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„Werden wir alle Änderungen für diesen Monat ins System eingepflegt bekommen?“ „Der eine Kollege ist drei Wochen im Urlaub, der andere befindet sich auf Fortbildung und wieder sind es Änderungen ohne Ende, die noch alle gepflegt werden müssen, etliche Neueinstellungen und Austritte. Was muss noch im System neu programmiert, eingerichtet oder eingespielt werden, um die aktuellen Tarifänderungen, Inflationsausgleichsprämien sowie ständige Gesetzesänderungen richtig und korrekt abzurechnen?"

 

Fragen, die wir uns Monat für Monat wieder stellen. Was kann optimiert, digitalisiert und generell verbessert werden, um noch effizienter zu arbeiten? Diesen Monat müsste es ruhiger werden: nicht viele Neueinstellungen, keine Besonderheiten – wir müssten gut durchkommen, alles schaffen. Dann kommt doch noch der Anruf: „Wäre es noch möglich den einen Eintritt zu erfassen, damit der Mitarbeiter noch Gehalt bekommt, die Zusage war sehr kurzfristig.“

 

Direkt nach der Monatsabrechnung kurzes Aufatmen, „Yes, alles termingerecht erledigt“, und schon beginnt sich das „Hamsterrad“ erneut zu drehen… Alles wieder auf Anfang. 


Claudia David

Der neue Lehrgang ist nach AZAV-zertifiziert (AZAV= Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) und ist einzigartig in der Region zwischen Bodensee und Stuttgart.

 

„Viele Inhalte dienen der Auffrischung und Ergänzung von bereits vorhandenem Wissen, vieles ist auch neu für ausländische Pflegekräfte, zum Beispiel die Vorschriften zur Pflegedokumentation“, erklärt Carola Merk, Abteilungsleiterin für den Bereich Pflege und Betreuung am Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau, das die Kurse anbietet. Den Praxisteil absolvieren die Pflegekräfte aktuell im Schwerstpflegebereich des Franziskuszentrum Friedrichshafen und auf der Station 21 der St. Lukas-Klinik, die die medizinische Prüfung abnimmt. 

 

Wegen des großen Bedarfs wird es weitere Kurse geben.

Konnten wir uns früher vor Bewerbern kaum retten, müssen wir uns heute verstärkt mit dem Thema auseinandersetzen, wie wir Mitarbeiter gewinnen und binden. Über effiziente Prozesse und ein papierloses Büro haben wir uns früher wenig Gedanken gemacht – heute hält die Digitalisierung Einzug in alle Arbeitsbereiche. Datenschutz, Diversity, Nachhaltigkeit und Automatisierung sind von der Agenda einer Personalabteilung nicht mehr wegzudenken.

 

Es sind wenig Themen, die innerhalb dieser Abteilung über die Jahre konstant geblieben sind – aber die Rolle der Personalabteilung hat sich im Grund nicht verändert. Nicht jeder verbindet seine besten Momente im Leben mit der Personalabteilung. Den ersten Stress hat man wahrscheinlich schon vor dem Vorstellungsgespräch. Der größte Teil unserer Arbeit besteht darin zu vermitteln, zu verwalten, zu organisieren, abzuwickeln und zuzuhören. Wir sind allen gegenüber verpflichtet – Mitarbeitenden, der Unternehmensphilosophie und der Geschäftsleitung.

 

Unsere Tage sind nur begrenzt planbar, wir leben sozusagen „von der Hand in den Mund“ und versuchen, den Spagat hinzubekommen zwischen Mitarbeitenden, Arbeitsrecht und dem vorgegebenen Budgetrahmen. Gute Personaler schaffen den zufriedenstellenden Kompromiss für alle Seiten ohne Ungerechtigkeit.

Die Stiftung Liebenau hat einen Lehrgang für Pflegekräfte aus nicht europäischen Ländern entwickelt. 29 Teilnehmerinnen haben ihn absolviert oder sind noch dabei. Der Hintergrund: In der Regel erhalten Fachkräfte aus Drittstaaten bei der Anerkennung ihrer Ausbildung einen so genannten Defizitbescheid. Dieser kann durch eine mehrmonatige zertifizierte Anpassungsmaßnahme oder eine Kenntnisprüfung ausgeglichen werden.

 

Der neue Lehrgang ist nach AZAV-zertifiziert (AZAV= Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) und ist einzigartig in der Region zwischen Bodensee und Stuttgart. „Viele Inhalte dienen der Auffrischung und Ergänzung von bereits vorhandenem Wissen, vieles ist auch neu für ausländische Pflegekräfte, zum Beispiel die Vorschriften zur Pflegedokumentation“, erklärt Carola Merk, Abteilungsleiterin für den Bereich Pflege und Betreuung am Berufsbildungswerk Adolf Aich der Stiftung Liebenau, das die Kurse anbietet. Wegen des großen Bedarfs wird es weitere Kurse geben.

