Ein weiterer möglicher Weg: Die Person erkundigt sich mit einer Vertrauensperson, welche Sportvereine es in der Nähe gibt und welcher Sport sie interessiert. Dann könnten sie gemeinsam zum Verein Kontakt aufnehmen und sich mit den Informationen der Sportverbände überlegen, welche Unterstützung es benötigt, damit die Person mitmachen kann. Darüber hinaus lohnt es sich auch die Kursprogramme der örtlichen VHS anzuschauen und bei örtlichen Vereinen und Institutionen anzufragen.
Beim TSV Bodnegg (Foto oben) etwa spielen beim Jedermann-Kick seit längerem auch Dominik Marohn und Achim Gebert und seit kurzem Patrick Eggert. Sie sind Bewohner am Fachzentrum Rosenharz der Stiftung Liebenau. Trainer Michael Kohr schildert, dass neben Bewegung, Kameradschaft auch Integration für den Verein im Mittelpunkt stehen. Schon die Begrüßung per Handschlag zeigt die Wertschätzung.
- Württembergischer Landessportbund
Das Programm „Inklusion im und durch Sport“ fördert alle Mitgliedsorganisationen, die sich mit ihrer Arbeit für inklusive Maßnahmen im Sport einsetzen und das Thema nachhaltig angehen möchten.
Newsletter des WLSB.
- Special Olympics Baden-Württemberg (SOBW)
Special Olympics Baden-Württemberg (SOBW) ist die Sportorganisation für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Das Programm „Unified Sports“ bringt Menschen mit und ohne Behinderungen in verschiedenen Sportarten zusammen.
- Parasport.de
Parasport ist eine Plattform des Deutschen Behindertensportverbands für paralympische Sportangebote. Eine Karte hilft bei der Suche nach regionalen und lokalen Angeboten. Nationales Paralympisches Komitee (DBS) e. V.
- Deutscher Fußballbund (DFB)
Der DFB hat eine Plattform mit inklusiven Fußball-Angeboten. Um Menschen mit Behinderungen bundesweit den Zugang zum Fußball zu erleichtern, finanziert die Sepp-Herberger-Stiftung in den DFB-Landesverbänden Beauftragte für Fragen des Behindertenfußballs. Eine Abteilung des DFB ist speziell für Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen da.
- Aktion Mensch
Aktion Mensch hat eine Linkliste mit Finanzierungsmöglichkeiten zusammengestellt. Dort finden Trainerinnen und Trainer Materialien, wie sie Inklusion im Sport umsetzen können.
- Landeszentrum Barrierefreiheit
Beim Landeszentrum Barrierefreiheit gibt es Beratung zu den unterschiedlichsten Aspekten von Barrierefreiheit, die auch Kommunen, Vereine und gemeinnützige Einrichtungen nutzen können. Es gibt auch kommunale Förderprogramme, bei denen Vereine Beratung zur Barrierefreiheit und einen Zuschuss für Maßnahmen erhalten.
- Deutscher Gehörlosen-Sportverband
Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband setzt sich für inklusive Sportangebote ein und bietet Unterstützung und Informationen an.
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Das könnte sein neuer persönlicher Rekord gewesen sein: In nur 45 Sekunden ist Dominik Seidel gerade eine knapp elf Meter hohe Wand emporgeklettert. „Aber ich bin ja auch geübt“, strahlt er, als er wieder unten angekommen ist. Das stimmt: Jeden Dienstag fährt der 18-Jährige, der im Sozialtherapeutischen Heim der St. Lukas-Klinik lebt, zusammen mit anderen jungen Leuten aus der Klinik ins Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Friedrichshafen. Dort nutzt er das Angebot des Heilpädagogischen Kletterns.
Individuelles Therapieziel
Eingebettet ist das freiwillige Angebot, das auch Menschen aus der Liebenau Teilhabe offensteht, in einen individuellen Plan, den die Therapieleitung erarbeitet hat. Die Ziele unterscheiden sich, „aber gerade die Vielfalt macht Klettern in der Therapiearbeit so wertvoll“, sagt Heilpädagogin Alexandra Sprenger, die die Gruppe leitet.
Gefühle im geschützten Raum
Offensichtlich ist dieser Wert im Hinblick auf die motorischen Fähigkeiten und das Körpergefühl, „dessen Schulung aber auch für die Wahrnehmung in anderen Bereichen gut ist“, wie Sprenger erklärt. Zudem erweitert die gemeinsame Aktivität die Sozialkompetenzen, weil es von der Gruppe über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr verlangt, „sich einzugrooven“ und Rücksicht aufeinander zu nehmen. In emotionaler Hinsicht fördert es das Selbstvertrauen, ermöglicht im geschützten Rahmen aber auch Erfahrungen von Momenten der Unsicherheit und Angst. Das Erlernen des Doppelachterknotens schließlich, mit dem man eine besondere sicherer Schlaufe zur Sicherung des Seils knüpfen kann, zählt zu den kognitiven Herausforderungen des Klettersports.
