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Sozial digital

Die Digitalisierung erreicht immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Der Wandel fordert besonders die Sozialwirtschaft, verlangt Flexibilität und Bereitschaft zur schnellen Veränderung – und das in einer Branche, die vor allem Verlässlichkeit und Kontinuität als ihre Stärken sieht.

Ein Gespräch mit Dr. Markus Nachbaur

Wie die Stiftung Liebenau auf die zahlreichen Herausforderungen der Digitalisierung reagiert, erläutert Dr. Markus Nachbaur im Interview.

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Aufbruch in die digitale Zukunft

Tausende Computer in Büros und Wohngruppen sind miteinander vernetzt, immer mehr W-LAN-Hotspots werden eingerichtet, und in den Häusern der Altenhilfe halten elektronische Assistenzsysteme Einzug. Wo ist die Stiftung Liebenau für die digitale Zukunft schon gut aufgestellt, und wo gibt es noch Nachholbedarf?

 

Direkt an der Schnittstelle in Sachen Digitalisierung sitzt Matthias Schyra, Geschäftsführer der Liebenau Beratung und Unternehmensdienste GmbH (LBU), die die digitale Entwicklung im Stiftungsverbund vorantreibt. Er gibt Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge und weiß, an was der Wunsch nach schnellem Internet manchmal scheitert.

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Stiftung Liebenau steigt ins E-Learning ein

Zeitlich flexibel Fortbildungen besuchen und verpflichtende Schulungen absolvieren, ohne in Organisationsstress zu kommen – in der Stiftung Liebenau wird das schon bald online möglich sein. Dank elektronischer Lernmodule.

 

Vorreiter bei diesem sogenannten „E-Learning“ ist das Berufsbildungswerk (BBW) Adolf Aich in Ravensburg. Dort beschäftigt man sich mit einem Pilotprojekt zum Thema Arbeitsschutz. Dieses und weitere Schulungsmodule sollen dann Schritt für Schritt auf den ganzen Stiftungsverbund ausgeweitet werden. Und auch sonst ist der Lernalltag bei vielen BBW-Azubis schon jetzt ganz schön digital.

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mitunsleben – Start-up aus der Sozialwirtschaft für die Sozialwirtschaft

In Berlin gründete sich am 19. November unter dem Namen „mitunsleben“ ein Startup aus 15 sozialen Gesellschaften, darunter auch die Stiftung Liebenau. Das Ziel: Menschen, die Assistenz, Pflege oder Unterstützung benötigen, sollen die am besten für sie passenden Dienstleistungsangebote finden und leicht in Anspruch nehmen können.

 

 

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Whatsapp für die Arbeit

Ein eigenes Smartphone hat heutzutage fast jeder in der Tasche. Und mal Hand aufs Herz, natürlich werden die digitalen Alleskönner auch mal während der Arbeit benutzt: sei es, um Videos von sprechenden Schlümpfen zu teilen, oder sich kurz mit den Kollegen abzustimmen.

 

Genau da liegt aber die Krux, denn sobald es um betriebliche Angelegenheiten geht, wird die vermeintliche arbeitsrechtliche Grauzone zum datenschutzrechtlichen Minenfeld. Gabriele Kirfel aus der Liebenau Service GmbH (LiSe) kennt sich mit der Thematik bestens aus. Seit Juli 2018 leitet sie ein Pilotprojekt zur Entwicklung und Einführung einer Mitarbeiter-App.

 

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Hier findet Digitalisierung bereits statt

