Investitionen in die Zukunft
„Wir haben wirtschaftlich solide abgeschlossen. Das ist keine Selbstverständlichkeit angesichts der hohen Belastungen der vergangenen Jahre. Es zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Personalgewinnung, die konsequente Weiterentwicklung unserer Strukturen und ein vorausschauendes Finanzmanagement Wirkung entfalten“, sagt Dr. Markus Nachbaur. „Das Ergebnis gibt uns die Möglichkeit, weiter konsequent in unsere Mitarbeitenden, unsere Dienste und Einrichtungen, die Digitalisierung zu investieren, um die Versorgung und Betreuung auch in Zukunft zu sichern.
Rund 10380 Mitarbeitende
Mit inzwischen mehr als 10 380 Mitarbeitenden im Stiftungsverbund mit der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und zahlreichen Bau- und Modernisierungsprojekten gehört die Stiftung Liebenau mit 133 Standortkommunen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Bulgarien und der Slowakei zu den größten Sozialunternehmen Süddeutschlands. Neue Pflegeeinrichtungen, Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen, moderne Arbeitsplätze und digitale Infrastruktur sind Ausdruck einer stabilen Entwicklung, die langfristig angelegt ist. Allein im vergangenen Jahr investierte die Stiftung rund 89 Millionen Euro. Die Erlöse des gesamten Verbundes beliefen sich auf rund 727 Millionen Euro, der Personalaufwand betrug 414 Millionen.
Sozialreformen: Mittel effizient einsetzen
Gleichzeitig versteht sich die Stiftung als Impulsgeberin für die Weiterentwicklung des Sozialstaats. Der Vorstand betont, dass grundlegende Änderungen in den Sozialwerken notwendig sind, um diese auch in Zukunft leistungsfähig zu halten. Vorstand Dr. Berthold Broll: „Unser Sozialsystem braucht viel weniger Regulierung, mehr Vertrauen in die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Einrichtungen und eine konsequente Ausrichtung auf die Menschen, die Unterstützung benötigen. Die vorhandenen Mittel müssen effizient eingesetzt werden und bei den Menschen ankommen.“
Eigene Reformvorschläge
Mit ihrem sozialpolitischen Thesenpapier hatte die Stiftung ihre Reformvorschläge bereits frühzeitig in die politische Diskussion eingebracht. Sie setzt sich unter anderem für den Abbau von Überregulierung, eine stärkere Fokussierung von Unterstützungsleistungen auf besonders hilfebedürftige Menschen, mehr Eigenverantwortung sowie eine bessere Verzahnung der verschiedenen Bereiche des Sozial- und Gesundheitswesens ein.
Zukunft nicht verwalten, sondern gestalten
„Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen dürfen wir Zukunft nicht verwalten, sondern müssen sie gestalten“, betonen die beiden Vorstände. „Deshalb investieren wir konsequent in Menschen, Innovationen und gute Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist eine soziale Infrastruktur, die auch morgen leistungsfähig, verlässlich und menschlich bleibt.“
Ausblick
Das größte Projekt in den kommenden Jahren wird der Umbau des vor rund 50 Jahren als Kinderdorf gebauten Hegenbergs. Hier investiert die Stiftung Liebenau in den kommenden Jahren allein rund 40 Millionen Euro um den traditionsreichen Großstandort zu einem Fach- und Kompetenzzentrum für Menschen aller Altersstufen mit komplexem Hilfebedarf auszubauen.

