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Gastfamilien bieten Menschen mit Behinderungen ein Zuhause

LANDKREIS RAVENSBURG/BODENSEEKREIS – Zum Familientag lud das Betreute Wohnen in Familien (BWF) der Stiftung Liebenau in den Brauereigasthof Schöre, nach Dietmannsweiler bei Tettnang, ein. Rund 40 Personen nahmen an der Dankeschön-Feier teil. Die Familien und die Betreuten aus dem Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis genossen die Abwechslung und die Begegnungen mit den anderen Familien. 

Familientag des Fachdienstes Betreutes Wohnen in Familien der Stiftung Liebenau: Die Gäste erhielten eine Führung durch die hofeigene Brauerei der Schöre, bevor sie gemeinsam zu Abend aßen. 

Nicht nur symbolhaft in der Mitte: Marianne Maier (Mitte) lebt seit 25 Jahren in der Gastfamilie von Heidi und Friedrich Schmelzer.

Dank für Engagement
„Schön, dass Sie da sind,“ sagte Andreas Liehner, Leiter des Fachdienstes BWF, bei seiner Begrüßung. Er überbrachte Grüße von den Landratsämtern der beiden Landkreise. Dem Dank der Leistungsträger schloss Liehner sich ebenfalls an und hob den persönlichen Einsatz und das große Engagement hervor – in unruhigen, ja gar beunruhigenden Zeiten ganz besonders.

 

Abwechslung und Erlebnistour
In der Schöre erwartete die Gäste dann ein interessantes Programm. Die junge Hofnachfolgerin führte durch die eigene Brauerei und erklärte Interessantes in Sachen Bier: Sie spannte den Bogen von den Zutaten, über die verschiedenen Biere, bis hin zur Lagerung. Das anschließende gemeinsame Abendessen hatte dann Leckereien vom Bauernhof parat sowie das selbstgebrautes Bier und andere Sommergetränke. 

 

Klare Regeln und Humor
Ein besonderer Programmpunkt des Tages waren die Ehrungen: Familie Schmelzer aus Ravensburg hat sich vor 25 Jahren entschlossen, die heute 72-jährige Marianne Maier in ihrer Familie aufzunehmen. Wer sie zusammen sieht, spürt die Verbundenheit und das Vertrauen. Die Fachkraft des BWF, Irene Forster, die die Familie und Marianne Maier begleitet, sagte bei der Ehrung: „Sie haben ein sehr ausgeprägtes soziales Engagement, besonders für benachteiligte Menschen.“ Neben einem großen Herzen zeichne die Familie ein großer pädagogischer Sachverstand aus. Klare Regeln und konsequentes Handeln, aber auch Zivilcourage und Humor gehörten ebenfalls zur Beschreibung. Nicht zuletzt sei die Familie im positiven Sinne streitbar, was für andere Beteiligte nicht immer bequem sei. Die kontaktfreudige Marianne Maier genießt das familiäre Leben, aber auch ihre unabhängigen Aktivitäten, die altersbedingt jedoch deutlich zurückgehen.  

 

Chance für gemeinsames Familienleben
Eine weitere Ehrung gab es für 20 Jahre Zusammenleben: Familie Ried bot einer jungen Frau mit Behinderung, mit ihrer damals vier Wochen alten Tochter, ein Zuhause. BWF-Fachkraft Sabine Axt hob hervor, dass die Familie die junge Frau damals wie eine eigene Tochter aufgenommen und ins Herz geschlossen hatte. Das kleine Kind wurde großgezogen und ihm alles mitgegeben, was es für ein gelingendes Leben brauchte. Die Mutter habe durch das Leben in der Familie die Möglichkeit erhalten, mit ihrer Tochter zusammen sein zu können und sie aufwachsen zu sehen. 

 

Eine Heimat für einen jungen Mann
Geehrt wurde auch Helga Heil, die den heute 24-jährigen Alex mit sieben Jahren bei sich aufgenommen hat. Seit zehn Jahren wird sie inzwischen vom Fachdienst BWF begleitet. Für das Engagement und den Einsatz wurde ihr ebenfalls, wie den beiden anderen geehrten Familien, mit einer Urkunde und einem Geschenk gedankt. Die geehrten Familien stehen beispielhaft für alle Gastfamilien mit ihrem großen Engagement. 

Der Fachdienst Betreutes Wohnen in Familien (BWF) begleitet und berät die Familien kontinuierlich unter Telefon 0751 36633914, E-Mail: andreas.liehner@stiftung-liebenau.de.

 

 

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