Mittags um drei. In den Fluren vom Haus St. Iris ist es ruhig. Die Sommerhitze lässt die Bewohnerinnen und Bewohner den Tag eher gemächlich verbringen. Hausleiter Daniel Kamps nimmt sich Zeit, von seiner beruflichen Biografie zu erzählen. Kaum zu glauben, dass der schlanke junge Mann schon fast zwanzig Jahre in der Pflege arbeitet, inzwischen als Haus- und Pflegedienstleiter in dem Haus der Stiftung Liebenau. Wenn der 38-Jährige über die Arbeit für und mit den Seniorinnen und Senioren spricht, leuchten seine dunklen Augen noch mehr. Ob er in seiner Funktion überhaupt noch viel Kontakt zu den Bewohnern habe, bejaht er fast überrascht von der Frage.

 

Wir machen aus allem ein Fest

Als Verantwortlicher habe er nicht nur diverse Pflichten – auch im direkten Kontakt zu den Bewohnern. Vielmehr steht auch seine Bürotür fast immer offen. Besonders dann, wenn Bewohnerinnen und Bewohner im Haus, das rund um einen lichten Innenhof gebaut ist, ihre Runden drehen, schauen sie bei ihm vorbei. Erst unlängst kamen einige noch Tage nach einem Fest im Haus in sein Büro und bestätigten ihm, wie schön es war. Überhaupt: „Wir machen aus allem ein Fest,“ meint Kamps. Sommer – ein Fest. Gibt es Spargel, gibt es ein Fest. Wichtig sei dabei, alle mitzunehmen: vom Azubi über die Betreuerin und Pflegekraft bis zur Hauswirtschaft. Bei 40 Mitarbeitenden eine nicht zu unterschätzende Leistung. Durchaus gebe es im Team auch Reibungen. Dem Einrichtungsleiter ist wichtig, mit allen offen und ehrlich umzugehen, zu diskutieren und zu streiten, aber dabei auch wieder zusammenzufinden. 

 

Ein ganz anderer beruflicher Einstieg

Zunächst machte Daniel Kamps eine ganz andere Ausbildung, nämlich zum Konditorgesellen. „Grundsätzlich ist das ein schöner Beruf.“ Dennoch: „Ich wusste, dass ich nicht Konditor bleiben will.“ Bald nach der Ausbildung kam der Zivildienst. Bis dahin glaubte er, eher eine gewisse Distanz zu Menschen zu verspüren. Nach nur drei Tagen aber war für ihn klar, dass er beruflich mit alten Menschen arbeiten will. Schnell hat er gespürt, dass er ein empathischer Mensch ist. Nach dem Zivildienst absolvierte er dann in derselben Einrichtung die Ausbildung zum Altenpfleger. Der Beginn seines beruflichen Quereinstiegs.

 

Empathie für den Menschen

Die Karriereleiter vor sich hat er da noch nicht gesehen. Geschweige denn, dass er ein „eigenes“ Haus leiten wird. Vielmehr habe ihm ein früherer Vorgesetzter immer wieder Impulse gegeben, etwa die Wohnbereichsleitung zu übernehmen oder auch die Ausbildung zur Pflegedienstleitung zu absolvieren. „Mein früherer Chef hat mich aufgebaut,“ meint Daniel Kamps anerkennend. Seit rund 2,5 Jahren ist er jetzt Hausleiter im Haus der Pflege St. Iris. Für ihn steht die überschaubar familiäre Einrichtung mit 30 Plätzen für eine hohe Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Er und sein Team tun mit Empathie und Zugewandtheit ein Übriges dazu.

Der Kontakt zu Mitarbeitenden, Leitungen und Kollegen in anderen Personalabteilungen lief meist persönlich, telefonisch oder postalisch. E-Mails spielten eine untergeordnete Rolle. Antworten dauerten nicht selten vier bis sechs Tage. Zur elektronischen Datenübermittlung stand ein Fax-Gerät zur Verfügung.

 

Spezielle Personal-Software gab es kaum, außer einem Gehaltsabrechnungsprogramm, einem Finanzbuchhaltungsprogramm und den damals zur Verfügung stehenden MS Office-Anwendungen. Was heute kurz einmal „gegoogelt“ werden kann, musste aufwendig in Büchern oder Ordnern recherchiert werden, um auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und Gesetzgebung zu sein.

 

Personalgewinnung war kein Problem, da es mehr Bewerber als offene Stellen gab. Die Fluktuation und die mit einem Personalwechsel verbundenen Aufgaben waren deutlich weniger.

 

Heidrun Homeister, Martina Müller, Gunther Schmitz

„In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit, sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen.

 

An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich mich immer wenden kann.“

 

Hospitation als Einstieg

Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden.

 

Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an.

 

„Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen. Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit.

Für Jonathan Wolf war immer klar gewesen, dass ihn sein beruflicher Weg in den sozialen Bereich führen würde. Sein Vater war Heilerziehungspfleger, seine Mutter Jugend- und Heimerzieherin. „Ich war schon als Vierjähriger auf dem Spielplatz in Hegenberg“, erzählt er schmunzelnd. Später wurde das Fachzentrum Hegenberg der Stiftung Liebenau zum Dreh- und Angelpunkt seines Berufslebens. Hier absolvierte er ab 1997 sein Vorpraktikum und seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger, hier war er nach dem Zivildienst mehr als 20 Jahre lang in derselben Wohngruppe tätig.

