Mannschaft formierte sich erst kurz vor Abfahrt
Als südwestdeutscher Meister hatte sich das Ravensburger BBW für das Turnier qualifiziert. Die Vorbereitung gestaltete sich allerdings schwierig: Mehrere Spieler der erfolgreichen Qualifikationsmannschaft standen nicht mehr zur Verfügung, sodass die endgültige Besetzung erst drei Tage vor der Abfahrt feststand. Ganz spontan entstand unter der Leitung von Simon Wiedemann und Stefan Ott (beide Erzieher im BBW Ravensburg) ein Team, das sich durch Zusammenhalt und Einsatz auszeichnete.
Mit physischer und psychischer Stärke ins Finale
Nach einem durchwachsenen Start steigerte sich die Mannschaft im Turnierverlauf deutlich und schloss die Vorrunde unter elf teilnehmenden Berufsbildungswerken als Zweiter ab. Im Halbfinale gegen Neckargemünd bewiesen die Ravensburger Nervenstärke und setzten sich nach einem 0:0 mit 2:1 im Neunmeterschießen durch. Das Finale gegen Gastgeber Berlin entwickelte sich zum Krimi. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2. Erst im anschließenden Neunmeterschießen und dort erst nach dem sechsten Schützen fiel die Entscheidung zugunsten der Berliner.
Deutscher Vizemeister: Für die kurzfristig zusammengestellte Ravensburger Mannschaft ist der zweite Platz ein großartiger Erfolg, den das Team entsprechend stolz und ausgelassen feierte. Nach der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2019 ist es das zweitbeste Turnierergebnis in der Geschichte des Berufsbildungswerks Adolf Aich.

