind aus Holz, das zuvor aus der Krippe der Kirche geholt wurde.
Die Menschen ziehen singend in einem Festumzug durch die Straßen. Dabei wird laute Musik gespielt, häufig auf Trommeln, und es werden Wunderkerzen und Feuerwerkskörper abgebrannt. Der Festumzug besucht jedes Haus, unabhängig von der Religion, die Menschen singen und beten vor jedem Haus. Ein Pfarrer segnet das Haus mit Weihwasser, die Bewohnerinnen und Bewohner spenden Geld für caritative Zwecke. In jedem Haus gibt es Süßigkeiten für den Festumzug. Dann wird die Krippe begutachtet, denn die schönste Krippe im Bezirk wird mit einem Preis prämiert.
Ungefähr jedes fünfte bis zehnte Haus bietet warmes Essen an. Die Familien melden dies zuvor bei der Kirchengemeinde an, damit der Umzug koordiniert werden kann. In diesen Häusern und Gärten wird eine längere Pause gemacht, gegessen und getrunken, dann zieht man wieder weiter.
Der Festumzug dauert von 18 bis 24 Uhr. Für den Festumzug kauft man sich traditionell neue Kleider. Es wird entweder rot oder weiß getragen, auf dem Kopf trägt man eine rote Nikolausmütze.
Um Mitternacht findet in der Kirche die Messe statt. Der ganz Ort ist auf den Beinen. Die Gläubigen strömen in die Kirche, viele finden keinen Sitzplatz mehr und müssen oft vor der Kirche der heiligen Messe lauschen. Die heilige Messe geht bis 2 Uhr, der Pfarrer hält eine lange Predigt. Während der heiligen Messe wird Klaviermusik oder Orgelmusik gespielt.
Nach der Messe versammelt sich die Gemeinde vor der Kirche. Der Pfarrer schneidet einen Kuchen an und verteilt ihn an die Besucher der Messe. Es wird auch Kaffee dazu gereicht, darum kümmern sich die Jugendlichen. Vor der Kirche steht ein großer Weihnachtsbaum, der mit kleinen Päckchen geschmückt ist (auch das wird von den Jugendlichen übernommen). Man kann für kleines Geld ein Los kaufen und bekommt dann ein kleines Päckchen vom Baum gereicht. Darin befindet sich zum Beispiel eine Haarspange, Armband, Süßigkeiten, Spielzeug etc. Mit etwas Glück zieht man einen der drei Hauptgewinne, etwa eine große Muttergottes, Geschirrservice, Gläser, etc. Bis man wieder Zuhause angekommen ist, ist es meist bereits 3 Uhr nachts oder noch später. Nach einem kurzen Schlaf findet, vor allem für die Mutter des Hauses, die Vorbereitungen für das Weihnachtsfestessen statt.
25. Dezember
Am 25. Dezember trifft man sich im Hause eines Familienmitglieds. Alle Angehörigen kommen an diesem Tag zusammen, um Weihnachten gemeinsam zu feiern. Im Schnitt sind das 30 und mehr Personen pro Familie. Die Eltern, Onkel, Tanten kochen gemeinsam. Die ganz Alten (Oma, Opa) ruhen sich aus, die Jugend redet miteinander und hat ihren Spaß.
Traditionelle Speisen sind:
- Appam
- Beef Curry
- Kappa Biriyani
- Chicken Biriyani
- Kozhukatta Pidi
- Chicken Curry

Toril, ein kleiner Ort auf den Philippinen, ist für die Stiftung Liebenau von großer Bedeutung: Von hier stammen 49 Auszubildende zur Pflegefachkraft, die in verschiedenen Häusern der Pflege arbeiten. In Toril für die B2-Deutschprüfung fit gemacht, kamen sie ab 2020 in drei Gruppen nach Deutschland. Kooperationspartner ist die Organisation KTEP (Kressbronn Toril Education Program), die der Kressbronner Dr. Reinhold Kugel zusammen mit seiner Frau Aurora vor mehr als 30 Jahren ins Leben gerufen hatte. Über Sponsorengelder wird den jungen Menschen eine Collegeausbildung ermöglicht, wodurch ihnen der Zugang zu einer Ausbildung bei der Stiftung Liebenau in Deutschland möglich ist.