 

Eintönig geworden sei dies nie. „Ich musste keine Veränderung suchen, die Veränderungen kamen zu uns“, berichtet Jonathan Wolf. Als er in Hegenberg anfing, seien die Bewohnerinnen und Bewohner seiner Gruppe im Durchschnitt 30 Jahre alt gewesen, viele davon pflegebedürftig. Zwei Jahrzehnte später lebten in derselben Wohngruppe ausschließlich Mädchen im Alter von 9 bis 20 Jahren. „Wir hatten einen stetigen Wandel. Das war hochspannend“, sagt er.

 

In dieser Zeit engagierte er sich auch auf anderen Ebenen innerhalb der Stiftung Liebenau. Von 2006 bis 2022 gehörte er der Mitarbeitervertretung an. Zudem war er ab 2015 als sogenannter Key User berechtigt, ein EDV-Programm für Dienstpläne zu bedienen. Zuletzt war er Teamleiter seiner Wohngruppe. All diese Erfahrungen kamen ihm zugute, als er sich 2020 für einen Wechsel entschied. „Die Stiftung Liebenau suchte damals einen Mitarbeiter, der die Arbeitsabläufe von Wohngruppen kennt und eine gewisse EDV-Affinität mitbringt“, berichtet er. Es ging um die Einführung von Vivendi PD, einer Software zur Planung und Dokumentation von Pflege und Betreuung. „Das hat mich interessiert. Ich wollte eine neue Aufgabe, aber im sozialen Bereich bleiben.“


Mit viel Erfahrung an neue Aufgaben

Inzwischen hat er vielfältige Aufgaben im verwaltungstechnischen Bereich. Zum einen gehört er der Stabsstelle Digitalisierung der Liebenau Teilhabe an und kümmert sich unter anderem um die Betreuung und Weiterentwicklung des Dienstplanprogramms und des Dokumentationssystems. Zum anderen baut er seit Jahresbeginn einen Flex-Pool (Springerteam) auf. „Es ist für mich ein großer Vorteil, dass ich aus eigener Erfahrung die Arbeitsweise von Wohngruppen kenne. Die Nähe zu ihrem Alltagsgeschehen ist mir wichtig, damit ich weiß, was gebraucht wird“, sagt Jonathan Wolf, der sich als Dienstleister für die Wohngruppenteams versteht.

 

Ein klassischer Karrieresprung sei sein neuer Aufgabenbereich zwar nicht. „Aber für mich ist er genau das Richtige. Berufliche Entwicklung geht schließlich nicht nur nach oben, sondern auch in die Breite. Ich habe mich gefreut, dass mein Potenzial gesehen wurde“, erklärt der 43-Jährige. Er hat in seinem Berufsleben die Erfahrung gemacht: „Wenn man den Willen dazu hat und selbst tätig wird, gibt es viele Möglichkeiten, sich innerhalb der Stiftung Liebenau beruflich weiterzuentwickeln.“

In einem kurzweiligen digitalen Quiz, bei dem die Nachwuchskräfte Fragen über ihr Smartphone beantworteten, stellte sich schnell heraus, wie sich die Gruppe zusammensetzt: Die große Mehrheit ist zwischen 17 und 25 Jahre alt und die meisten beginnen bei der Stiftung Liebenau eine Ausbildung. Die Mehrzahl der Nachwuchskräfte stammt aus Deutschland, sehr viele kommen jedoch auch aus afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Ländern zur Stiftung Liebenau.

 

In Anlehnung an den Ausspruch von Kaplan Adolf Aich „Da müsste doch Wandel geschafft werden“ forderte Christoph Möhle die Nachwuchskräfte auf: „Ihr seid die Zukunft der Stiftung Liebenau, bleibt wissbegierig, hinterfragt kritisch und konstruktiv, fordert das Bestehende heraus und sorgt auch zukünftig für den notwendigen stetigen Wandel!“

„Wir haben beispielsweise unser Adventsfrühstück konzipiert, geplant und ausgewertet. Auch eine Betriebsbesichtigung des Liebenauer Berufsbildungswerks Adolf Aich in Ravensburg haben wir organisiert“, berichtet Laila Konrad, die im vergangenen Lehrjahr Vorsitzende des A-Teams war. „Wir konnten einen Kerngeschäftsbereich näher kennenlernen und gleichzeitig Erfahrungen im Veranstaltungsmanagement samt Budgetverantwortung sammeln“, so Konrad.

 

„Wir legen bei der Ausbildung Wert auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Mit diesem Bestandteil der Ausbildung können unsere Auszubildenden ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie ihre Organisationskompetenz ausbauen“, erläutert Carolyn Eicher, Ausbildungsbeauftragte der Holding. Zudem soll das A-Team den Zusammenhalt unter den Auszubildenden fördern, die Kompetenz Netzwerke aufzubauen vermitteln und das Selbstvertrauen stärken.

