Simultanübersetzung
Insgesamt wurden rund 50 Kopfhörer verteilt, sodass Menschen, die sonst oft ausgeschlossen sind, weil politische Sprache häufig kompliziert ist, Teilhabe ermöglicht wurde. Die simultane Übersetzung in Leichter Sprache durch Anne Leichtfuß sollte ein starkes Signal für demokratische Teilhabe setzen, da Menschen nicht warten müssen, bis ein Text später vereinfacht wird. Sie können direkt folgen, mitdenken, Fragen stellen und diskutieren.
„Kulturraum Lindau“ als Mitveranstalter
Die Wahlveranstaltung war eine Kooperation des Kulturraums Lindau mit Kolumna, dem lokalen Nachrichtenmagazin aus Lindau. Unterstützt wurde sie von Aktion Mensch. Der Kulturraum Lindau ist eine Zusammenarbeit der Stiftung Liebenau mit der Pfanne e.V. Ihr Ziel: kulturelle Angebote im Landkreis zu stärken, die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar zu machen und aktiv zu fördern. Mit einer Vielzahl an Angeboten soll er zudem ein Ort der Begegnung und des künstlerischen Austausches für alle werden: Menschen mit und ohne Behinderungen, Alleinerziehende, Jugendliche aus unterschiedlichen Herkunftsländern, Senioren. Konzerte einer inklusiven Band, Singen am Vormittag, Ausstellungen, Angebote für Senioren und Theaterkurse laufen dort bereits. „Das Herzstück des Projekts ist eine Theatergruppe, die in Kooperation mit dem Kannwas Kollektiv läuft“, so Mona Sautier, Kulturmanagerin und seitens der Stiftung Liebenau und Verantwortliche für den Kulturraum.
Kulturraum offen für alle
Der Kulturraum ist offen für alle. Jeder kann seine Talente und Ideen einbringen, solange sie den dem Ziel der Teilhabe für alle entsprechen. So gibt es Spieleabende, ein offenes Wohnzimmer, Yoga oder einen Strickkurs. Auch griechische Volkstänze, Collagen erstellen oder eine französische „Auszeit“ stehen auf dem Programm. Angela Königer, Leiterin der Ambulanten Dienste Lindau, hofft, dass noch mehr Menschen mit Assistenzbedarf den Weg in die Neugasse zum Kulturtreff finden. „Wer einmal hier war, kommt immer wieder gerne. Wir wünschen uns, dass wir bald gar nicht mehr von einem inklusiven Treffpunkt sprechen müssen, weil das Normalität geworden ist.“