Eine vierte Gruppe aus 38 Auszubildenden kommt im Herbst 2023 nach Deutschland, weitere 30 College-Absolventinnen und Absolventen drücken dann in Toril bereits wieder die Schulbank, um sich für die Deutsch-Prüfung vorzubereiten.
Zum Weihnachtsfest bleiben die meisten der angehenden Pflegefachkräfte in Deutschland. Wir haben sie gefragt, welche Bräuche es auf den Philippinen zu Weihnachten gibt und was ihnen in Deutschland auffällt.
Wie wird Weihnachten in Toril gefeiert?
Ab September werden bei uns schon Weihnachtsbäume aus Kunststoff (bei uns wachsen keine Tannenbäume) inklusive Weihnachtsdeko aufgehängt. Je bunter desto so besser. Ob Radio, Fernseher, im Einkaufszentrum oder Transportmittel: Überall läuft Weihnachtsmusik. Alle sind schon im Weihnachtsmodus. Die Kinder und Jugendlichen basteln schon Weihnachtslaternen oder Sterne aus Bambus und anderen Materialien. Kinder und verschiedene Gruppen gehen von Haus zu Haus und singen Weihnachtslieder zu Gitarre oder anderen Instrumenten. Dafür bekommen sie eine kleine Spende oder Süßigkeiten. Das ist eine sehr schöne Tradition.
Gibt es ein traditionelles Essen?
Ja, je nach finanziellen Möglichkeiten. Bei den Reichen und in der Mittelschicht gibt es auf jeden Fall ein Spanferkel. Das ist ein Statussymbol. Manche armen Familien sparen das ganze Jahr, um sich auch ein Spanferkel zu kaufen oder sie legen Geld zusammen mit anderen Familienmitgliedern. Ansonsten gibt es viel Reiskuchen in verschiedenen Variationen (Biko, Suman, Cochinta, ...). Im Hinterland essen die Menschen gerne Toast mit Erdnussbutter an Weihnachten und auch viele Früchte wie beispielsweise Mango, Papaya. Ansonsten gibt es Spaghetti, Glasnudeln oder Fisch- und Fleisch-Barbecue. Es ist auch Tradition bei uns, dass es vom 16. bis 24. Dezember eine Frühmesse (um 4 Uhr morgens) gibt. Nach der Kirche frühstücken wir Reiskuchen mit Kakao oder Kaba. Obwohl wir sehr gläubig sind, sind wir trotzdem auch abergläubisch. Es heißt zum Beispiel, dass Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man die Frühmesse neun Mal besucht hat.
Wird eher in der Kleinfamilie gefeiert oder im großen Rahmen?
Weihnachten ist bei uns hauptsächlich für die Familie gedacht. Familie heißt bei uns nicht nur Papa, Mama und Kinder, sondern auch Großeltern, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen und andere Verwandte. Nach der Messe gehen viele Leute an den Strand, machen Barbecue, singen Karaoke, trinken Alkohol und feiern das Fest des Herrn.
Die Kinder gehen zu ihren Patentanten und -onkeln und fragen nach einem Weihnachtsgeschenk. Manche Menschen bleiben aber lieber zuhause und spielen Karten, singen oder beten gemeinsam.
Was fällt Ihnen in Deutschland besonders auf an Weihnachten?
Wir sind sehr beeindruckt von den Weihnachtsmärkten, denn die gibt es nicht bei uns. Außerdem gibt es so viele Weihnachtsfiguren in Form von Schokolade, Holz, Metall, Kleingebäck und vieles mehr. Es gibt in Deutschland auch richtige Tiere, wie in der Bibel: Schafe, Esel und süße kleine Kühe. Hier in Kressbronn steht eine richtige Weihnachtskrippe mit echten Tieren. Das ist sehr besonders für uns.
Bei uns schwitzen wir an Weihnachten. Hier frieren wir, denn es ist sehr sehr kalt. Auf der Straße ist es auch sehr ruhig. Bei uns sind so viele Menschen auf der Straße und feiern Weihnachten mit bei rund 30 Grad ! Fast jeder hat hier in Deutschland einen Adventskranz. Bei uns gibt es sie hauptsächlich in der Kirche. In Deutschland schenken sich die Menschen in den Wochen vor Heiligabend schon vieles wie Schokolade, Gutscheine und Kleingebäck. Wir freuen uns sehr darüber, denn wir sind es nicht gewohnt viele Geschenke zu bekommen. Was für uns auch besonders ist, ist der Adventskalender. Das ist sehr schön und jeden Tag spannend. Was uns in Deutschland auch auffällt ist, dass die Kirche nicht mal halb voll ist und dass überwiegend ältere Menschen kommen. Auf den Philippinen müssen wir extra früh aufstehen, damit wir noch einen Platz in der Kirche bekommen. Besonders zur Weihnachtszeit sind unsere Kirchen gut besucht. Es kommen viele Kinder und Jugendliche. Alle Altersgruppen sind vertreten.