 

„Dass wir Verantwortung bekommen, zeigt, dass man uns Vertrauen schenkt“, freut sich Konrad. „Denn wir wollen ja nicht nur eine gute Ausbildung absolvieren, sondern auch aktiv mitwirken.“

Wie kamen Sie auf den Gedanken, dass Arbeitskräfte aus Drittstaaten den Personalmangel in der Stiftung Liebenau abfedern könnten?

Ich habe mich 2015, ausgelöst durch die Flüchtlingsströme aus Syrien, intensiv mit dem Thema Migration, Geopolitik und demografische Entwicklung beschäftigt. Dass Deutschland eine alternde Nation ist, wurde mir dabei noch einmal sehr deutlich (Durchschnittsalter Deutschland 2022 44,7 Jahre). Im Gegensatz zu uns wächst die afrikanische Bevölkerung zum Beispiel überproportional.  Die Frage, die sich die Stiftung Liebenau stellte, war, unter welchen Rahmenbedingungen eine Beschäftigung von Menschen aus Drittstaaten bei uns stattfinden muss, um eine nachhaltige Bindungswirkung zu entfalten. Eine Wiederholung der Form von Gastarbeit, die vor über 60 Jahren in Deutschland stattgefunden hat, ist keine Lösung. 

 

Wie sind Sie vorgegangen? Was war der Stiftung Liebenau wichtig?

Wir haben zu Beginn viele Gespräche mit Vermittlungsagenturen geführt. Dann war für uns klar: Den Menschen, die international zu uns kommen und bei uns arbeiten, muss der Weg zu uns schuldenfrei ermöglicht werden. Auch dürfen in den Heimatländern keine eigene Personallücken entstehen, die letztlich zu gesellschaftlichen Verwerfungen in den jeweiligen Ländern führen können. Diese „modernen Formen des Menschenhandels“ passen nicht zur Stiftung Liebenau. Wir haben also zuallererst einen Ethikkodex aufgesetzt, der bis heute unser Fundament ist.

 

Wie ging es dann konkret weiter?

Damit Menschen sich in ein fremdes Land integrieren können, sind Sprachkenntnisse das A und O. Mit Unterstützung von Kooperationspartnern haben wir begonnen Deutschunterricht anzubieten. Über die katholische Kirche und einen Verein aus dem Bodenseeraum haben wir schließlich den Anfang gemacht. In Indien organisierten wir Deutschunterricht für Pflegefachkräfte und auf den Philippinen lernten junge Menschen mit College-Abschluss die deutsche Sprache, um anschließend bei uns eine Ausbildung zur Pflegefachkraft und künftig auch in anderen Berufen der Stiftung Liebenau zu machen.

 

Was waren, beziehungsweise sind, die größten Hürden bei der Beschäftigung dieser Mitarbeitenden?

Die Anerkennungsverfahren in Deutschland sind sehr komplex, vor allem für die Fachkräfte. Viele Prozesse sind nicht digitalisiert, Zeugnisse müssen übersetzt werden. Visa, Berufs- und Schulanerkennungen müssen initiiert werden. Das braucht Zeit – oft zu viel Zeit. Meist stellt das Regierungspräsidium Defizite fest, die allerdings mit einer Prüfung behoben werden können (siehe unten). Solange können zum Beispiel die Inderinnen als Mitarbeitende in der Pflege eingesetzt werden. 

 

Welche Rolle spielen kulturelle Unterschiede?

Aktuell beschäftigt die Stiftung Liebenau Menschen aus rund 90 Nationen. Interkulturelle Kompetenz zu entwickeln und das Bewusstsein für die Herausforderungen von Diversity zu schaffen, ist ein laufender Prozess, den wir professionell unterstützen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei zum Beispiel die Praxisanleiterinnen, die für die Auszubildenden Bezugspersonen sind. Aber auch die Teams müssen begleitet werden.

 

Wo steht die Stiftung Liebenau aktuell? Gibt es weitere Planungen?

In der Trägerlandschaft sind wir führend und werden angefragt. Das RAL-Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ beispielsweise, das wir 2022 erhalten haben, basiert an einigen Stellen auf unserem Ethikkodex. Dennoch sind wir immer noch Lernende. So haben wir festgestellt, dass die Bindungswirkung bei den Auszubildenden viel höher ist, sodass wir zunehmend die Ausbildung in den Fokus nehmen werden. Außerdem setzen wir auf das Netzwerk katholischer Ordensgemeinschaften . In Kenia und Ruanda starten wir mit einer Pilotgruppe aus fünf bis acht Personen. 2024 werden wir unsere Kontakte in Guatemala, Brasilien und Mexiko intensivieren.

