Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>

Antje Rommelspacher zu Besuch bei den Grünen Betrieben und in der St. Lukas-Klinik

Meckenbeuren – Bei der Besichtigung der St.-Lukas-Klinik sowie des Gemüse- und Zierpflanzenanbaus sowie des Obstbaus am Stammsitz in Liebenau gewann die CDU-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Ravensburg-Tettnang Eindrücke über die Arbeit in gleich mehreren Bereichen. In den Gesprächen mit den Stiftungsverantwortlichen standen die Themen Ausbildung, Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen und Bürokratieabbau im Zentrum.

Mehrere Menschen stehen in einem Kreis und unterhalten sich

Die Mitglieder der CDU-Ortsverbände Meckenbeuren und Tettnang informierten sich über die Produktion sowie die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten der Grünen Betriebe.

Vier Personen lächeln freundlich in die Kamera

Antje Rommelspacher (zweite von links) sprach über die Themen, Ausbildung, Bürokratieabbau sowie die St. Lukas-Klinik mit Stiftungsvorstand Dr. Berthold Broll (erster von links), Alfons Ummenhofer, Geschäftsführer der St. Lukas-Klinik (zweiter von rechts) und Ulrich Kuhn von der Stiftung Liebenau (erster von rechts).

Ausbildung als Schlüssel gegen den Fachkräftemangel

In den Grünen Betrieben der Stiftung Liebenau spielt die eigene Ausbildung eine wichtige Rolle. Philip Kling, Geschäftsführer der Grünen Betriebe, und Daniel Assfalg, Bereichsleiter der Grünen Betriebe, begrüßten Antje Rommelspacher und die Mitglieder der CDU-Ortsverbände Meckenbeuren und Tettnang in der neuen Verarbeitungshalle des Gemüseanbaus, die auch mit Landesmitteln gefördert wurde. „Neben den Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen legen wir auch großen Wert auf die Ausbildung“, erläuterte Kling und Assfalg fügte hinzu: „95 % unserer Auszubildenden kommen auf dem ersten Arbeitsmarkt unter.“

 

Anschließend stellte Alfons Ummenhofer, der Geschäftsführer der St. Lukas-Klinik, die Arbeit sowie das Versorgungs- und Angebotsspektrum der Klinik in der medizinischen Versorgung von Menschen mit Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten vor. In Verbindung mit dem sozialtherapeutischen Heim sowie der ambulanten und stationären psychiatrischen Versorgung verschiedener Altersgruppen profitieren die Klientinnen und Klienten einerseits von der multiprofessionellen Zusammenarbeit. „Andererseits macht die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams die Berufe attraktiver“, so Ummenhofer. Dies zeige sich auch in den stabilen Ausbildungszahlen der vergangenen Jahre. „Ausbildung ist immer noch ein Hauptweg in der Personalgewinnung.“

 

„Die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stiftung Liebenau für Menschen mit und ohne Einschränkungen sind sehr vielfältig,“ fasste Rommelspacher ihre Eindrücke zusammen. „Wir setzen uns für eine Stärkung der dualen Ausbildung ein, denn sie sind der Pfeiler einer starken Wirtschaft in Baden-Württemberg.“

 

Internistische Versorgung sichern

Auf der internistischen Station wies Ummenhofer aus aktuellem Anlass auf die Herausforderungen bei der künftigen Aufrechterhaltung dieser Leistung im Lichte der laufenden Krankenhausreform auf Bundesebene hin. „Um dieses von vielen Seiten als notwendig angesehene Angebot als wichtigen Teil unseres stark vernetzten Angebots hier fortführen zu können, muss das Land bei der Krankenhausreform in Berlin darauf hinwirken, dass solch spezialisierte Angebote für Menschen mit Behinderungen auch künftig möglich bleiben“, appellierten er und Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, an die Kandidatin.

 

Bürokratieabbau als Voraussetzung für verlässliche Versorgung

Broll machte darüber hinaus an der hohen Dichte an Regelungen und Vorgaben im Klinikbetrieb deutlich, dass im gesamten Sozial- und Gesundheitsbereich tiefgreifende strukturelle Veränderungen notwendig sind, um eine verlässliche Versorgung und Betreuung langfristig sicherzustellen. Die Pflege, die Eingliederungshilfe, der Bildungsbereich litten unter Überregulierung, die Prozesse unnötig kompliziere. „Wir müssen Dinge vereinfachen, sonst gefährden wir die Versorgung“, so Broll. Die Stiftung Liebenau plädiert daher für mehr Pragmatismus und weniger Dogmatismus in der Praxis, für Mindeststandards, flexible Leistungsbudgets und mehr Handlungsspielraum – und vor allem für mehr Vertrauen in die Handelnden vor Ort.

 

Antje Rommelspacher sprach sich für ein schrittweises Vorgehen aus: „Um beim Bürokratieabbau wirklich voranzukommen, sollte die One-in-one-out-Regel auch für den Sozialbereich noch stärker im Blick der Politik und der Verwaltung liegen. Für jede neue Regelung muss eine bereits bestehende Regelung ersatzlos gestrichen werden.“

 

 

Bunt, fachlich fundiert und voller Leben: Erfahren Sie in Interviews und Reportagen mehr über unsere spannende Arbeit in unseren Themendossiers >

 


Pressekontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Siggenweilerstr. 11 
88074 Meckenbeuren 
Telefon +49 7542 10-1181
presse(at)stiftung-liebenau.de