Gibt es Weihnachtsmärkte?
Nein, es gibt keine Weihnachtsmärkte bei uns.
Die folgenden Auszubildenen haben die Fragen beantwortet:
Darlene Tagma, Raynamae Tacloban (Haus St. Martin, Ailingen)
Cherry Jardeliza (Franziskuszentrum, Friedrichshafen)
Bell Joy Zaragoza, Christy Lyn Dacera (Haus St. Konrad, Kressbronn)
Mary Cris Quilojano, Florabel Zaragoza, Jo Marri Valenzona (Haus St. Johann, Tettnang)
Regine Abella, Rowelyn Flores (Haus St. Iris, Eriskirch)
Der vollständige Ethikkodex zum Download:
Am 27. Dezember 2019 sitzt die Inderin Hitha Chirackal George zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Flugzeug. Ihr Ziel: Deutschland. Ihr Gepäck ist übersichtlich: Kleidung, Dokumente, Handy, mehrere Dosen verschiedener Gewürzmischungen und ein spezieller Reis. Es ist keine Urlaubsreise, sie bricht auf in ein neues Leben: Am 2. Januar ist ihr erster Arbeitstag als Pflegefachkraft im Dr. Albert-Moll-Haus in Tettnang.
Winterjacke und WLAN
Das Handy ist Hitha Georges Band zur Heimat. Als sie in Deutschland ankommt, kauft sie erstmal eine Jacke, es ist schließlich Winter. Über Handy hält sie Kontakt mit ihrer Familie, ihre Mutter und zwei jüngere Geschwister. Das WLAN ist nicht so verbreitet wie sie es aus Indien kennt, und die Verbindungen sind nicht so stabil. Aber es geht.
Traum vom Leben im Ausland
In Deutschland zu arbeiten war ein Traum von Hitha George, wie für viele Inder. Ihr Vorbild: eine Tante, die als Krankenschwester in Katar arbeitet. Ihre Mutter ist froh, dass ihre Tochter eine gute Stelle gefunden hat. Mit ihrem Bachelor of Nursing nach vier Jahren Studium fand sie keine Stelle im christlichen Teil Indiens. Sie lernt Deutsch, will ihre Heimat verlassen. Während der langen Phase der Formalitäten unterrichtet sie selbst acht Monate lang Deutsch. Nach der Anerkennung und dem nötigen Visum geht dann alles ganz schnell: Innerhalb von einer Woche bricht sie auf.
Unterstützung für Formalitäten
Angekommen, muss sie zum Einwohnermeldeamt und braucht zügig ein Konto, eine Krankenkasse und natürlich einen Handyvertrag. Rodrigo Otey, ein Mitarbeiter der Stiftung Liebenau begleitet sie dabei. Hitha George ist erstaunt, wie schnell das alles über die Bühne ging. Um ihr Visum zu bekommen hatte sie bei der Deutschen Botschaft in Bangalore rund vier Monate auf einen Termin gewartet, ergattert in einem regelmäßig geschalteten kleinen Zeitfenster. „Das erfordert schon eine gewisse Zähigkeit“, stellt Sabine Münz von der Abteilung Internationales Recruiting fest, die für die Fachkräfte und Auszubildenden aus außereuropäischen Ländern Ansprechpartnerin ist.
Wir leben für die Familie
Wie gefällt es dir? Wie ist es in Deutschland? fragen ihre Fachkolleginnen aus Indien. Als großen Unterschied empfindet sie die Arbeitsbedingungen: „In Indien arbeiten wir regulär 8 Stunden pro Tag, machen aber meist 1-2 Überstunden. Und die 15 Minuten Pause können wir fast nie nehmen. Und wir haben eine 6-Tage-Woche.“ Anders auch das Zusammenleben der Menschen: In Indien seien die Familienbande stärker. „Wir leben für die Familie. Eine Mutter lebt für ihr Kind. Wir schauen vielleicht mehr danach, wie es anderen geht.“ Die Verbindung zur Familie drückt sich auch in den Namen aus: Der Name des Vaters wird immer angehängt, der Name, der in Deutschland der Nachname wäre, in Hitha Georges Fall Chirackal, fällt fast immer weg, sogar auf Dokumenten.
