Vielfältige Akteure im Dialog
St. Georgens Bürgermeister Michael Rieger begrüßte die Gäste und zeigte sich erfreut über das große Interesse an dem Thema. Unter den Teilnehmenden waren neben Sozialdezernentin Silke Zube und Sozialplaner Wolfgang Hauser auch Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen sowie Mitglieder des Lions Clubs. Durch den Abend führte Roland Brauner. Für das leibliche Wohl sorgten weitere Unternehmer und Lions Club Mitglieder.
Soziale Verantwortung als gemeinsame Aufgabe
Für spannende Impulse aus der Praxis sorgten Sebastian Merkle von der Baugenossenschaft Familienheim, Dominik Beck von der Firma Maico sowie Nicole Kratt vom FTG Triberg. In den anschließenden Gesprächen wurde deutlich: Soziale Verantwortung ist eine Aufgabe, die alle gesellschaftlichen Akteure betrifft. Die Referierenden waren sich einig, dass inklusive Beschäftigung weit mehr ist als ein sozialer Beitrag. Wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, profitieren alle Beteiligten. Unterschiedliche Perspektiven fördern Kreativität und Teamgeist, stärken das Zugehörigkeitsgefühl und tragen zu einem positiven Arbeitsklima bei. Inklusion wird damit zu einem Gewinn sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen.
Der Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Dass der Übergang von Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt oft Zeit und individuelle Unterstützung benötigt, betonte Barbara Reichstein, Regionalleiterin Schwarzwald-Baar-Heuberg der Stiftung Liebenau. „Der Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ist meist ein Prozess, der sorgfältig vorbereitet werden muss“, erklärte Reichstein. Dazu gehören der Aufbau von Kontakten zu Unternehmen, die genaue Analyse der Fähigkeiten, Interessen und beruflichen Wünsche der Beschäftigten sowie die Suche nach passenden Einsatzmöglichkeiten. Ebenso wichtig sei es, die Betriebe bei Fragen zu begleiten und mögliche Vorbehalte abzubauen.
Auftragsarbeiten
Doch auch Auftragsarbeiten, die Unternehmen an Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) vergeben, verbinden wirtschaftliche Interessen mit sozialer Verantwortung. Sie schaffen Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, fördern Inklusion und bieten Unternehmen gleichzeitig einen zuverlässigen Partner sowie finanzielle Vorteile. Dadurch entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Mehrwert für alle
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gelingen kann, wenn Unternehmen, Kommunen und soziale Träger gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die zahlreichen Diskussionen und Praxisbeispiele zeigten, dass die Bereitschaft dazu in der Region vorhanden ist – und dass Inklusion nicht nur gesellschaftlich wichtig ist, sondern für alle Beteiligten einen echten Mehrwert schafft.