Erst klettern, dann reflektieren
Bei der Gestaltung der Einheiten nimmt Sprenger, die selbst eine leidenschaftliche Kletterin ist, immer Rücksicht auf die tagesaktuelle Gruppendynamik und individuelle Bedürfnisse. Zumeist ähnelt sich der Ablauf der 75 bis 90 Minuten jedoch: Nach dem Umziehen und der Knotenkunde wird reihum geklettert, immer unter den wachsamen Augen der Leiterin. Sie sorgt für die Sicherung, gibt Tipps und jede Menge Motivation – und reflektiert nach jedem Durchgang das persönliche Erlebnis in der Wand
„Jetzt bin ich viel entspannter“
Anne Sophie Fischer hadert heute etwas mit sich, weil sie ihre Route nicht ganz beenden konnte. „Aber schau mal, wie hoch du gekommen bist“, sagt Sprenger, und Fischer fehlen beim Blick nach oben fast die Worte. „Wow.“ Die 18-Jährige war schon den ganzen Tag „nicht gut drauf“ und hat eine Portion Wut aus der Wohngruppe mitgebracht. Und jetzt, nach dem Klettern? „Jetzt bin ich viel entspannter.“ Und nach der Rückkehr in die Wohngruppe – bleibt das Gefühl so gut wie gerade? „Ja, das klappt“, weiß Sprenger aus Erfahrung.
Auch wenn das Klettern Dominik und Anne manchmal an Grenzen bringt: Es macht doch vor allem eines – Spaß, auch Trainerin Andrea Sprenger.
Unten rauscht der Güllenbach, oberhalb der Schlucht ist ein Platz für ein Lagefeuer und dazwischen ganz viel Wald: Der Hotterlochtobel nördlich von Oberzell bietet die ideale Szenerie für ein kleines Outdoor-Abenteuer. Für die Gruppe, die sich hier um kurz nach 8 Uhr getroffen hat, ist es viel mehr. Es ist der Auftakt eines neuen Lebensabschnitts. Ein diagnostisches Setting. Und der Anfang einer Beziehung.
Ziel: fit für den ersten Arbeitmarkt
Schon seit vielen Jahren beginnt eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) im Berufsbildungswerk (BBW) Adolf Aich der Stiftung Liebenau mit einem erlebnispädagogischen Waldtag. Nach knapp einem Jahr sollen sie über Grundkenntnisse in einem Ausbildungsberuf ihrer Wahl verfügen. Im Idealfall sind die Teilnehmende, die zwischen 16 und 20 Jahre alt sind, fit für den ersten Arbeitsmarkt.
„Der Schlüssel zum Erfolg“
Dabei gilt es zunächst, Stärken, soziale Kompetenzen und Trainingsbedarfe zu erkunden. Zudem dient das gemeinsame Erleben dazu, Beziehungen sowohl unter den Teilnehmenden als auch zu den Expertinnen und Experten aufzubauen. „Diese Beziehungsarbeit ist in den ersten Wochen der Schlüssel zum Erfolg, und dafür ist der Waldtag ein wesentliches Element“, erklärt Ludwig Speidler, Betriebsleiter der Berufsvorbereitung am BBW.
Multiprofessionelles Team
Dazu müssen die Teilnehmenden in Kleingruppen gemeinsam eine „1000 Punkte-Challenge“ bewältigen. Seilspringen und das Balancieren auf Baumstumpf sind dabei als Aufgaben gesetzt, ansonsten kann die Gruppe aus verschiedenen Interaktionsangeboten wählen.
Für viele eine Grenzerfahrung
„Es geht uns darum, eine angenehme, positive Situation zu schaffen und gleichzeitig zu analysieren, wie sich die Teilnehmenden innerhalb der Gruppe verhalten“, erklärt Psychologe Reisacher. Eine Herausforderung ist dies vor allem für die Teilnehmenden mit einer Störung im Autismusspektrum, die inzwischen gut ein Drittel der „BvBler“ stellen. Anders als vielfach angenommen haben diese oft ein ausgeprägtes soziales Bedürfnis, nur nicht die dafür nötigen Fähigkeiten. Auch physisch kann die kleine Wanderung über Stock und Stein oder das Hüpfen über einen Bachverlauf für viele Teilnehmende eine Grenzerfahrung darstellen.