Pandemie hat Auswirkungen
Bis Hitha George wieder vertraute Menschen wiedersehen und persönlich sprechen kann, wird es aufgrund der Corona-Pandemie noch etwas dauern. Bleiben die heimischen Gewürze, die ihr ihre Oma mitgegeben hatte. „Allerdings koche ich nicht gern“, verrät sie lächelnd und bedient damit nicht das Klischee der küchenaffinen Inderin.
Kalt war es, als Florabel Zaragoza in Deutschland ankam. Bei der Landung des Flugzeugs sah sie den ersten Schnee ihres Lebens – ein unvergesslicher Eindruck. Mehr als 10 000 Kilometer hatte die junge Filipina zurückgelegt, um Pflegefachkraft zu werden. Hier ist vieles so anders: das Wetter, das Essen, die Kultur und vor allem die Sprache. Jedes Wort und jede Spielart der Grammatik will erarbeitet sein. Kommunikation in einer fremden Sprache ist enorm anspruchsvoll.
Müde nach dem Deutschunterricht
Wenn Florabel Zaragoza den ganzen Tag Sprachunterricht hatte, dann ist sie am Ende erschöpfter als nach einem langen Arbeitstag. Dabei spricht sie bereits beeindruckend gut deutsch. Aber manchmal kommt ihr Redefluss ins Stocken. Dann sucht sie nach bestimmten Vokabeln, der passenden Grammatik und dem richtigen Satzbau. Denn die deutsche Sprache hat eine ganz andere Struktur als ihre Muttersprache. Ein einfaches Präfix zum Beispiel verleiht einem Verb plötzlich eine neue Bedeutung: laufen, weglaufen, zulaufen, verlaufen, entlaufen, unterlaufen – bei so vielen Varianten kann schon mal der Kopf schwirren. Und es gibt noch viele weitere komplizierte Details.
Von der Kasse in die Klasse
„Übung macht den Meister“, sagt Florabel Zaragoza zuversichtlich und lächelt. Sie vermisst zwar ihre Eltern und ihre drei Geschwister. Aber ihre Entscheidung, eine Pflegeausbildung bei der Stiftung Liebenau zu machen, hat sie noch nie bereut. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Kressbronn-Toril Education Programm (KTEP) eröffnet die Stiftung Liebenau jungen Filipinos neue berufliche Perspektiven. „Es ist eine große Chance“, erklärt die 27-Jährige, die früher als Kassiererin in einem Einkaufszentrum gearbeitet hat. Diesen Job hat sie gekündigt und zunächst in ihrer Heimat über ein Jahr lang intensiv Deutsch gelernt. Seit Dezember 2020 lebt sie mit neun jungen Landsleuten in einem Wohnheim in Kressbronn. Hier setzt sie noch eine Weile ihre Sprachkurse fort, während parallel dazu bereits ihre Berufsausbildung im Haus der Pflege St. Johann in Tettnang begonnen hat.
Hochdeutsch und Schwäbisch - zwei Welten
Die Kommunikation mit alten Menschen wird hier durch den oberschwäbischen Dialekt zusätzlich erschwert. „Das ist für mich eine große Herausforderung“, erzählt die 27-Jährige. Aber sie findet immer wieder Wege, um zurecht zu kommen. Manchmal bittet sie, das Gesagte auf Hochdeutsch zu wiederholen. Oft erklärt eine Kollegin, was gemeint ist. „Manchmal genügt auch ein Schlüsselwort, damit ich den Zusammenhang verstehe“, berichtet sie. Auch Empathie hilft ihr: „Wenn ich die alten Menschen kenne, kann ich überlegen, was sie brauchen und was sie mir deshalb sagen wollen.“ Ohnehin sei es viel leichter, etwas Gesagtes zu verstehen, als selbst etwas in die Worte zu fassen.