Über anderthalb Jahre erstrecken sich vier dreitägige Module, einzelne Workshoptage sowie das Arbeiten und Coaching zu einem konkreten Projekt. Johanna Konzack, Leiterin der Akademie Schloss Liebenau, bringt die Ziele auf einen Nenner: „Die Führungskräfte erfahren eine Stärkung in ihrer Rolle, bekommen das notwendige Handwerkszeug für ihre Leitungsaufgaben und können Netzwerke knüpfen.“

 

Die Führungswerkstatt ruht auf drei Säulen. Zunächst geht es um die Rollen- und Kompetenzentwicklung als Leitungskraft. Der zweite Schwerpunkt nimmt die Identität, das Leitbild, das unternehmerische Handeln und Strategien zur Zukunftsgestaltung des Verbundes der Stiftung Liebenau ins Blickfeld. Die dritte große Säule ist ein Projekt, das die Teilnehmenden selbst wählen und in Absprache mit ihren Vorgesetzen in ihrem Arbeitsalltag selbstständig umsetzen. Während dieser Zeit gibt es mehrere Coachingbausteine.

 

Die Führungswerkstatt wird im zweijährigen Turnus angeboten.

Neben der persönlichen Lebens- und Arbeitssituation löst auch die sich wandelnde Arbeitswelt bei vielen Menschen solche Fragen aus. Neue Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung durch mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, neue agile Arbeitsformen in der Team- oder Projektarbeit sind für die einen attraktiv, für andere wiederum weniger ansprechend. Die Möglichkeiten der Digitalisierung oder der sich rasant fortentwickelnden Künstlichen Intelligenz (KI) können einerseits die Arbeit in vielen Tätigkeitsfeldern unterstützen – andererseits stehen hierdurch manche Berufe und ganze Branchen vor einem Umbruch oder in der bisherigen Form vor dem Aus.

 

Hinter diesen Fragen und den skizzierten Entwicklungen steht im Kern in den meisten Fällen häufig eine ganz grundsätzliche Frage: Was bedeutet Arbeit für mich, für den Menschen überhaupt? Ein Ansatz für die Beantwortung dieser Frage findet sich in der Arbeit der österreichischen Sozialpsychologin Marie Jahoda (1907 – 2001). In den Theorien ihrer Hauptwerke (Die Arbeitslosen von Marienthal; Wie viel Arbeit braucht der Mensch?) definiert sie Arbeit als einen Akt des Tätigseins, der tiefer liegende menschliche Bedürfnisse befriedigen kann. Erwerbsarbeit dient einerseits ökonomisch als sogenannte „manifeste Funktion“ zunächst der Sicherung des Lebensunterhalts. Anderseits erfüllt sie sogenannte „latente Funktionen“.

 

Arbeit erfüllt demnach neben der Entlohnung diese latenten Funktionen – oder anders formuliert – Prinzipien, die individuell unterschiedlich stark ausgeprägten, menschlichen Grundbedürfnissen entsprechen. Sind diese abwesend oder nicht erfüllt, fehlt den meisten Menschen sehr viel. In der Realität unserer Lebens- und Arbeitswelt ist das Verhältnis dieser Prinzipien zueinander vielschichtig. Vor diesem Hintergrund: Was also bedeutet Arbeit für den Menschen? Ein Blick auf diese Prinzipien kann erste hilfreiche Anhaltspunkte bei der Beantwortung dieser Frage geben. Und er zeigt auch: Soziale Berufe haben hinsichtlich der Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse sehr viel zu bieten.

 

Funktionen der Erwerbsarbeit*

 

  • Zeitstruktur
  • Sozialer Kontakt
  • Kollektiver Zweck 
  • Status und Identität
  • Aktivität

 

*nach Martina Beham-Rabanser et al. 2022

Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.

Der Funke sprang sofort über 

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie 
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit, 
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich 
mich immer wenden kann.“ 

 

Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das 
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)

Lässt man ChatGPT einen Bericht über Personalarbeit im Jahr 2028 schreiben, so lautet dieser folgendermaßen:

 

„Die fortschreitende Automatisierung und der Einsatz von KI werden die Personalabteilung in vielerlei Hinsicht beeinflussen. Routineaufgaben wie Bewerber-Tracking, Zeiterfassung und Berichterstattung werden weitgehend automatisiert, wodurch die Mitarbeiter der Personalabteilung mehr Zeit für strategische Aufgaben wie Talentmanagement, Mitarbeiterentwicklung und Organisationsplanung haben. KI-gestützte Analysen werden dabei helfen, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen, sei es bei der Identifizierung von Engpässen im Fähigkeitsmanagement oder bei der Vorhersage von Fluktuationstrends.“

 

Wir haben folgende Utopie: Wir stempeln uns über unsere Geschäftshandys ein und bekommen direkt freie Arbeitsplätze angezeigt. Die Anfragen in unseren digitalen Posteingängen sind bereits sortiert, weil der selbstständig lernende Chatbot die meisten Fragen beantworten konnte und diese bereits ausgefiltert sind. Das angesetzte Projektmeeting startet daher pünktlich und digital. Die VR-Brille ermöglicht es mit den Kolleginnen und Kollegen, die sich physisch an unterschiedlichen Orten befinden, in einem virtuellen, für mich aber realistisch wirkenden Raum zusammenzuarbeiten. Die Check-in-Methode zu Beginn des Termins hilft mir dabei im Thema anzukommen, mich voll und ganz darauf zu konzentrieren und vorherige Aufgaben und Nebenkriegsschauplätze für diese Zeit auszublenden. Wir erzielen damit innerhalb der vorgesehenen Zeit sehr zielführende Ergebnisse und haben eine klare Agenda für die nächsten Schritte.

