Fachkräfte sind Gold wert
Zwei Personen mit Einschränkungen aus der Stiftung Liebenau berichten, wie wichtig die Fachkräfte persönlich für sie sind. Eine davon ist Irmgard Weiland. Sie lebt seit vielen Jahren in ihrer eigenen Wohnung in Tettnang und wird von Sophia Matheis, Sozialarbeiterin der Ambulanten Dienste, begleitet. Für Weiland ist die Unterstützung durch Heilerziehungspflegerinnen, Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter oder Heilpädagoginnen nicht nur hilfreich, sondern essenziell. „Ohne Fachkräfte wären wir verloren“, sagt Weiland. „Sie sind Ansprechpartner, Trösterinnen, Zuhörende, Ratgeber – und manchmal auch Streitschlichter. Sie sind Gold wert und verschönern uns das Leben!“
Unterstützung im Alltag
Auch Roland Huber aus dem Gemeindeintegrierten Wohnen in Tettnang berichtet aus seinem Alltag: „Sie begleiten mich zu Arztbesuchen oder zu meiner Bank. Manchmal planen wir gemeinsam den Urlaub, und jeden Tag helfen sie mir beim Anziehen meiner Strümpfe.“ Besonders schätzt er jedoch, dass „sie voll gechillt sind.“ Und er freut sich mit Heilerziehungspfleger Mike Vetter auch einen männlichen Begleiter zu haben: „Unter Männern kann man manches einfach anders besprechen.“
Allrounder sind gefragt
Mike Vetter bestätigt das: „Manchmal ist der Austausch unter Männern leichter – das gehört auch zu unserem Beruf.“ Was seinen Arbeitsalltag so abwechslungsreich mache, sei die Vielfalt der Aufgaben: „Man ist Allrounder. Man erklärt, wie eine Spülmaschine funktioniert, unterstützt im Alltag – und weiß gleichzeitig, wann man Grenzen setzen und Entscheidungen begründen muss.“
Ohne Fachkräfte keine Teilhabe
Bundesweit jedoch verschärft sich der Mangel an Pflegefachkräften in der Eingliederungshilfe weiter. Zahlreiche offene Stellen und Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Auch in der Liebenau Teilhabe. In ihren Social-Media-Kanälen nimmt die Stiftung Liebenau daher die Aktionswoche zum Anlass, die Wichtigkeit von Fachkräften für eine inklusive Gesellschaft aus verschiedenen Blickwinkeln zu schildern.