Gesichtsausdruck zeigt Gefühle
Mimik und Gestik spielen ebenfalls eine Rolle. „Am Gesichtsausdruck kann ich erkennen, in welcher Gefühlslage sich jemand befindet“, sagt Florabel Zaragoza. „Das hilft bei der Verständigung.“ Auch viele Gesten wie zum Beispiel „Daumen hoch“ haben in beiden Ländern dieselbe Bedeutung. Ein intensiver Blickkontakt hingegen kann auf den Philippinen als Ausdruck von Aggression verstanden werden, während er hierzulande ein Zeichen für Höflichkeit und Interesse am Gespräch ist. Florabel Zaragoza unterhält sich gerne mit Menschen – auch in der für sie fremden Sprache – und möchte dauerhaft als Pflegefachkraft in Deutschland bleiben. „Es gefällt mir hier", sagt sie und ist fest entschlossen, Ausbildung und Sprache zu meistern.
Sabine Münz
Human Resources Officer International Training and Recruiting
Siggenweilerstraße 11
88074 Meckenbeuren
Telefon +49 7542 10-1248
Frank Moscherosch
Head International Training and Recruiting
Siggenweilerstraße 11
88074 Meckenbeuren
Telefon +49 7542 10-7025
Indien, Kenia, Ruanda, Peru, Mexiko, Usbekistan
Hier laufen die Gespräche mit verschiedenen möglichen Kooperationspartnern.
Zur Überprüfung der in diesem Ethikkodex aufgeführten Kriterien und bei Härtefällen ist ein interdisziplinäres Gremium einzuberufen.
Das Gremium setzt sich aus folgenden „Perspektivträgern“ zusammen: In der Regel je ein Vertreter von Regionalleitung und Hausleitung, International Training and Recruiting, Ethikkomitee, Mentoren, Juristen.
Erste Ansprechpartner sind die Mentoren sowie Vertreter von International Training and Recruiting.
Dieser Ethikkodex der Stiftung Liebenau dient der Transparenz und der Etablierung gerechter Standards bei der Mitarbeitergewinnung im Ausland. Der Ethikkodex ist daher zu veröffentlichen.
Des Weiteren bietet er die Möglichkeit, alle Personalentscheidungen systematisch einer Qualitätskontrolle anhand ethischer Kriterien zu unterziehen. Ein Verstoß gegen die hier genannten ethischen Kriterien kann dem Gremium (Nr. 9) gemeldet werden.
Die genannten Kriterien bieten eine ethische Orientierung im Umgang mit im Ausland angeworbenen Mitarbeitern für die Stiftung Liebenau. Die Kriterien gelten prima facie, das heißt sie sind grundsätzlich anzuwenden.
Es ist immer zu prüfen, ob die Intention der Kriterien dem Einzelfall und seinem Kontext angemessen ist. Bestehen Zweifel über die Angemessenheit von Kriterien für die Lebenssituation einer Person, ist über die individuelle Aussetzung dieser Kriterien in einem Gremium zu beraten. Das Gremium hat die Gesamtaussage der Kriterien, nämlich das Wohl der Person, zu berücksichtigen. Es ist mit der betreffenden Person ein individuelles Vorgehen zu besprechen. Dabei sind die negativen Folgen, die durch das Aussetzen eines Kriteriums entstehen, zu minimieren.(4)
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(3) Dieser übergeordnete Aspekt entspricht der ethischen Tugend der Epikie, vgl. Aristoteles, Nikomachische Ethik. Sie ist einer der Grundbausteine einer kohärentistischen, d.h. ganzheitlichen Ethik, vgl. Preusche, Sozialstaat im Überlegungsgleichgewicht, Baden- Baden 2016. 4
(4) Neben dieser Regel können weitere (diskursethische) Vorzugsregeln, wie sie Beauchamp und Childress (Prinziples of biomedical
Ethics) beschreiben, für die Entscheidungsfindung herangezogen werden.
Der Prozess der Mitarbeitergewinnung und eine sich anschließende Beschäftigung in Deutschland sowie die vertragliche Bindung in Form einer Rückzahlungsvereinbarung umfassen einen längeren Zeitraum. Schwerwiegende Umstände können dazu führen, dass die Mitarbeiter in ihr Heimatland zurückkehren und die vertraglichen Regelungen nicht einhalten können. Ein begründeter Exit sollte im Einzelfall möglich sein, ohne dass den Beteiligten untragbare Lasten entstehen.
Diese Härtefallklausel ist mit den komplexen und unvorhersehbaren Lebenswegen der heutigen Zeit zu begründen: Auch wenn sich Menschen freiwillig und selbstbestimmt für eine Ausbildung und Arbeit in der Stiftung Liebenau verpflichten, so können die Folgen nie bis ins Detail vorhergesehen oder Ursachen auf Einzelpersonen zurückverfolgt werden.
