Die Beschäftigten der Liebenauer Arbeitswelten (LAW) nutzten die Gelegenheit, neue Erfahrungen zu sammeln. Die anfängliche Aufregung wich dabei schnell der Freude über die herzliche Aufnahme in den jeweiligen Unternehmen. Für die beteiligten Unternehmen ist der Schichtwechsel eine Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen und die Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung unmittelbar kennenzulernen. Für die Beschäftigten der Werkstätten eröffnet der Tag Einblicke in neue Tätigkeiten und Betriebe. „Der Schichtwechsel ist eine gute Gelegenheit, sich auf Augenhöhe zu begegnen und zu erleben, was Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten leisten“, so Julia Wolf, verantwortlich für die Organisation des „Schichtwechsels“ in den LAW.
Vom Schichtwechsel zum festen Praktikum
Wie nachhaltig ein solcher Perspektivwechsel sein kann, zeigt das Beispiel von Thomas Stöckle. Er nahm bereits im vergangenen Jahr am „Schichtwechsel“ bei Center Parcs Allgäu teil. Aus diesem ersten Kennenlernen entwickelte sich anschließend die Möglichkeit für ein festes Praktikum im Streichelzoo. Dort kümmert er sich heute um die Versorgung der Tiere.
Begegnung macht Inklusion möglich
„Der Schichtwechsel zeigt, dass Inklusion vor allem durch Begegnung entsteht. Wer miteinander arbeitet, lernt sich kennen, entdeckt Gemeinsamkeiten und gewinnt neue Perspektiven“, lautet Wolfs Fazit. Die Stiftung Liebenau freut sich bereits auf den nächsten Schichtwechsel und lädt weitere Unternehmen aus der Region ein, sich zu beteiligen. Interessierte Unternehmen erhalten weitere Informationen bei Julia Wolf, Stiftung Liebenau, Telefon +49 7520 95623101, E-Mail julia.wolf(at)stiftung-liebenau.de
SWR-Team filmt mit
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte beim diesjährigen Schichtwechsel der SWR: Ein Fernsehteam begleitete den Schichtwechsel zwischen dem Center Parcs Allgäu und der WfbM Leutkirch und dokumentierte die Aktion für einen Fernsehbeitrag, der noch am gleichen Tag in den Nachrichten ausgestrahlt wurde. Hier geht’s es zum Beitrag "Schichtwechsel": SWR Aktuell



