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1550 Jahre Erfahrung, Beziehungsarbeit und Zuwendung

Meckenbeuren/Liebenau – Bei der diesjährigen Jubilarfeier der Liebenau Teilhabe wurden 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre langjährige Verbundenheit geehrt – mit Dienstzeiten zwischen 15 und beeindruckenden 40 Jahren. Zusammen bringen sie 1550 Jahre Engagement für Menschen mit Unterstützungsbedarf mit. Zudem wurden 15 Beschäftigte in den Ruhestand verabschiedet.

Ein Gruppenfoto der Jubilare und Jubilarinnen.

Langjährige Mitarbeitende und Ruheständler der Liebenau Teilhabe werden gebührend geehrt.

Im Liebenauer Gallussaal herrschte eine entspannte und fröhliche Atmosphäre, als Christian Kiebler, Mitglied der Geschäftsführung, die Gäste begrüßte. Dort kamen Menschen aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammen: von Heilerziehungspflege über Hauswirtschaft und Verwaltung bis hin zu Ambulanten Diensten, Arbeitserziehung, Pflegedienstleitung und Haustechnik. Viele freuten sich, Kolleginnen und Kollegen einmal außerhalb des Arbeitsalltags zu treffen und sich auszutauschen.

 

Langjährige Verbundenheit und gelebtes Vertrauen

In seiner Ansprache betonte Kiebler, dass reine Zahlen kaum ausdrücken können, was die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem Dienstgeber – und vor allem mit den anvertrauten Menschen – wirklich bedeutet. Es seien die vielen Gespräche, das gemeinsame Arbeiten, die geteilten Herausforderungen und das tägliche Miteinander, die das Wirken der Teams so wertvoll machten.

 

Beziehungsgestaltung als Kern professioneller Arbeit

Eine professionelle und tragfähige Beziehungsarbeit spielt eine Schlüsselrolle in der Assistenz von Menschen mit Behinderungen, so Kiebler weiter. Kiebler zitierte aus der PINO-Studie, die die Wirkfaktoren in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und herausforderndem Verhalten untersuchte: Die Beziehungsgestaltung wird als wichtigster Wirkfaktor pädagogischer Maßnahmen und Hilfen angesehen. Ihre Wirkung entfaltet sich erst in Verbindung mit einem authentischen Interesse an Zuwendung und Interaktion.“ Hinter der langjährigen Verbundenheit der Jubilare und berenteten Mitarbeitenden mit der Liebenau Teilhabe stecken also vor allem Kontinuität und Vertrauen in der Beziehungsgestaltung mit den uns anvertrauten Menschen.

 

Rätselspaß und Filmquiz

Für heitere Momente sorgte MAV-Vorsitzender Arnold Fuchs. Anhand selbstgezeichneter Karikaturen – die an den Stil von Tino Bomelino erinnern – stellte er humorvolle Fragen zum Arbeitsalltag: Wie viele Kilometer Flure wurden wohl im Laufe der Jahre geputzt? Wie viele Beratungsgespräche führten die Fachdienste? Wie viele Kilometer wurden Rollstühle geschoben – und wie viele Windeln gewechselt? Exakte Antworten gab es zwar nicht, aber dafür viel Gelächter im Saal. Anschließend veranstaltete Hermann Engbers, Bereichsleitung im Fachzentrum Liebenau und Haus St. Stefan in Hegenberg, ein Filmquiz. Anhand eines einzigen Fotos sollten die Gäste Filmtitel und Erscheinungsjahr erraten – und bewiesen dabei großen Ratespaß.

 

Gemütlicher Ausklang

Nach der Übergabe der Urkunden klang der Abend in geselliger Runde aus. Beim reichhaltigen Buffet nutzten viele die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen auszutauschen und auf die gemeinsame Zeit bei der Liebenau Teilhabe zurückzublicken.

 

 

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