Die Ausnahmesituationen sind gemeinsam mit den betroffenen Personen im Gremium (Nr. 9) zu reflektieren. Dabei sind die genannten Kriterien dieses Ethikkodexes zu beachten.
Das Kriterium „Beziehung“ fordert dazu auf, zu überprüfen, welche menschlichen Beziehungen und Netzwerke durch die Folgen der Mitarbeitergewinnung übermäßig belastet werden. Es verlangt, dass familiäre Beziehungen geschützt und unterstützt werden. Zudem sollen neue Beziehungen im Zielland ermöglicht werden.
Konkret heißt das, dass
- …Personen, mit eigener Familie oder pflegebedürftigen Angehörigen in der Regel nicht als Mitarbeiter in der Stiftung Liebenau in Frage kommen.
- …den Mitarbeitern ein regelmäßiger Besuch der Heimat ermöglicht wird. Im Notfall sollte dies auch kurzfristig möglich sein.
- …die Mitarbeiter unterstützt werden, regelmäßig Kontakt in die Heimat zu halten.
- …die Mitarbeiter beim Aufbau neuer Beziehungsnetzwerke z.B. durch Mentoren, Paten etc. aktiv unterstützt werden.
Die Mitarbeitergewinnung im Ausland unterliegt verschiedenen Perspektiven der Gerechtigkeit:(1)
- Chancengerechtigkeit/-gleichheit betrifft die Auswahl und Unterstützung der Mitarbeiter aus dem Ausland. Das Kriterium verbietet eine diskriminierende Auswahl aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politischer Meinung oder nationaler oder sozialer Herkunft.(2) Es fordert vergleichbare Startbedingungen und Entwicklungsperspektiven für alle Kandidaten, die für die Mitarbeitergewinnung in Frage kommen.
- Die Perspektive der globalen Gerechtigkeit betrachtet die Auswirkungen der Mitarbeitergewinnung für die Länder. Die Gesundheitssysteme der Herkunfts- und Zielländer sollen von der Mitarbeitergewinnung profitieren. Zu vermeiden ist vor allem ein sog. Brain-Drain, d.h. dass Herkunftsländer notwendige Fachkräfte verlieren. Die Mitarbeitergewinnung der Stiftung Liebenau unterstützt die Idee des Brain-Circulation, d.h. dass die Fachkräfte nach einer gewissen Zeit in ihr Heimatland zurückkehren, um ihr erworbenes Wissen dort weiterzugeben.
- Leistungs- und Lohngerechtigkeit verlangt eine angemessene Bezahlung der Mitarbeiter aus dem Ausland gemäß den Arbeits- und Lebensbedingungen eines Landes. Mitarbeiter aus dem Ausland dürfen nicht schlechter bezahlt werden als inländische.
- Verteilungsgerechtigkeit erfordert einen von allen beteiligten Einrichtungen und Dienstleistungen anerkannten Verteilungsschlüssel der neuen Mitarbeiter. Empfohlen wird eine Verteilung nach Bedarf, der auch den Aspekt der kulturellen Vielfalt berücksichtigt.
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(1) Vgl. besonders Art. 4 und 5 des Globalen Verhaltenskodexes der WHO für die Internationale Anwerbung von Gesundheitsfachkräften, Genf 2010. Der WHO-Verhaltenskodex und die damit verbundenen staatlichen Kontrollmechanismen flankieren die hier dargelegte Haltung der Stiftung Liebenau.
(2) Vgl. Art. 1 des Übereinkommens 111 über die Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf, ILO 1958.
Wenn Menschen aus Asien oder Osteuropa nach Deutschland kommen, dann treffen sie auf Menschen mit einer anderen Sprache und Kultur, mit anderen Werten und Weltanschauungen. Zugleich garantiert ihnen der Rechtsstaat bestimmte Grundrechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie freie Entfaltung der Persönlichkeit.