Belohnung für Gruppenleistung
Die Challenge ist geschafft, und als Belohnung darf die Gruppe eine Schatzkiste öffnen. Darin enthalten ist ein Gutschein für ein Heißgetränk am BvB-Automaten sowie ein Handlungsleitsatz des BBW, den jede und jeder reihum vorliest. Als letzter liest Fabian, der in den Tagen vor dem Waldtag furchtbar unter Heimweh litt, aber sich überwunden hat. Bei ihm steht der Satz: „Wir bleiben in Bewegung und entwickeln uns weiter.“
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Sport- und Bewegungsangebote sind in Deutschland vielfach über Vereine, aber auch über private Anbieter organisiert. Welche Rolle spielen diese Angebote für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen?
In der UN-Behindertenrechtskonvention steht, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, gleichberechtigt am Sport teilzunehmen. Deutschland hat sich 2009 verpflichtet, dieses Recht umzusetzen. Trotzdem haben etwa 55 Prozent der Menschen mit Behinderungen keinen Zugang zum Sport. Oft fehlen Hilfsmittel, Assistenzpersonen werden nicht bezahlt, Sportstätten sind nicht barrierefrei, oder Sportlerinnen und Sportler und Trainerinnen und Trainer haben Berührungsängste. Dadurch können viele Menschen mit Behinderungen keinen Sport machen.
Als Beauftragte von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen haben wir uns im November 2023 in Brandenburg mit dem Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im und durch Sport befasst. In unserer Potsdamer Erklärung „Mehr Inklusion im und durch Sport!“ fordern wir Verbesserungen und geeignete Maßnahmen für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten zu ergreifen. Die Potsdamer Erklärung sehe ich als Grundlage für die inklusive Weiterentwicklung der Sportangebote, auch in Baden-Württemberg.
Zusammen mit dem Social Innovation Lab arbeite ich gerade an einem neuen Konzept, um den inklusiven Sport in Baden-Württemberg weiterzuentwickeln.
Gibt es auf Landes- beziehungsweise Bundesebene fachliche und/oder finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere für Vereine beim Thema Inklusion?
Der Landessportverband Baden-Württemberg (WLSB) arbeitet zusammen mit dem Badischen Sportbund Freiburg, dem Badischen Sportbund Nord und dem Württembergischen Landessportbund an verschiedenen Projekten. Zum Beispiel gibt es das Programm „Inklusion im und durch Sport“ vom WLSB, das Vereine bei inklusiven Angeboten, barrierefreien Strukturen und Zugänglichkeit unterstützt – sowohl fachlich als auch finanziell.
Das Land Baden-Württemberg fördert die Inklusion im Breitensport mit rund 700.000 Euro im Jahr. Für Inklusion im Schulsport werden jährlich 300.000 Euro vom Land bereitgestellt. Special Olympics erhält 100.000 Euro jährlich und es gibt zusätzlich 150.000 Euro, um das Hosttown-Programm weiterzuführen.
Eine persönliche Frage: Welche Erfahrungen machen Sie selbst mit Sport oder Bewegung?
Als Kind hatte ich kaum Zugang zum Sport. Vom Sportunterricht war ich befreit. Ich hatte keine Vorbilder mit Behinderungen und auch sonst kein Umfeld, das mich an den Sport herangeführt oder bestärkt hat, regelmäßig Sport zu treiben. Als Erwachsene habe ich mich, inspiriert durch meinen Mann, an den regelmäßigen Sport herangetastet. Es ist ein wunderbares Gefühl zu erleben, was mit meiner Behinderung alles möglich ist. Beim Schwimmen und Radfahren bin ich durchaus sportlich. Ich bin zum Beispiel Mitglied im CSV Bad Cannstatt. Ich schwimme zweimal die Woche 1250 m. Außerdem liebe ich Fahrradtouren. Ich bin täglich und auf Reisen viel mit dem Fahrrad unterwegs. Bei Sport und Bewegung tanke ich Energie und finde Ausgleich. Die Erfahrung, Sport treiben zu können und dabei auch an die eigene Grenze zu gehen, ist für mich unglaublich erfüllend und bestärkt mich auch im Alltag sehr. Ich bin durch den Sport sicher noch selbstbewusster geworden.
Die Fragen stellte Susanne Droste-Gräff.
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Philipp Meißner ist auf dem Weg zu einer Wohngruppe. Der Leiter der Physiotherapiepraxis schiebt einen Klienten im Rollstuhl dorthin. Auf dem Rückweg nimmt er aus einer anderen Gruppe einen Senior mit. In der Praxis angekommen, wartet ein Patient im ansprechenden Aufenthaltsbereich darauf, von einer Mitarbeiterin abgeholt zu werden.
Pezzi-Ball im Einsatz
Der neue Patient legt sich derweil in einem der Therapieräume auf die Liege. Philipp Meißner behandelt ihn, nutzt dafür unter anderem den großen grünen Pezzi-Ball. Er fordert den älteren Herrn auf, sich zu dehnen, dafür in Rückenlage mit angewinkelten Beinen das Gesäß möglichst weit zu heben und wieder auf die Liege zu senken.
