Bedürfnisse berücksichtigen
Die Demenzgottesdienste finden im Haus St. Iris nicht nur zu Erntedank statt, sondern werden in regelmäßigen Abständen angeboten. Das Konzept der Demenzgottesdienste ermöglicht es den Bewohnerinnen und Bewohnern, trotz kognitiver Einschränkungen aktiv daran teilzunehmen. Dabei wird gezielt auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmenden eingegangen. So haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, während des Gottesdienstes aufzustehen oder sich frei im Raum zu bewegen. Ebenso steht es ihnen offen, die Veranstaltung jederzeit zu verlassen, falls sie sich überfordert fühlen.
Vertrautheit
Um diesen Menschen größtmögliche Sicherheit und Vertrautheit zu bieten, finden die Gottesdienste jeweils direkt auf den Wohnbereichen statt. Mit einer Dauer von rund 30 Minuten können sie in ihrer gewohnten Umgebung und Tagesstruktur an der Feier teilnehmen, was sonst außerhalb in einem normalen Gottesdienst in einer Kirche so nicht möglich wäre. Am Ende des Gottesdienstes besteht jeweils die Möglichkeit einer Einzelsegnung.
Teilhabe am religiösen Leben
Die Resonanz ist durchweg positiv. „Die ruhige und vertraute Atmosphäre ermöglicht so die Teilhabe unserer Bewohnerinnen und Bewohner am religiösen Leben, zu dem die Stiftung Liebenau sich auch nach wie vor bekennt“, sagt Nadia Pfitzner.
Offen für alle
Damit auch Demenzkranke außerhalb des St. Iris die Möglichkeit bekommen, an einem solchen Gottesdienst teilzunehmen, wird es im kommenden Jahr einmal einen offenen Demenzgottesdienst geben. Infos dazu folgen vorab im Gemeindeblatt Eriskirch.
