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20 Jahre Gemeindeintegriertes Wohnen in Wangen

Wangen - Rund 100 Gäste feierten bei bestem Wetter das 20-jährige Jubiläum des Gemeindeintegrierten Wohnens (GIW) der Stiftung Liebenau in Wangen. Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden waren auch Angehörige, gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer und Freundinnen und Freunde eingeladen. Besonders erfreulich: Auch einige ehemalige Mitarbeitende aus der Anfangszeit nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Viele Personen unter Sonnenschirmen bei einem Fest.

Fröhliche Stimmung beim Fest des GIW Wangen

Ein Mann und eine Person im Rollstuhl tanzen.

Einrichtungsleiter Klaus Krebs tanzt mit einer Bewohnerin.

Ein Gebäude von außen.

Seit 20 Jahren steht das Gemeindeintegrierte Wohnen in Wangen für selbstbestimmtes Leben mitten im Sozialraum.

Dank und Wertschätzung für gelebte Gemeinschaft

Klaus Krebs, der von Beginn an dabei war – zunächst zehn Jahre als Mitarbeiter und anschließend als Einrichtungsleiter – begrüßte die Gäste. In seiner Ansprache dankte er seinem Team für den unermüdlichen Einsatz: „Nur so können wir für Menschen mit Unterstützungsbedarf eine echte Gemeinschaft erlebbar machen.“ Von den insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohnern leben neun bereits seit der Gründung im GIW. Sie wurden im Rahmen der Feier mit einer Ehrenurkunde für ihre 20-jährige Zugehörigkeit zur Hausgemeinschaft ausgezeichnet.

 

Visionäres Konzept von Anfang an

Bernhard Hösch, heute Bereichsleitung für Standortentwicklung und Regionalisierung, war damals Projektleiter in Wangen und Einrichtungsleiter der ersten Stunde. Er erinnerte daran, dass die Ausrichtung an den individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen von Menschen mit Behinderungen bereits vor 20 Jahren im Mittelpunkt stand. „Ein zentrales Element des heutigen Bundesteilhabegesetzes – die Personenzentrierung – wurde hier schon früh umgesetzt“, erklärte Hösch. So konnten interessierte zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner bereits im Rohbau das Gebäude besichtigen und selbst entscheiden, ob sie dort einziehen möchten. „Das Leben in Wangen war von Anfang an so selbstbestimmt wie möglich. Die Sozialraumorientierung ist bis heute ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts.“

 

Segen und Begleitung in allen Lebensphasen

Florian Müller vom pastoralen Dienst spendete im Rahmen des Jubiläums den Segen für alle, die im Haus leben und arbeiten. Dabei ging er durch alle Räume und erneuerte den vor 20 Jahren erteilten Segen. „Er ist im vergangenen Jahr zu einem engen Vertrauten geworden“, berichtete Krebs. „Bei Abschieden innerhalb unserer Hausgemeinschaft hat er uns mehrfach sehr zugewandt und in einer für alle verständlichen Sprache begleitet.“ Seit einigen Jahren ist in Wangen auch eine palliative Versorgung möglich. So konnten im vergangenen Jahr bereits drei Bewohnerinnen und Bewohner im vertrauten Umfeld und begleitet von bekannten Bezugspersonen im Haus ihren letzten Lebensweg gehen.

 

Musik, Begegnung und gute Stimmung

Auch für das leibliche Wohl der Gäste war bestens gesorgt: Bei Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem kamen alle in entspannter Atmosphäre miteinander ins Gespräch. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Partyband „Seefeuer“ mit bekannten Hits und Schlagern. Es wurde geklatscht, gesungen und getanzt – ein rundum gelungenes Fest, das die lebendige Gemeinschaft im Gemeindeintegrierten Wohnen eindrucksvoll widerspiegelte.

 

 

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