Rüttelplatte beliebt
Im Therapieraum nebenan behandelt seine Kollegin Deborah Jacobs einen jungen Klienten. Er braucht eine aktivierende Therapie. Ihm mangelt es an Körper- und Muskelspannung. Besonders Spaß macht dem jungen Mann der Stand auf dem Galileo, der Rüttelplatte. Bei 21 Hertz werden seine Muskeln für mehrere Minuten von oben bis unten mit kleinsten Schwingungen durchgerüttelt und so aktiviert.
Kontaktatmung hilft
Gleich nach ihm ist Michael Störk eingeteilt. Der 39-Jährige kommt selbstständig aus der Werkstatt (WfbM) in Rosenharz. Seine Haltung ist durch eine Skoliose seitlich stark verkrümmt. Über sein gesamtes Rückgrat zieht sich eine Narbe. Er erzählt von seiner OP zur Stabilisierung der Wirbelsäule. Der Schwerpunkt seiner Physio liegt bei seinem Oberkörper. Deborah Jacobs fordert ihn etwa auf, in einen bestimmten Körperteil zu atmen. Bei der sogenannten Kontaktatmung legt sie ihm die Hand auf die entsprechende Stelle. „Versuch' meine Hand wegzudrücken,“ ermuntert sie ihn. Seine Atemmuskulatur soll geschmeidig bleiben.
Ziel: schmerzfrei bleiben
„Es geht darum, zu erhalten, was da ist“, erklärt die Physiotherapeutin. Ein weiteres Ziel ist, dass Patientinnen und Patienten durch die professionelle Anwendung schmerzfrei bleiben. „Im Moment habe ich keine Schmerzen,“ erklärt Michael Störk. Doch wenn er zu lange sitze, könne sich das durchaus ändern. Physiotherapie ist besonders auch für Menschen im Rollstuhl wichtig. Die Körperpartien, die sie selbst nicht bewegen können, bewegen passiv die Fachkräfte.
Dauerhafte Anwendungen
Viele Patientinnen und Patienten brauchen wegen ihrer körperlichen Einschränkungen dauerhaft Physiotherapie. Mit Hilfe der beiden ausgebildeten Physiotherapeuten kräftigen sie ihren Bewegungsapparat, dehnen, aktivieren und mobilisieren ihn. Andere kommen für einen gewissen Zeitraum. Klara S. (Name geändert) hat aufgrund einer Arthrose Schulterprobleme. Durch die Physio seien ihre Schmerzen spürbar zurückgegangen. Auf eine OP kann unter Umständen verzichtet werden. Dank der Physiotherapeuten.
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Trotz ihrer Einschränkungen hatte Annika Bader immer den Wunsch, die Unterwasserwelt zu erkunden. Doch viele Tauchsportclubs hatten keine Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen und es fehlte oft an geeigneten Ressourcen und Kenntnissen. Als das Projekt von Herzenssache „Jugend für Vielfalt“ im Bereich Kinder, Jugend und junge Erwachsene begann, war dies die Chance. „Als Projektleiterin ging ich auf den örtlichen Tauchsportclub der TSG Ailingen zu,“ berichtet Elena Ivacic. „Der ist bekannt für seine Offenheit und Bereitschaft, neue Wege zu gehen und Herausforderungen zu meistern.“ Die Mitglieder und Trainer des Tauchsportclubs sahen es als Chance, nicht nur Annika ihren Wunsch zu erfüllen, sondern auch ihre eigenen Kenntnisse über barrierefreies Tauchen zu erweitern.
Vorbereitung war Teamwork
Zunächst galt es, Annika sowie ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse genau zu verstehen. Ebenfalls wurde eine gründliche Analyse ihrer körperlichen Möglichkeiten und Einschränkungen durchgeführt, um ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm für sie zu entwickeln. Der Tauchsportclub stellte sicher, dass die erforderliche Ausrüstung angepasst und sicher war. Auch waren die Verantwortlichen im engen Austausch mit den Mitarbeitern des GIW, der Projektleitung, Annika Baders Eltern und den zuständigen Ärzten.
Der erste Tauchgang
Nach Wochen der Vorbereitung war es endlich so weit. Annika war bereit für ihren ersten Tauchgang im Sportbad Friedrichshafen. Die Aufregung war bei allen Beteiligten groß. Zuerst bekam Annika ihre Tauchflasche auf den Rücken, zog dann ihre Flossen an und setzte ihre Taucherbrille auf. Danach übte sie am Beckenrand gemeinsam mit den Trainern das Atmen durch das Mundstück und im Wasser. Dann gab sie das Handzeichen für OK und tauchte gemeinsam mit den Trainern in die Tiefe. So sah sie die Wasserwelt endlich aus einer ganz anderen Perspektive.
