Ausbildungsdauer:
Regelausbildung 24 Monate, BBW 36 Monate, Umschulung 16 Monate
Ausbildungsart:
Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Lernorte:
Ausbildungsbetrieb und Berufsschule
Berufstyp:
Anerkannter Ausbildungsberuf
Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick:
Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik stellen in Serien- oder Einzelfertigung Bauteile bzw. funktionsfähige Baugruppen her, z.B. für den Maschinen- oder Fahrzeugbau. Dabei setzen sie konventionelle oder computergesteuerte Fräs-, oder Drehmaschinen ein. Die geeigneten Werkzeugmaschinen und Werkzeuge wählen sie anhand detaillierter Arbeitsanweisungen aus. Beispielsweise bringen sie mithilfe von Fräsmaschinen Werkstücke auf die gewünschte Länge und Stärke, arbeiten Profile und Aussparungen ein und stellen durch Ausfräsen Bohrungen her. Sie bearbeiten auch die Oberflächen von Fahrzeug- oder Maschinenbauteilen. Vor dem jeweiligen Arbeitsgang legen sie die Arbeitsfolge und Schnittwerte fest und stellen die Maschinen ein. Halbzeuge werden in Maschinenschraubstöcken oder Vorrichtungen gespannt und ausgerichtet. Die Fertigungsteile werden an den Maschinen bearbeitet und der Fertigungsprozess überwacht. Die hergestellten Teile werden gemäß Zeichnungsvorgabe hinsichtlich der Maßhaltigkeit gemessen und der Oberflächengüte geprüft.
Einsatzgebiete/Beschäftigungsbetriebe:
Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik finden Beschäftigung in Betrieben der Metallbearbeitenden Industrie, zum Beispiel Drehereien, im Maschinen-, Geräte- oder Fahrzeugbau und in Metallbaubetrieben.
Arbeitsorte:
Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik arbeiten in erster Linie in Werkstätten, Fertigungs- und Maschinenhallen.
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.
Anforderungen:
- Sorgfalt, zum Beispiel beim Einstellen der Fertigungsparameter, wie beispielsweise Schnittgeschwindigkeit oder Zustelltiefe
- handwerkliches Geschick, zum Beispiel beim Einrichten der Werkzeugmaschinen und Vorrichtungen, beim Ausrichten und Einspannen von Rohlingen
- Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit, zum Beispiel beim Überwachen des Zerspanungsprozesses
- technisches Verständnis, zum Beispiel für das Einstellen von CNC gesteuerten Maschinen
Schulfächer:
Werden unter anderem in Arbeitsplanung, Technologie-Praktikum, Technische Mathematik und Technologie eingeteilt. Zum Beispiel:
- Bearbeiten von Werkstücken mit spanabhebenden Fertigungsverfahren; technisches Zeichnen
- Beurteilen von Werkstoffeigenschaften
- Berechnen von Fertigungsparametern wie Schnittgeschwindigkeit oder Maschinendrehzahl