Den Wind im Gesicht spüren
Schon die ersten Probefahrten sorgten in beiden Einrichtungen für spürbare Begeisterung. Die Bewohnerinnen und Bewohner warteten teilweise seit Wochen gespannt auf die neuen Fahrzeuge – und wurden nicht enttäuscht. Sobald die Rikscha und das Dreirad startklar waren, nutzten viele die Gelegenheit zu kleinen Ausfahrten rund um die Häuser. Dabei zeigte sich schnell, wie wertvoll die neuen Möglichkeiten sind: Wind im Gesicht spüren, an blühenden Hecken vorbeifahren oder den vertrauten Ort aus einer neuen Perspektive zu sehen. Besonders die Reaktionen von Bewohnerinnen und Bewohnern, die kaum noch eigenständig mobil sein können, waren deutlich: Einige lachten laut auf, andere zeigten gerührt auf Dinge, die sie der Entfernung wegen lange nicht mehr gesehen hatten: das alte Wegkreuz, den Spielplatz, den Bach am Ortsrand. Ein Bewohner, der seit langem größere Strecken nicht mehr bewältigen konnte, fasste es so zusammen: „Das ist wie Urlaub für mich.“
Spontane Aktionen möglich
Begleitet werden die Ausfahrten jeweils von geschulten Mitarbeitenden, die im Vorfeld ausführlich in die Technik und Fahrweise eingewiesen wurden. Durch den kräftigen Elektromotor lassen sich auch längere Wege bequem bewältigen – ein Vorteil, der Ausflüge in die nähere Umgebung ermöglicht. Damit werden gemeinsame Aktivitäten leichter planbar: vom Besuch im Ort über spontane Rundfahrten bis hin zu kleinen Nachmittagsausflügen bei gutem Wetter.
Radius erweitert sich erheblich
Für die Einrichtungen ist die neue Mobilität mehr als ein technisches Hilfsmittel: Sie stärkt Gemeinschaft, fördert soziale Kontakte und erweitert den Radius der Bewohnerinnen und Bewohner des GIW in Ravensburg und des Haus St. Josef im Fachzentrum Liebenau erheblich. Die von Aktion Mensch geförderten neuen Fahrzeuge eröffnen nicht nur neue Wege der Mobilität, sondern schenken den Menschen auch Momente der Freiheit, Freude und Selbstbestimmung im Alltag.