Das Erlebnis war überwältigend. Annika erfüllte sich ihren Traum und zeigte, dass mit der richtigen und engagierten Unterstützung viele Hindernisse überwunden werden können.
Über den Köpfen der makellos blaue Himmel, zu Füßen der glitzernde Bodensee: In schönster Umgebung haben Mitarbeitende der Altenpflegeeinrichtung die Möglichkeit, ihren Bewegungsapparat zwischendurch zu stärken. Ausgestattet mit königsblauen Faszienrollen schult Trainer Rassul Gussainov die erste von mehreren Gruppen bestehend aus fünf Mitarbeitenden. Er beginnt mit mobilen Dehnübungen, die überall gemacht werden können. Er erklärt, hilft, korrigiert Körperhaltungen, beantwortet Fragen. Die „Ahs“ und „Ohs“, die manchmal hörbar sind, sprechen eine eigene Sprache. Nämlich, dass der eigene Rücken schon viel aushalten musste.
Faszientraining: worauf es ankommt
Rassul Gussainov selbst ist Profisportler und schwört unter anderem auf Faszientraining. Es sei einfach durchführbar und effektiv, aber man könne auch manches falsch machen. Wichtig ist, die Rollen mit langsamen Bewegungen einzusetzen. „Beginnt mit Unter- und Oberschenkeln, dann mit Unter- und Oberarmen und dem Rücken.“ Beim Nacken empfiehlt er, Übungen zunächst an der Wand auszuführen.
Vor allem der Rücken macht Probleme
Einrichtungsleiterin Zhana Alfers hat den Anspruch, den Mitarbeitenden Angebote zur Verfügung stellen, die ihre Gesundheit fördern. Bei ihrer ausführlichen Recherche zeigte sich die KKH bereit, ein präventives Bewegungsangebot anzubieten und die Kosten zu tragen. Vorausgehend wurden Tests mit den Mitarbeitenden bezüglich Kraft und Beweglichkeit sowie der Lungenfunktion durchgeführt. Hierbei stellte sich heraus, dass es mehrheitlich der Rücken ist, der Probleme macht. Bereits nach der ersten Übungseinheit gab es eine positive Resonanz der Teilnehmenden: Ihre Verspannungen ließen spürbar nach. Außerdem äußerten einige den Wunsch nach regelmäßigen Bewegungseinheiten mit dem Trainer.
Umfassendes Thema: die Gesundheit
Das Thema Bewegung ist ein Baustein beim „Projekt Gesundheit“ im Haus der Pflege. Auch ein intaktes Team wirkt sich günstig auf das Wohlbefinden aus, was unter Umständen auch weniger Krankheitstage verursacht. Beim erstmaligen Team-Tag etwa setzten sich die Teilnehmenden spielerisch mit Veränderungen, dem Umgang miteinander oder mit Kritikfähigkeit auseinander. Beim zweiten Teil habe man schon eine spürbar angenehme Gruppendynamik wahrnehmen können, so Zhana Alfers. Beim dritten Baustein, der kommendes Jahr startet, steht die Psyche im Mittelpunkt. Zhana Alfers ist überzeugt, dass die Maßnahmen den einzelnen und somit dem gesamten Team helfen. „Ich würde mir wünschen, dass es mehr Pflegeeinrichtungen für ihre Mitarbeitenden anbieten,“ lautet ihre Empfehlung aufgrund der guten Wirkung.

In einem großen Sozialunternehmen wie der Stiftung Liebenau mit Einrichtungen und Diensten für Menschen mit Behinderungen, für Pflegebedürftige und für Benachteiligte sind Bewegungsangebote eingebettet in die tägliche Betreuung und Begleitung von Menschen. Und das auf verschiedenste Weise. Bewegung wird therapeutisch eingesetzt wie zum Beispiel in der Ergo- und Physiotherapie. Behandlungen finden hier punktuell und akut, aber auch kontinuierlich statt. Besonders Menschen, die ohne Therapie Fähigkeiten verlieren würden oder unter chronischen Schmerzen leiden, sind hier oftmals Dauerpatienten. Darüber hinaus gibt es diverse Sportgruppen, wie zum Beispiel Fußball- oder Volleyballteams. Diese Mannschaftssportarten sorgen neben der Bewegung auch für die Stärkung des Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühls. Besonders bei Turnieren wird der Teamgeist oftmals besonders geweckt.
Vulnerable Personengruppen jetzt berücksichtigt
Um die große Bedeutung von Bewegung weiß auch das Bundesgesundheitsministerium: Ein Konsenspapier, das als Ergebnis eines Runden Tisches „Bewegung und Gesundheit“ von 2022 bis 2023 entstand, berücksichtigt ausdrücklich so genannte „vulnerable Personengruppen“, zu denen Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke und Ältere gehören. Die Ergebnisse des Runden Tisches wurden anlässlich des zweiten Bewegungsgipfels am 12. März 2024 vorgestellt. Das Bundesgesundheitsministerium wird den Prozess der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen begleiten und 2025 den erreichten Umsetzungsstand mit den Akteuren erörtern.
Gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Darüber hinaus haben die Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen Ende 2023 mit ihrer sogenannten Potsdamer Erklärung „Mehr Inklusion im und durch Sport!“ einen Startpunkt für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten gesetzt, siehe das Interview mit Simone Fischer, der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen des Landes Baden-Württemberg.
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Mitarbeitermobilität Riesenthema
„Als Träger von sozialen Einrichtungen, vielen Flächen und Gebäuden und rund 8500 Mitarbeitenden tragen wir eine große Verantwortung für die Auswirkungen auf die Umwelt. Die Mitarbeitermobilität ist daher für uns ein Riesenthema“, betonte Dr. Nachbaur und verwies dabei unter anderem auf die lange Partnerschaft mit dem Leasinganbieter JobRad.
JobRad wird gut angenommen
2015 zählte die Stiftung Liebenau zu den ersten Kunden des Freiburger Unternehmens und hat im Laufe der Jahre rund 1800 Leasingverträge mit JobRad abgeschlossen. Aktuell nutzen rund 650 Mitarbeitende die Möglichkeit, über die monatliche Gehaltsabrechnung bequem ihr Wunschrad zu fahren. Eine neue Kooperation unterhält die Stiftung mit der Techniker Krankenkasse als Partner des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die wie JobRad den Radaktionstag gefördert hat.
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Leiter Raphael Frirdich und Co-Trainerin Carolin Wicker haben inzwischen mehrere Assistenztrainerinnen und -trainer, die meistens das Aufwärmtraining anleiten. Ihre Kompetenzen dafür erwarben einige im Rahmen von Ausbildungen beim Schwäbischen Turnerbund. Die Teilnehmenden entscheiden mit beim abwechslungsreichen Sportprogramm aus Spielsportarten, Tanz, Gymnastik oder Entspannung.
Freund sogar bei Treffern der Gegner
Nach den langen Sommerferien ist Hockey angesagt. Zunächst bugsieren alle alleine ihren Ball um bunte Kegel. Danach spielen sie sich zu zweit Bälle zu. Im anschließenden Mannschaftsspiel setzen sich die Frauen und Männer mit vollem Einsatz und großem Ehrgeiz für ihr Team ein, beglückwünschen sich zum Tor und freuen sich bei Treffern auch für die anderen. Auf manchem Gesicht stehen Anstrengung, Leidenschaft und Freude gleichermaßen.
„Rakete I“, „Rakete II“ und „Rakete kickt“
Inzwischen besteht die Sportgruppe aus drei Einheiten: neben „Rakete I“, der Montagssportgruppe, gibt es die Fußballmannschaft „Rakete kickt“, geleitet von Jonas Ruf, und unter Anleitung von Sybille Wursthorn „Rakete II“, die sich freitags in der Neuwiesenschule Ravensburg trifft. Etwa 50 Personen machen in den drei Gruppen aktiv Sport. Dass dieser Spaß macht und die Aktiven nicht darauf verzichten möchten, zeigt auch mancher Anfahrtsweg: Assistenztrainer Fabian Biber etwa radelt in der Regel zum Sport. Immerhin etwa eine Stunde pro Weg.
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Tipp für Vereine
Vereine, die Inklusion umsetzen wollen, können sich Hilfe und finanzielle Hilfe bei Verbänden holen. Zum Beispiel beim Württembergischen Landessportbund oder bei der Aktion Mensch.
Heilmittel Bewegung
Sport und Bewegung helfen Körper, Geist und Seele
Bewegung ist weit mehr als nur körperliche Aktivität – sie ist der Motor für ein erfülltes und gesundes Leben. Sie erhält die Mobilität, wirkt präventiv und fördert soziale Kontakte. Insbesondere Menschen mit Behinderungen und Ältere können von Bewegungsangeboten profitieren, auch wenn ihre Beweglichkeit eingeschränkt ist. Daher spielen solche Angebote auch in den Einrichtungen der Stiftung Liebenau eine große Rolle.
„Jeder Mensch sollte ohne Einschränkungen Sport treiben können“
Sport verbindet. Vor allem Mannschaftssportarten verfügen über diese schöne Eigenschaft des Teamgeistes. Menschen mit Behinderungen können diese Erfahrungen immer noch nur sehr begrenzt machen. Dabei liegt es nicht nur daran, dass es wenig Angebote gibt, sondern auch daran, dass Angebote und Fördermöglichkeiten nicht bekannt genug sind. Wir sprachen mit Simone Fischer, der Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg.
