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Impulse zum Hören

Der Grund unserer Hoffnung

Es wird am Heiligen Abend sein. Ich wünsche es euch von Herzen. Ihr werdet Kerzen anzünden – das möchte ich gerne. Ihr werdet um den Kerzenschein versammelt die alten Lieder singen. Es wird die Geschichte erzählt werden, ohne die es keine Hoffnung geben kann. Es war einst eine Zeit, da hatte Maria die Hoffnung bereits verloren, obwohl sie guter Hoffnung war. Doch Josef nahm sie auf seinem Esel fort in die alte Heimat, Bethlehem. Es war kein friedlicher Ort. Die gab es nie, friedliche Orte. Es war der Ort seiner Ahnen. Von Generation zu Generation wurde die Hoffnung weitergegeben, es würde Friede werden auf dieser Erde. Die Hoffnung wurde enttäuscht so viele Male. Wie in unseren Tagen.

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: Weihnachtsgruß 2022
Künstlerinnen und Künstler der Kreativwerkstatt Rosenharz; Motiv von Agnes Monninger

Das Anderssein der anderen

Tief durchatmen! Das Anderssein der anderen macht auch im 21. Jahrhundert manchen Menschen, Nationen, Kulturen und Religionen bis heute noch Probleme. Warum eigentlich? Männer und Frauen unterscheiden sich, Ethnien tun es, Religionen und Kulturen sind voneinander verschieden. Warum ängstigen sich so viele Menschen vor der Vielfalt?

 

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: anstifter 1/2022

Der Papst tanzt Tango

Es war ein Traum. Immer wieder träumte ich ihn des Nachts, wenn die Bomben fielen. Er begann immer gleich. Ich hörte die Einschläge der Bomben, fühlte die Schreie der Kinder und weinte mich in den Schlaf. Dann spürte ich, wie es Nacht wurde in meinen Gedanken, und wachte im Traum auf, sah mich aus dem Fenster eines Autos, auf dessen Rücksitz ich saß, auf zerbombte Städte blicken. Ich konnte nicht sehen, durch welche Stadt ich fuhr. Zerbombte Städte sehen immer gleich aus. Schutt, Asche, Dreck, unbewohnbare Häuser und Menschen, die ziellos herumirrten oder zusammengekauert an den Straßenrändern saßen.

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock

Quelle: anstifter 2/2022

Vom Auftanken und Kraft schöpfen

Woher nehmen wir die Kraft in Zeiten immer neuer Herausforderungen und anhaltender Belastungen durch Pandemie, Krieg, Energieknappheit und Inflation? Ich kenne Menschen, die beinahe durchdrehen, andere verfallen in Depressionen und immer wieder fragen Menschen, wie man in solchen Zeiten die Ruhe behält, den Überblick und vor allem, wie man die Hoffnung nicht verliert.

 

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock

Quelle: Anstifter 3/2022

Wir sind … noch nicht am Ende!

Ich habe mich wochenlang, nein monatelang geweigert, diesen Impuls zu schreiben. Ich hatte immer gehofft, der Krieg in der Ukraine wäre beendet, bevor ich mich mit diesen Gedanken befassen sollte. Aber nichts ist beendet. Leid und Schreie des Krieges – oder sollte ich besser schreiben: der Kriege – dringen unaufhaltsam an mein Ohr und lassen mein Herz erstarren. Angst trifft Empörung. Verzweiflung auf ein Gefühl gelähmt zu sein.

 

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: Jahresbericht 2021 (erschienen 2022)

Begegnungen

Es war im September dieses Jahres. Ich traf nach gefühlten zwei Jahren zum ersten Mal wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Klinik, Teilhabe und Pflege. Fachtage zu Haltungsfragen. Das machen wir regelmäßig, aber im September dieses Jahres zum ersten Mal in der vierten Welle der Pandemie.

 

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock

Quelle: Weihnachtsgruß 2021

Künstlerinnen und Künstler der Kreativwerkstatt Rosenharz; Motiv von Renate Hoffmann

Samstagsmorgenroutine

Immer samstags steht er an der Straßenecke vor dem Lebensmittelgeschäft. Ich weiß nicht, wie er heißt, aber wir kennen uns schon ein wenig, weil wir uns oft begegnen – samstags an der Ecke vor dem Lebensmittelgeschäft. Er steht dort, lehnt sich mit dem Rücken an eine Straßenlaterne, neben ihm sein vollgepacktes Fahrrad.

 

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: zeittöne Winter 2021

Blumenstraße 1-17

Es gab eine Zeit, da ging ich liebend gerne in der Blumenstraße 1-17 spazieren. Sie ist keine wirkliche Straße, die Blumenstraße. Sie existiert nur in meiner Fantasie. Aber immer wieder kommen mir Bilder.

 

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: anstifter 3/2021

Über das Leben, wie es in Wirklichkeit ist

Es wird gelebt und gestorben. Es wird geherrscht und beherrscht. Es wird gesungen und gelacht. Unbeschwert liegen wir einander in den Armen im Tanz des Lebens und straucheln und hadern. Wir ziehen Grenzen und grenzen uns ab. Wir überschreiten Grenzen, weil wir Freiheit erspüren wollen und Grenzüberschreitungen die Würze des Lebens sind. Wir sind gesund und sterben doch. Wir sind verzweifelt in Krankheit und erleben Gemeinschaft und Einsamkeit manchmal am selben Tag. Wir sind Menschen auf dem Weg zwischen Geburt und Tod.

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: Jahresbericht 2020 (erschienen 2021)

Auf dem Weg

Erst als es wirklich nicht mehr zu schaffen war, beschlossen wir, Oma ins Pflegeheim zu geben. Rund um die Uhr uns zu kümmern, hatten wir versucht. Waschen, Essen reichen, anziehen, den Tag gestalten: All das wollten wir so lange wie möglich gemeinsam und zuhause tun. Zeit war eine Grenze und Kraft.

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: anstifter 2/2021

Made in Liebenau

Ein Markenzeichen. Ein Versprechen. Ein Anspruch. Eine Herausforderung. Und wunderbare Produkte. Unsere Liebenauer Nähwerkstatt sprudelt vor Kreativität. Sie steht stellvertretend für eine große Zahl fantasievoller, nachhaltiger Produkte. Aber das Versprechen „made in Liebenau“ bezieht sich nicht nur auf eine Produktpalette. Es beschreibt unsere Haltung in der Stiftung Liebenau. Unser Markenzeichen: der Dreiklang aus Menschlichkeit, Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Es ist das Versprechen, dass kein Bereich dominiert, aber auch keiner untergeht in unserem Alltagsverhalten. Aber ist das so?

 

Autor und Sprecher: Prälat Michael H. F. Brock
Quelle: anstifter 1/2021

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