 

Ich erwache aus meiner Utopie und denke, wenn die Zukunft doch nur so aussehen würde, wie ChatGPT das ankündigt. Fest steht aber: Spontanes und Unvorhergesehenes wird es voraussichtlich immer geben, aber unter anderem genau das macht den Job des Personalers heute und in Zukunft abwechslungsreich und spannend.


Sandra Kasack, Katharina Rief

Von heute auf morgen begann die Arbeit im Homeoffice. Alle brauchten Laptops, einen VPN-Zugang, ein Softphone mit Headset und Microsoft-Teams. Büros durften nur mit einer Person besetzt sein. Anstelle von kurzen Absprachen „über den Schreibtisch“ wurde eine wöchentliche Teams-Rücksprache eingeführt. Der persönliche Kontakt wurde durch Videokonferenzen gehalten.

 

Einstellungsprozesse und Einarbeitungsphasen fanden ausschließlich über Teams statt. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation kamen zusätzliche Aufgaben rund um die Personalverwaltung hinzu: Bisher unbekannte Themen wie Kurzarbeit oder die Coronaerstattungen waren auf einmal Hauptbestandteil unserer täglichen Arbeit.

 

Während dieser Zeit wurden viele neue Projekte wie die Digitalisierung der Personalakte realisiert und die tägliche Personalarbeit wurde neu definiert.

 

Isabel Gröschl, Jasmin Schiele

Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.

Der Funke sprang sofort über 

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie 
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit, 
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich 
mich immer wenden kann.“ 

 

Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das 
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)

Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.

Der Funke sprang sofort über 

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie 
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit, 
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich 
mich immer wenden kann.“ 

 

Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das 
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)

Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.

Der Funke sprang sofort über 

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie 
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit, 
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich 
mich immer wenden kann.“ 

 

Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das 
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)

Arbeit – schön und gut

Was bedeutet Arbeit für den Menschen?

Soziale Berufe haben einen hohen Mehrwert im Leben. Im Laufe ihres Berufslebens reflektieren viele erwerbstätige Menschen regelmäßig ihr tägliches Tun. Hiermit verbundene Fragen können lauten: Mache ich meinen Job (immer noch) gerne? Steht der Verdienst im Vordergrund? Empfinde ich meine Entlohnung als angemessen? Stimmt das Verhältnis von Arbeit und Freizeit für mich? Ist meine Arbeitsbelastung in Ordnung? Oder: Warum überhaupt (noch) arbeiten? 

 

Warum Arbeit zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählt und welche Funktionen die Arbeitswelt für den Einzelnen erfüllen kann, lesen Sie hier:

Wir sind Lernende – was die Stiftung Liebenau dem Personalmangel entgegensetzt

Die Arbeitswelt ist seit geraumer Zeit aus verschiedenen Gründen im Wandel. Personalgewinnung ist das wichtigste Thema überhaupt. Auch für die Stiftung Liebenau steht sie neben der Personalbindung an erster Stelle. Im Bereich der Altenpflege und Teilhabe geht sie seit rund drei Jahren einen Weg, der mittlerweile Früchte trägt: Sie unterstützt Deutschunterricht für zukünftige Pflegefachkräfte in Indien und für künftige Auszubildende von den Philippinen, die danach in Einrichtungen der Stiftung Liebenau arbeiten werden. Frank Moscherosch initiierte und leitet den Bereich International Training & Recruiting von der ersten Stunde an.

 

Im Interview mit Susanne-Droste-Gräff berichtet Frank Moscherosch vom Beginn des Projektes, schildert seine persönlichen Erfahrungen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft dieses Weges der Personalgewinnung:

Zertifizierter Lehrgang für Fachkräfte aus Drittstaaten

 

Die Stiftung Liebenau hat einen Lehrgang für Pflegekräfte aus nicht europäischen Ländern entwickelt. 29 Teilnehmerinnen haben ihn absolviert oder sind noch dabei. Der Hintergrund: In der Regel erhalten Fachkräfte aus Drittstaaten bei der Anerkennung ihrer Ausbildung einen so genannten Defizitbescheid. Dieser kann durch eine mehrmonatige zertifizierte Anpassungsmaßnahme oder eine Kenntnisprüfung ausgeglichen werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier:

Der Funke sprang sofort über 

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker (links im Bild) ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege.

 

Was Fanzi Fritz von einer Ausbildung in der Stiftung Liebenau überzeugt hat und worauf es bei einer Ausbildung insgesamt besonders ankommt, erzählen sie und Laura Decker hier:

Ein empathischer Mensch

Quereinstieg: vom Konditor in die Altenpflege. Sein Zivildienst öffnete ihm nach drei Tagen die Augen: Er will mit alten Menschen arbeiten. Diese Erkenntnis war für den gelernten Konditor der Beginn seiner beruflichen Veränderung. Heute ist Daniel Kamps Hausleiter im Haus der Pflege St. Iris in Eriskirch. 

