Resilienz – Halt finden, stark werden
Resilienz ist zu einem viel gebrauchten Begriff geworden – ein Schlagwort in einer von globalen Unsicherheiten, Megatrends und Krisen geprägten Zeit. Oft wird er nur oberflächlich verwendet, als Modewort, das schnelle Lösungen suggeriert, wenn Menschen mit persönlichen oder systemischen Umbrüchen und den damit verbundenen Unsicherheiten konfrontiert sind. Dabei stärkt diese Kraft Menschen nachhaltig. Lesen Sie, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umzugehen gelernt haben, wie sie es schaffen auch nach Jahren im gleichen Job motiviert zu sein und was jeder Mensch tun kann, um resilient zu bleiben oder werden.
Wie es Menschen gelingt, Herausforderungen zu meistern
„Stark ist nicht, wer niemals fällt, sondern wer immer wieder aufsteht.“ Dieser dem chinesischen Philosophen Konfuzius zugeschriebene Sinnspruch bringt auf den Punkt, was Resilienz im Kern bedeutet: die Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen, sich an Veränderungen anzupassen und trotz Krisen handlungsfähig und zuversichtlich zu bleiben.
Ein Suizidversuch und seine Folgen
Lutz Sonnenschein liegt in seinem Bett im Franziskuszentrum. Ohne Hilfe kann sich der 50-Jährige nicht bewegen, auch nicht in seinen Rolli steigen. Für vieles, was für andere selbstverständlich ist – ein Buch aufschlagen, eine Nachricht schreiben oder einfach die Position im Bett verändern – braucht er Unterstützung. Resilienz bedeutet hier vor allem eines: trotz schwerer Lebensumstände Wege zu finden, weiterzuleben.
Welcher stärkende Satz begleitet Sie durchs Leben?
Nach mehreren „Gleiswechseln“ ist Lukas Gobbers angekommen
Schon als Kind wollte Lukas Gobbers Lokführer werden. Ihn fasziniert das Aussehen von Zügen, ihr Bau, die Designs und verschiedenen Farben, das Mächtige und Kraftvolle an ihnen. Über einige Umwege und nach Rückschlägen ist er diesem Traum sehr nahegekommen. Zwar sitzt er nicht im Führerraum, ist aber täglich auf der Schiene. Was ihm dabei geholfen hat, dennoch durchzuhalten, sein Ehrgeiz und die Unterstützung durch das Berufsbildungswerk Adolf Aich.
Quartierszentren sind soziale Herzstücke
Es scheint immer was geboten rund um den Eingang zum Rahlentreff in der Ravensburger Weststadt: Ein Kurs ist zu Ende, ein anderes Treffen beginnt. Eine Person stöbert am Ständer auf der Suche nach einem „neuen“ Kleidungsstück, jemand bringt ein paar Sachen fürs Geschenkeregal. Über 40 überwiegend ehrenamtliche Angebote im Monat sind hier verortet. Den Kitt für das Zusammenleben im Quartier bilden die Ehrenamtlichen. Auch in der Ravensburger Weinbergstraße engagieren sich Ehrenamtliche, zum Beispiel in der Digitalberatung. Der Ehrenamtliche Johannes von Welczeck und Besucherin Gerlinde Walka berichten aus ihrer Perspektive ihre Erfahrungen in der Digitalberatung:
Jeder ist fähig, resilient zu sein
Monika Eberhardt ist qualifizierte Coachin und zertifizierte Kursleiterin in den Bereichen Stressmanagement, Achtsamkeits- und Resilienztraining. Auch in der Akademie Schloss Liebenau bietet sie Kurse an. Für die Leserschaft hat sie Literaturtipps und Übungen zur Stärkung der Resilienz zusammengestellt:
Natur und Humor helfen immer
„Schuhe an und ab nach draußen!“- diese vermeintlich so profane, aber äußerst effektive Losung hat Marion Locher schon häufig eingesetzt, um brenzlige Situationen zu entschärfen. Deeskalation durch Ortswechsel. Die gelernte Erzieherin und Altenpflegerin leitet die beiden Wohngruppen im Haus St. Josef in Liebenau.







