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Gerhard Schiele erhält das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau

MECKENBEUREN-LIEBENAU – Wie lässt sich die Lebensqualität von älteren Menschen steigern? Wie können diese bis ins hohe Alter möglichst selbstbestimmt leben? Eine Antwort auf diese wichtigen Fragen hat Gerhard Schiele, ehemaliger Geschäftsführer der Altenhilfe der Stiftung Liebenau, bereits vor knapp 30 Jahren mit seinem Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt“ gefunden. Er ist der geistige Vater dieser generationsübergreifenden Wohn- und Lebensform. Sein Name ist untrennbar mit dieser wegweisenden Idee, ein Mehrgenerationenhaus, das auf Selbst- und Nachbarschaftshilfe aufbaut, zu etablieren. In dankbarer Anerkennung für seine Verdienste für die Stiftung Liebenau erhielt er nun, im Rahmen einer kleinen Feierstunde, das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau aus den Händen der drei Vorstände der Stiftung Liebenau: Prälat Michael H. F. Brock, Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur. 

Für seine besonderen Verdienste erhält Gerhard Schiele das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau (v. li.): Prälat Michael H. F. Brock, Gerhard Schiele, Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur.

Rückgrat der Stiftung Liebenau
In seiner kurzweiligen, mit kleinen Anekdoten gespickten Laudatio, ließ Vorstand Dr. Berthold Broll die verschiedenen beruflichen Stationen Gerhard Schieles Revue passieren. Nach einer „grundsoliden“ Ausbildung zum Bankkaufmann, hat eine Tätigkeit als Hilfserzieher in einem Jugend- und Kinderdorf in Isny Gerhard Schieles beruflichen Wandel eingeläutet. Nach dem Studium der Sozialen Arbeit arbeitete er „15 Jahre quer durch die Psychiatrien“, bevor er 1993 zur Altenhilfe der Stiftung Liebenau, damals St. Anna Hilfe gGmbH, kam. Dort war er verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung der „Lebensräume für Jung und Alt“, von 2009 bis zu seinem Ruhestand im Oktober 2015 auch Geschäftsführer der Altenhilfegesellschaften der Stiftung Liebenau. Bis heute ist er in beratender Funktion für die Stiftung Liebenau tätig. „Wir haben mit Ihnen über so viele Jahre so viel auf die Beine gestellt, da wollen wir einmal danke schön sagen. Sie sind das Rückgrat der Stiftung Liebenau und ein glaubwürdiger Repräsentant“, zollte Broll dem neuen Ehrenzeichenträger Respekt und Anerkennung.

 

Ein bescheidener Teamplayer
In seiner Dankesrede betonte Gerhard Schiele, dass das Erfolgsmodell „Lebensräume für Jung und Alt“ nur durch die gute Zusammenarbeit von Vorstand, Aufsichtsrat, Geschäftsführung, und vor allem den Gemeinwesenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, entstanden ist und bis heute funktioniert. „Die Lebensräume sind ein Gemeinschaftsprojekt. Ich war nur der Moderator und habe fachlich geführt. Ohne gute Mitarbeitende wäre ich nichts“, gab er sich bescheiden. Mit der Einführung der „Lebensräume“ habe in der Stiftung Liebenau, rund 125 Jahre nach ihrer Gründung, in der Altenhilfe der Einstieg in einen Paradigmenwechsel, von der einstigen Pflege- und Heilanstalt hin zur Selbst- und Nachbarschaftshilfe, stattgefunden. Mittlerweile gibt es 30 „Lebensräume für Jung und Alt“ im Kerngebiet der Stiftung Liebenau, und jeweils eine Wohnanlage in Bregenz und in Südtirol. „Meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Es war immer spannend. Ich werde genau beobachten, wie es sich weiterentwickelt“, drohte er lachend den knapp 40 Gästen, darunter, neben weiteren Ehrenzeichenträgern und Führungskräften, zur großen Freude von Gerhard Schiele auch viele Gemeinwesenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.
 

 

 

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