Hohe Ziele sind erreichbar – Heilpädagogisches Klettern ergänzt das therapeutische Setting
Dehnen, aktivieren, mobilisieren – Physiotherapie hilft die Beweglichkeit zu erhalten
Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist oder eine Verletzung hat, dem hilft Physiotherapie. In die Praxis am Fachzentrum Rosenharz kommen jeden Tag etliche Menschen, denen auf unterschiedliche Art und Weise geholfen wird. Neben Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden des Fachzentrums steht die Praxis auch externen Patientinnen und Patienten offen.
Ein Traum hat sich erfüllt – Annika Bader lernte Tauchen beim Tauchsportclub Ailingen
Für Annika Bader wurde der Traum vom Tauchen wahr. Zu verdanken hat sie dies dem Tauchsportclub der TSG Friedrichshafen-Ailingen. Die junge Frau lebt mit einer Lernbehinderung und Epilepsie, die sie im Alltag vor zahlreiche Herausforderungen stellt. Sie lebt in einer Gemeindeintegrierten Wohngruppe (GIW) in Tettnang der Liebenau Teilhabe.
Sportangebote für Menschen mit Behinderungen
Wer als Mensch mit Behinderungen, egal welcher Art sie sind, Sport treiben möchte, trifft auf eine Vielzahl an Angeboten im Breiten- und Spitzensport. Auch inklusive Angebote sind darunter, die gefördert werden können. Wichtig zu wissen: Wenn eine Person, die Interesse an einem Sportangebot hat, einen Nachteilsausgleich benötigt, etwa Assistenz, muss dies über das Sozialgesetzbuch (SGB IX) finanziert werden können. Dazu kann die Person sich an die Ansprechperson bei dem jeweiligen Landratsamt wenden, das die Eingliederungshilfe zahlt.
Beziehungsarbeit unter Bäumen – Erlebnispädagogische Vorbereitung am BBW für den Beruf
Gesundheit gut, Pflege gut – Angebote für Körper und Psyche halten Mitarbeitende beweglich und schmerzfrei
Was man schon ahnt, hat sich bei Tests bestätigt: Es ist der Rücken, der auch Pflegekräfte im Haus der Pflege St. Konrad in Kressbronn gesundheitlich am meisten plagt. Unbeabsichtigt falsche Körperhaltungen oder unsachgemäßes Heben haben sich im Trubel des Alltags eingeschlichen. Die Folgen: Schmerzen, Steifheit und im schlimmsten Fall ein Bandscheibenvorfall. Dem will die Einrichtungsleitung Zhana Alfers in Zusammenarbeit mit der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) entgegenwirken. Trainer Rassul Gussainov von der KKH zeigt Mitarbeitenden, wie sie mit einfachen Übungen beweglich durch den Alltag kommen.
Mitarbeitende mobil für die Umwelt
Die Stiftung Liebenau verstärkt ihr Engagement in Sachen umweltfreundliche Mobilität. Der erste Radaktionstag, der auf dem Campus Liebenau stattfand, war dafür mehr als nur ein Symbol. So eröffnete Stiftungsvorstand Dr. Markus Nachbaur bei dieser Gelegenheit die erste von fünf Service-Stationen, an denen Mitarbeitende des Unternehmens selbst kleinere Reparaturen vornehmen können. Zudem bildet das Berufsbildungswerk (BBW) Ravensburg künftig fünf Jugendliche zu Fahrradmonteuren aus.
Sportgeräte im Garten
Über Fitness im Freien freuen sich seit diesem Sommer die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Liebenau Neckertal in Brunnadern, Schweiz. Einige von ihnen hatten sich im vergangenen Herbst bei Gesprächen mit der Heimleitung dafür stark gemacht. Dieser Wunsch wurde nun Wirklichkeit. So wurden im Garten ein Labyrinth mit unterschiedlichen Bodenbelägen und ein sogenannter Geduldsfaden installiert. Möglich gemacht haben den Parcours auch die „Otto und Veronika Kägi Stiftung“ und die „H. und A. Baumberger-Germann-Stiftung“. Das Haus verfügt über 68 Pflegeplätze in fünf Wohngruppen, eine davon eine Demenzwohngruppe.
Angebote für Mitarbeitende
Die Stiftung Liebenau macht ihren Mitarbeitenden zahlreiche Angebote zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Sie fördert beispielsweise das Radfahren mit dem Leasingmodell Job- Rad, organisiert Aktionstage, Online-Yoga, unterstützt ihre Mitarbeitenden bei Lauf-Events und hat einen Gesundheitsraum mit Trainingsgeräten eingerichtet. Die hauseigene Akademie bietet außerdem gesundheitsbezogene Kurse an. Sportarten wie Aikido, Tanzen, Tischtennis, Fußball und viel mehr bieten die Betriebssportgruppen an.
Zur Website des Betriebssports der Stiftung Liebenau.