In Artikel 1 der Erklärung von Prinzipien der Toleranz, die auf der 28. Generalkonferenz 1955 von den Mitgliedsstaaten der UNESCO verabschiedet wurde, heißt es:
„Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt. Gefördert wird sie durch Wissen, Offenheit, Kommunikation und durch Freiheit des Denkens, der Gewissensentscheidung und des Glaubens.“
Von allen Beteiligten wird gemäß diesem Kriterium erwartet, dass sie eine offene Haltung gegenüber fremden Traditionen und Bräuchen einnehmen. Diskriminierung aufgrund von fremden Merkmalen oder Handlungsweisen ist verboten (vgl. auch Nr. 4). Vorurteile sollten durch gemeinsame Begegnung abgebaut werden. Ein Verständnis für die Unterschiedlichkeit des menschlichen Lebens sollte gefördert werden.
Konkret heißt das, dass
- …Menschen mit rassistischen oder anderen diskriminierenden Haltungen nicht bei der Stiftung Liebenau arbeiten dürfen.
- …Mitarbeiter der Stiftung Liebenau bereit sind, mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zusammenzuarbeiten.
- …die Stiftung Liebenau den kulturellen Austausch fördert.
Aufgrund des demographischen Wandels ist es notwendig geworden, Mitarbeiter aus dem Ausland zu rekrutieren, um die Dienste der Stiftung Liebenau auch weiterhin aufrecht erhalten zu können. Uns ist bewusst, dass wir dabei mit verschiedenen ethischen Dilemmata konfrontiert sind: Die neuen Mitarbeiter verlassen ihre Heimat, um uns hier vor Ort zu unterstützen. Es besteht die Gefahr, dass sie zum Spielball unterschiedlicher Interessen und Wertvorstellungen werden. In dem Wissen, dass ethische Dilemmata nie voll und ganz gelöst werden können, wurde dieser Ethikkodex entwickelt, um hier so verantwortungsvoll wie möglich zu handeln. Dadurch erhalten alle Beteiligten die Möglichkeit, sich auf die folgenden Prinzipien und Grundsätze zu berufen.
Für Menschen aus anderen Ländern stellt es in der Regel einen großen Anreiz dar, eine gute Ausbildung ermöglicht zu bekommen und in Deutschland als Fachkraft z.B. in der Altenpflege arbeiten zu können. Es ist auch davon auszugehen, dass ein gewisser Erwartungsdruck u.a. von ihren Familien auf ihnen lastet.
Das Kriterium der Selbstbestimmung fordert von allen Beteiligten zu überprüfen, ob die Entscheidung, in Deutschland zu arbeiten, freiwillig erfolgt. Die Freiwilligkeit setzt folgende Bedingungen voraus.
Eine Person
- …kennt die (wahrscheinlichen) Folgen ihrer Entscheidung,
- …will diese Folgen oder nimmt sie bewusst in Kauf und
- …hat die Wahl zwischen mindestens zwei verschiedenen Handlungsoptionen, die nicht gegen die Menschenrechte verstoßen dürfen.
Konkret bedeutet das,
- …die Mitarbeiter aus dem Ausland bekommen von der Stiftung Liebenau (Arbeitgeber) möglichst viele Informationen über die Situation in Deutschland: Welche Arbeits- und Wohnsituation erwartet mich? Wie ist die soziale Absicherung? Welche Freiheiten, Rechte und Pflichten habe ich? Wer sind meine Ansprechpartner für Probleme? Unter welchen Bedingungen kann ich in die Heimat zurückgehen? Usw.
- …die Mitarbeiter aus dem Ausland nehmen die Möglichkeit wahr, sich über die eigenen Werte und Ziele bewusst zu werden: Wer bin ich und möchte ich sein? Was will ich in meinem Leben erreichen? Usw.
- …die Mitarbeiter aus dem Ausland sollten mindestens zwei Alternativen für ihre Zukunft angeben können, die weder gegen die Garantien zum Schutz der menschlichen Person (Recht auf Leben, Verbot der Sklaverei und Folter etc.) noch gegen klassische Freiheitsrechte (Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Eigentumsschutz, Ehefreiheit etc.) oder gegen sonstige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verstoßen.
Das übergeordnete Kriterium der gegenseitigen Verantwortung setzt die Möglichkeit voraus, verantwortlich handeln zu können. Es ist deshalb zu fragen, wer für wen aus welchen Gründen bei dem Prozess der Mitarbeitergewinnung im Ausland verantwortlich ist. Wenn die gegenseitige Verantwortung klar ist, dann können Überforderungen vermieden werden.
