„Ich lerne gern“
Rosa Malsam ist gelernte Kinderkrankenschwester und ein aufgeschlossener Mensch. „Ich lerne gern“, sagt sie über sich selbst. Dieses Interesse an Neuem hat sie ihr ganzes Berufsleben begleitet. Ihre Ausbildung und ihr erstes Berufsjahr als Fachkraft absolvierte sie im damaligen Kinderkrankenhaus St. Nikolaus in Ravensburg, das unter der Leitung des Klosters Reute stand. „Schon damals dachte ich mir, dass ich auch noch etwas anderes kennenlernen sollte“, berichtet Malsam. Sie wechselte ins St. Meinrad in die Altenpflege. „Ich wollte eigentlich nur ein Jahr bleiben, um hineinzuschnuppern. Aber es war hier so toll, dass ich dachte: Ich bleibe noch ein bisschen länger.“ Daraus wurden inzwischen mehr als 30 Jahre.
Die Begeisterung bleibt
„Wir waren ein junges Team, hatten die gleiche Wellenlänge und sind in der Arbeit aufgegangen. Wir malten mit den Bewohnern Ölbilder für eine Ausstellung und bastelten in unserer Freizeit für einen hausinternen Weihnachtsmarkt. Wir durften frei und selbstständig arbeiten. Das war für mich etwas ganz Neues nach der Hierarchie, die ich damals im Krankenhaus erlebt hatte“, erzählt sie rückblickend. Natürlich haben sich die Zeiten seither geändert – und damit auch die Anforderungen an ihren Beruf. „Jetzt ist die Arbeit fachlicher und digitaler“, erklärt die 53-Jährige. An der Begeisterung daran hat sich dadurch nichts geändert. „Ich arbeite gerne in der Altenpflege. Man muss sich auf die Menschen einstellen und begleitet sie oft jahrelang bis zum Lebensende. Diese Bezugspflege gefällt mir.“
Viele Entwicklungen erlebt
Seit März 1995 arbeitet Rosa Malsam nun schon im Haus der Pflege St. Meinrad. Seitdem hat sie alle Entwicklungen des Hauses miterlebt, aktiv mitgestaltet und sich dabei auch selbst beruflich immer weiterentwickelt. Sie arbeitete in den ersten Jahren noch im damaligen Altbau, bis im Jahr 2005 das jetzige Gebäude als Neubau eröffnet wurde. An den Umzug erinnert sich Rosa Malsam noch gut: „80 Bewohnerinnen und Bewohner sind innerhalb eines Tages vom Altbau in den Neubau umgezogen. Das war ein Kraftakt. Aber es hat alles geklappt.“
Offen für Weiterbildungen
Schon vor diesem Umzug, aber auch danach, eignete sich Rosa Malsam immer mehr Fachkompetenzen an. Sie machte Weiterbildungen in Gerontopsychiatrie, als Wohnbereichsleitung und Pflegedienstleitung und später auch noch in Palliativ Care. „Das Schöne ist, dass man bei der Stiftung Liebenau wunderbar Fortbildungen machen kann. Da wurden mir keine Grenzen gesetzt“, erklärt sie.
Große Vielfalt an Aufgaben
Parallel dazu übernahm Rosa Malsam immer wieder neue Aufgaben. Gleich nach der Eröffnung des Neubaus baute sie den Wohnbereich Demenz auf und leitete ihn mehrere Jahre bis zum Beginn ihrer Elternzeit im Jahr 2011. Als ihre beiden Kinder noch klein waren, bildete sie Betreuungsassistentinnen und -assistenten aus. 2017 kehrte sie in Teilzeit ins Haus St. Meinrad zurück und übernahm die Einrichtungsinterne Qualitätsentwicklung (EQE). Zusätzlich war sie auch einige Jahre lang stellvertretende Pflegedienstleistung. „Ich bin immer so reingerutscht“, sagt Malsam über ihre vielfältigen Einsatzbereiche.
Immer was Neues
Derzeit ist sie weiterhin für die EQE verantwortlich und kümmert sich zusammen mit einer Kollegin um die Praxisanleitung der Pflegeschülerinnen und -schüler. Dieses konzeptionelle Arbeiten und ihre beratende Funktion gefallen ihr. Mal geht’s um Fragen der Pflege, mal um die Gestaltung des Zimmers für einen neuen Bewohner, mal um das Erarbeiten von Vorschlägen oder Konzepten, mal um das Einarbeiten einer neuen Mitarbeiterin, mal um die Seelsorge oder um die Organisation eines Fortbildungstages. „Es gibt so vieles, für das ich zuständig bin. Und es kommt immer wieder etwas Neues dazu. Genau das gefällt mir“, sagt sie begeistert – und man sieht es ihr an.