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Dank der Anschubfinanzierung des Europäischen Sozialfonds über den Fördertopf REACT-EU konnte im Juli 2022 das PIKSL-Labor, auch Labor für digitale Teilhabe genannt, am Franziskusplatz in Friedrichshafen eröffnet werden. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Adolf Aich und der Universität Konstanz wurde ein Ort geschaffen, an dem digitale Teilhabe auf Augenhöhe realisiert und gelebt wird. Die Fähigkeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen werden gebündelt, um digitale Produkte, soziale und technische Innovationen und Dienstleistungen für alle Menschen zu entwickeln. Das Labor zur digitalen Teilhabe nennt sich bewusst PIKSLLabor Friedrichshafen. PIKSL bedeutet "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Ein Ort, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenkommen, um innovative Ideen durch Inklusion zu verwirklichen. Im Labor werden außerdem kostenlose Kurse zu digitalen Medien angeboten. Zur nachhaltigen Etablierung des Projektes konnte eine dreijährige Förderung von Aktion Mensch erwirkt werden.
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)
Hier ist gut wandern
Der Funke sprang sofort über

Laura Decker und Franzi Fritz lernten sich auf einer Messe kennen. Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker ist Nachwuchsbeauftragte der St. Lukas-Klinik. Dafür besucht sie
Schulen, begleitet Bildungsmessen, auch die in Ravensburg am 11. Februar 2023. Dort traf sie Franzi Fritz. Die 28-Jährige kam aus dem kaufmännischen-technischen Bereich und wollte sich beruflich komplett neu orientieren. Am Stand der Stiftung Liebenau hörte sie zum ersten Mal vom Beruf der Heilerziehungspflege. „In der Heilerziehungspflege geht es um die Möglichkeit,
sich selbst als Individuum in die Arbeit einzubringen“, informiert Laura Decker. „Wir sind keine typischen Pfleger. Wir begleiten die Menschen ganz individuell und immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten.“ Der interdisziplinäre Austausch ist ihr wichtig. Nie werden die Mitarbeitenden sich selbst überlassen, sind immer in ein Team eingebunden. Doch wie vermittelt man dies auf einer Bildungsmesse? Mit kleinen Ratespielen lädt Laura Decker an den Stand der Stiftung Liebenau ein. Damit nimmt sie jungen Menschen die Scheu, den Stand zu besuchen und den Kontakt aufzunehmen. An den Fragen erkennt Laura Decker, ob jemand aufrichtig interessiert ist. „Bei Franzi Fritz ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Laura Decker über ihre erste Begegnung am Messestand. Sie informierte über Erfahrungen, die sie selbst als Jugend- und Heimerzieherin sammelte. In der Lukas-Klinik ist Decker immer ganz nah dran an den Auszubildenden. Immer ist sie im Kontakt mit ihnen, begleitet sie selbst in die Wohngruppen und gibt Orientierung. Genau diese Eigenschaften schätzt Franzi Fritz: „Dass es einen Menschen gibt, an den ich
mich immer wenden kann.“
Hospitation als Einstieg
Schon drei Wochen nach der Messe hospitierte die junge Frau in der St. Lukas-Klinik und war begeistert. Genau diesen menschlichen Kontakt vermisste sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn. Schon bald erkannte sie, dass es immer eine Prise Humor braucht. „Die Begleitung unserer Klienten erfordert Fingerspitzengefühl und eine Portion Leichtigkeit“, unterstreicht Laura Decker. Manchmal müsse es auch schnell gehen und Entscheidungen müssen ad hoc getroffen werden. Laura Decker ist es eine Herzensangelegenheit, für eine Hospitation oder für ein Praktikum in der Stiftung zu werben: „Es ist ein persönlicher Gewinn, eine Lebenserfahrung.“ Auch wenn nicht jeder Hospitierende sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidet: „Sie nehmen eine Erfahrung mit, die auf menschlichen Begegnungen beruht. Sie lernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Absprachen zu treffen.“ Franzi Fritz war schon nach ihrer Hospitation überzeugt: „Hier bin ich richtig.“ Sie entschied sich für den Beruf der Heilerziehungspflege und meldete sie sich zum sozialen Praktikum an. „Jede Art von Praktikum ist für die Berufsfindung wichtig“, informiert Laura Decker. Unabhängig davon ob es sich um ein Tages-, Schul-, freiwilliges oder Vorpraktikum handelt. Jeder Praktikant ist willkommen.
Franzi Fritz ist von der Vielfalt angetan. Sie hat in der St. Lukas-Klinik Menschen kennengelernt, die interessant sind, manchmal eine Herausforderung. Kein Tag sei gleich. Das
schätzt sie an ihrer neuen Arbeitsstelle, und dass sie Menschen gefunden hat, denen sie vertrauen kann wie Laura Decker. Seit August wirkt Franzi Fritz als Auszubildende in der Lukas-Klinik mit. (ls)