 

Wie Daniel Kamps zu seinem Traumberuf, der Arbeit mit älteren Menschen, kam und wie ihn die Stiftung Liebenau bei seinem Quereinstieg und weiterem Aufstieg unterstützt hat, berichtet er hier:

"Ich weiß, was gebraucht wird"

Wie Jonathan Wolf vom Heilerziehungspfleger zum Verwaltungsmitarbeiter wurde. Mehr als 8000 Menschen arbeiten bei der Stiftung Liebenau: im Bereich der Pflege, Gesundheit und Pädagogik genauso wie in der Verwaltung, in Dienstleistungsberufen oder im handwerklichen Bereich. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln – sowohl vertikal als auch horizontal. Ein Beispiel dafür ist der Werdegang von Jonathan Wolf.

 

Hier berichtet der Heilerziehungspfleger, wie er durch die verschiedenen Fortbildungsmöglichkeiten in der Stiftung Liebenau zu seinem aktuellen Arbeitsbereich gelangt ist – der Schnittstelle von Verwaltung, EDV und Wohngruppen:

Arbeit ist für mich ...

Diese Frage beantworten Mitarbeitende der Stiftung Liebenau und Beschäftigte der WfbM.

Das Bild zeigt Claudia Schmeier-Lutkiewicz, MAV-Vorsitzende, Liebenau Lebenswert Alter
Claudia Schmeier-Lutkiewicz, MAV-Vorsitzende, Liebenau Lebenswert Alter:
… die größte Lehrerin, die ich kenne. Wenn man offen dafür ist, lehrt sie dich: Liebe – Vertrauen – Fleiß – Mut – Glaube – Stärke – Dankbarkeit – Hingabe und Geduld.
Das Bild zeigt Sabine Anders, Kundenmanagement/Teamleitung Service, Liebenau Service
Sabine Anders, Kundenmanagement/Teamleitung Service, Liebenau Servic:
… in erster Linie natürlich Geld verdienen für den Lebensunterhalt. Ich habe aber das große Glück in einem Bereich zu arbeiten, der mir sehr viel Spaß macht. Im Kundenmanagement an der Servicenummer sind wir ein Superteam, die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und der Kontakt zu Kunden macht mir sehr viel Freude.
Das Bild zeigt Nurgül Özkayit-Inanc, Auszubildende Büro und IT, Berufsbildungswerk Adolf Aich
Nurgül Özkayit-Inanc, Auszubildende Büro und IT, Berufsbildungswerk Adolf Aich:
… einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, die mir Spaß macht und zu der ich gern beitrage. Die Arbeit mit unseren Auszubildenden ist für mich eine solche Tätigkeit. Zu sehen, wie sie sich entwickeln und sich entfalten können, beruflich und persönlich, ist großartig. So wie sie von uns lernen, lerne ich auch täglich etwas dazu und wachse mit.
Das Bidld zeigt Anita Asal, WfbM-Beschäftigte, Grünlandgruppe, Rosenharz, Liebenauer Arbeitswelten
Anita Asal, WfbM-Beschäftigte, Grünlandgruppe, Rosenharz, Liebenauer Arbeitswelten:
... morgens aufstehen und zu wissen, dass ich mein eigenes Geld verdiene. Spaß auf der Arbeit haben, besonders im Sommer beim Rasen mähen. Dass ich die Arbeit brauche, um meine Katze zu ernähren und zu versorgen. Ich gehe sehr gerne arbeiten, und das ist wichtig, es sollte Spaß machen und man sollte es gerne machen.
Das Bild zeigt Michael Worschischek, Projektleitung Task Force, Umsetzung BTHG, Liebenau Teilhabe
Michael Worschischek, Projektleitung Task Force, Umsetzung BTHG, Liebenau Teilhabe:
… zunächst wie für jeden, der nicht von Erbe oder Kapitalerträgen leben kann, die Grundlage für den Lebensunterhalt. Arbeit, wie ich sie mir wünsche, ist für mich eine Aufgabe zu haben, in der ich für mich einen Sinn sehe, in der ich Dinge gemeinsam mit einem engagierten Team gestalten und vorwärtsbringen kann.
Das Bild zeigt Uwe Möhrle, WfbM-Beschäftigter AIP, AIP Geiselharz-Schauwies
Uwe Möhrle, WfbM-Beschäftigter AIP, AIP Geiselharz-Schauwies:
…täglich etwas zu schaffen, was mich abends zufrieden und glücklich macht, und ich darüber stolz berichten kann.
Das Bild zeigt Axel Weigele, WfbM-Beschäftigter Markdorf, Liebenauer Arbeitswelten
Axel Weigele, WfbM-Beschäftigter Markdorf, Liebenauer Arbeitswelten:
… eine Möglichkeit zu lernen, mit anderen einen Auftrag im Team zu bearbeiten. Wichtig ist für mich, mit den anderen gut auszukommen.
Das Bild zeigt Maik Hinkelmann, WfbM Beschäftigter Villingen-Schwenningen Liebenauer, Arbeitswelten
Maik Hinkelmann, WfbM Beschäftigter Villingen-Schwenningen Liebenauer, Arbeitswelten:
…abwechslungsreich und wichtig. Denn ich bin an der Herstellung eines Produktes beteiligt und sie gibt meinem Leben Sinn.
Das Bild zeigt Laura Decker, Nachwuchsbeauftragte St. Lukas-Klinik
Laura Decker, Nachwuchsbeauftragte St. Lukas-Klinik:
… ein Zusammenspiel aus wertvollen Begegnungen, individuellen Herausforderungen, manchmal aber auch kniffligen Situationen, die viel Flexibilität und Ruhe im Arbeitsalltag fordern.
Das Bild zeigt Achim Brolich, WfbM-Beschäftigter Wäscherei, Liebenauer Arbeitswelten
Achim Brolich, WfbM-Beschäftigter Wäscherei, Liebenauer Arbeitswelten:
... sehr wichtig und bedeutet mir sehr viel. Ich komme gerne in die Wäscherei. Ich mag besonders auch die fröhlichen Menschen, mit denen ich hier arbeite. Besonders gut finde ich auch, wenn ich bei der Arbeit etwas Neues lernen kann oder eine andere Aufgabe machen darf.