Mit Hilfe eines eingebauten Elektromotors unterstützt der RABE-Rollator bei der Bewältigung längerer Strecken und bei Gefälle. Kurze Strecken kann er autonom zurücklegen, wie zum Beispiel Heranfahren ans Bett, was der Sturzprophylaxe dienen kann. Mit seiner Navigation kann er sich in der Pflegeeinrichtung und im Außenbereich orientieren. Durch direkte Kommunikation zwischen Rollator und Pflegeeinrichtung sowie einer Lokalisierungsfunktion können insbesondere demenzkranke Menschen unterstützt werden. Für Parkinson-Erkrankte ist darüber hinaus eine Projektion visueller Cues (Auslösereize) implementiert, welche beim Überwinden von Gehblockaden helfen. Der Rollator wird im Rahmen des Projekts prototypisch im Haus St. Josef in Brochenzell getestet.
Zur Ausstattung des Service Wohnens im Dr. Albert Moll Haus in Tettnang gehört ein automatisch einschaltendes Wegelicht, das bei Dunkelheit für Orientierung sorgt und vor Stürzen schützt. Mit einem leicht zu bedienenden Taster am Bett kann im Notfall der ambulante Pflegedienst gerufen werden. Die eingebauten Sensoren können außerdem weitere Informationen übermitteln: eine außergewöhnlich hohe Bewegungsaktivität, überdurchschnittlich lange Aufenthalte im Bad oder keine Rückkehr ins Bett in der Nacht. In solchen Fällen wird der ambulante Dienst alarmiert. Mieter werden umfassend über die Assistenzsysteme aufgeklärt, die nach den individuellen Bedürfnissen eingesetzt werden.
Stammdaten der Kunden mit den vereinbarten beziehungsweise verordneten Aufträgen können von ambulanten Diensten in MediFox ebenso hinterlegt werden, wie der Termin und die Dauer des jeweiligen Besuchs und die weiteren Hausbesuche. Außerdem sind behandelnde Ärzte und Kontaktpersonen auf dem Endgerät zu finden. Änderungen durch die Einsatzleitung, etwa bei einer Absage des Kunden, werden zeitgleich aktualisiert und sind unmittelbar an den Endgeräten einsehbar. Übergaben an die Kollegen können auch mittels Spracheingabe organisiert werden und sind sofort für diese zugänglich. MediFox hilft bei der effektiven Planung und bietet Transparenz für Mitarbeiter sowie Zeitersparnis. Die Sozialstationen der Stiftung Liebenau sind für ihre Touren damit ausgestattet.
Mit Hilfe des Netzwerks www.nebenan.de lässt sich die eigene unmittelbare Nachbarschaft digital vernetzen. Egal ob es um eine gemeinsame Radtour mit Kindern geht, die Gründung einer Freizeitgruppe oder Informationen zum Thema Imkern: die Plattform vereinfacht die Vernetzung und den direkten nachbarschaftlichen Austausch. Jeder kann sich in dem Programm des Berliner Start-up-Unternehmens einloggen und nach seiner Verifizierung teilnehmen. Die Nachbarschaften werden von dem Betreiber über die jeweiligen Postleitzahlen definiert. Das Programm funktioniert bundesweit. Im Quartier Galgenhalde, dem Mehrgenerationenhaus Weinbergstraße sowie in der Gemeinde Waldburg sind die Nachbarn bereits rege über www.nebenan.de im Austausch.
Der Monitor des Tablets zeigt die Zahl 25588: So viele Flaggen hat der Beschäftigte des Förderbereichs der Stiftung Liebenau in weniger als drei Wochen zugeordnet. Schnell und sicher liest er den Namen des Landes, wählt aus mehreren verschiedenen Flaggen und tippt die entsprechende an. Apps dieser Art können von Menschen mit geistig-kognitiven Einschränkungen einzeln oder zu zweit genutzt werden. Sie ergänzen den Bildungsauftrag des Trägers von Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Die Kommunikation zwischen Menschen mit Einschränkungen und ihrem Umfeld kann ebenfalls mit Hilfe von Tablets, beispielsweise über Piktogramme, Bilder oder Sprache unterstützt werden und ist somit Teil der Unterstützten Kommunikation (UK).

Soziale Medien nutzen, aber sicher!

Facebook, WhatsApp, Instagram und Co: Wie gehe ich sinnvoll mit den so genannten „sozialen Medien“ um? Wo stecken die Gefahren? Mit einer Fortbildung zu diesen Fragen wurden Menschen mit Unterstützungsbedarf sowie Betreuer und Angehörige angesprochen. Wie brennend die Fragen sind, zeigte die Resonanz: Fast 40 Personen kamen zu der Veranstaltung ins Liebenauer Schloss. Organisiert hatte sie Nils Pasternak von den Ambulanten Diensten der Stiftung Liebenau, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Bildung und Freizeit im Bodenseekreis.

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