Die Stiftung Liebenau will ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Sie kann und will Mitarbeitern aus dem Ausland die Möglichkeit geben, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Stiftung Liebenau unterstützt bei Zugangsvoraussetzungen wie Spracherwerb, Wohnungssuche etc. und benennt Ansprechpartner (Mentoren) für persönliche Fragen. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass sich die Mitarbeiter aus dem Ausland nicht überschulden bzw. dass sie individuell anfallende Kosten tragen können.
International Training und Recruiting
In unserer immer älter werdenden Gesellschaft steigt auch stetig die Herausforderung, Menschen im Alter ein Dasein in Würde zu ermöglichen. Neben dem Einsatz technischer Innovationen bedeutet dies vor allem professionelle und zugewandte Pflege und Betreuung – und diese ist nur möglich mit ausreichendem und gut ausgebildetem Pflegepersonal. Bereits heute gibt es aber deutlich mehr offene Stellen als arbeitssuchende Pflegefachkräfte. Dieser flächendeckende Fachkräftemangel wird sich weiter verschärfen, Experten rechnen damit, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 um 50 Prozent steigt. Zugleich nimmt die Zahl derjenigen ab, die in der Pflege arbeiten. Demnach werden fast 500.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen, wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen. (Pflegereport 2030 der Bertelsmann Stiftung).
Pflegefachkräfte made by Liebenau
Wir gehen davon aus, dass in den sozialen Berufen der Stiftung Liebenau zukünftig ein steigender Bedarf von Pflegefachkräften und Auszubildenden aus dem Ausland besteht und haben deshalb 2019 die Abteilung „International Training and Recruiting“ ins Leben gerufen. Sie bemüht sich um die Rekrutierung neuer Mitarbeiter aus Drittstaaten, um die Fachkräftelücke in der sozialen und pflegerischen Arbeit schließen zu können.
Eine Rekrutierung erfolgt stets verantwortungsbewusst und basiert auf ethischen Werten, die im Ethikkodex der Stiftung Liebenau zur Rekrutierung von Fachkräften und Auszubildenden aus dem Ausland definiert sind. Unser Fokus liegt auf dem systematischen Aufbau von Projekten und Programme in einigen ausgewählten Ländern. Durch den Aufbau von Partnerschaften und eigenen Ausbildungsstätten vor Ort, welche den Erwerb der erforderlichen fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen ermöglichen, wird zudem auch den Menschen in ihrem Land Hilfe zur gesellschaftlichen Selbsthilfe ermöglicht.
Ethikkodex der Stiftung Liebenau für die Gewinnung von Mitarbeitern aus dem Ausland
Präambel
Aufgrund des demographischen Wandels ist es notwendig geworden, Mitarbeiter aus dem Ausland zu rekrutieren, um die Dienste der Stiftung Liebenau auch weiterhin aufrecht erhalten zu können. Uns ist bewusst, dass wir dabei mit verschiedenen ethischen Dilemmata konfrontiert sind: Die neuen Mitarbeiter verlassen ihre Heimat, um uns hier vor Ort zu unterstützen. Es besteht die Gefahr, dass sie zum Spielball unterschiedlicher Interessen und Wertvorstellungen werden. In dem Wissen, dass ethische Dilemmata nie voll und ganz gelöst werden können, wurde dieser Ethikkodex entwickelt, um hier so verantwortungsvoll wie möglich zu handeln. Dadurch erhalten alle Beteiligten die Möglichkeit, sich auf die folgenden Prinzipien und Grundsätze zu berufen.
Weitere Infos
Laufende Projekte
Philippinen

In Zusammenarbeit mit der lokalen Initiative “KTEP” in Toril, bieten wir jungen Filipinos aus prekären Verhältnissen neue Zukunftsperspektiven. Das Projekt „KTEP“ unterstützt junge Schülerinnen und Schüler aus armen Familien sowohl sozial als auch finanziell während ihrer Ausbildung und bis zum College-Abschluss.
Studierende dieses Programms haben die Möglichkeit, im Anschluss eine Berufsausbildung in Deutschland anzuschließen. Um die jungen Menschen dazu zu befähigen, nehmen sie zunächst an einem einjährigen Deutschkurs vor Ort teil, mit dem Ziel, Sprachniveau B2-Level zu erreichen. Nach Abschluss des Sprachkurses beginnen die Filipinos ihre dreijährige „Generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau“ innerhalb der Einrichtungen der Stiftung Liebenau in Deutschland.
Ein Video der Gruppe aus Toril:
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