Personalarbeit im Wandel der Zeit – Eine Reflexion von Personalleiterin Nicole Syré

Neulich im Bewerbungsgespräch fragte mich ein Bewerber „Wann ist für Sie ein Personaler ein guter Personaler?“. Die Frage ist mir lange noch nachgeklungen. Am meisten beschäftigt hat mich die Frage: Was wäre die Antwort vor 20 Jahren gewesen, in der Gegenwart und in der Zukunft? Denn eines ist klar: Das Berufsbild, die Aufgaben und Anforderungen an die Personalabteilungen unterstehen einem permanenten Wandel.

Früher – heute – morgen – über Erfahrungen und Herausforderungen in einem sich stetig wandelnden Arbeitsbereich erzählt Personalleiterin Nicole Syré:

Zeitreise durch vier Epochen im Personalservice der Stiftung Liebenau

Der Kontakt zu Mitarbeitenden, Leitungen und Kollegen in anderen Personalabteilungen lief meist persönlich, telefonisch oder postalisch. E-Mails spielten eine untergeordnete Rolle. Antworten dauerten nicht selten vier bis sechs Tage. Zur elektronischen Datenübermittlung stand ein Fax-Gerät zur Verfügung.

 

Spezielle Personal-Software gab es kaum, außer einem Gehaltsabrechnungsprogramm, einem Finanzbuchhaltungsprogramm und den damals zur Verfügung stehenden MS Office-Anwendungen. Was heute kurz einmal „gegoogelt“ werden kann, musste aufwendig in Büchern oder Ordnern recherchiert werden, um auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und Gesetzgebung zu sein.

 

Personalgewinnung war kein Problem, da es mehr Bewerber als offene Stellen gab. Die Fluktuation und die mit einem Personalwechsel verbundenen Aufgaben waren deutlich weniger.

 

Heidrun Homeister, Martina Müller, Gunther Schmitz

Stiftung Liebenau begrüßt Nachwuchskräfte

 

Mehr als 140 neue Auszubildende, DH-Studierende und Freiwilligendienstleistende sind Anfang September nach Liebenau zum Einführungstag gekommen. Über die hohe Zahl der Nachwuchskräfte in diesem Jahr freute sich Christoph Möhle, Leiter Kommunikation und Marketing, der „im Namen der Stiftung Liebenau und stellvertretend für die über 8 000 Mitarbeitenden“, wie er sagte, die jungen Menschen begrüßte:

Führen will gelernt sein - Akademie Schloss Liebenau schult in Sachen Führung

 

Führungskräfte bewegen sich in komplexen Spannungsfeldern: Sie sollen ihrem Verantwortungsbereich einerseits Stabilität verleihen und andererseits Veränderungsprozesse gestalten. Sie agieren in einem lebendigen System und zugleich innerhalb bestimmter Strukturen. Sie führen ein Team in seiner Gesamtheit, aber auch in seiner Vielfalt. Damit dies gelingen kann, stärkt die Stiftung Liebenau ihre Führungskräfte gezielt für ihre Aufgaben. Ein wichtiges Schulungsangebot hierzu ist die Führungswerkstatt:

Verantwortung für Auszubildende

Die Stiftung Liebenau bildet aktuell in 15 Berufen aus. Darunter auch angehende Kaufmänner und Kauffrauen für Büromanagement, die – zentral organisiert von der Holding der Stiftung Liebenau – in anderen Gesellschaften eingesetzt werden. Hier gibt es das sogenannte A-Team, das aus Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs besteht. Die Besonderheit: Das A-Team plant und budgetiert verschiedenste Veranstaltungen für alle Auszubildenden und DH-Studierenden der Holding eigenständig.

 

Wie sieht die Arbeit des A-Teams konkret aus? Beispiele nennen die Auszubildende Laila Konrad und die Ausbildungsbeauftragte Carolyn Eicher:

Bei der Stiftung Liebenau arbeiten - Vorteile auf einen Blick

Weitere Informationen finden Sie in unserem Karriereportal >