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"Krumme" Geschäfte in Markdorf

Markdorf – Einen besonderen Auftrag bearbeiten die Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) in Markdorf. Seit August 2021 werden hier Schnaps- und Weingläser krumm gemacht. Angefangen hat alles mit Schnapsgläsern der Marke „Konrrad Krumm“, mittlerweile sind mit der Marke „Vinoletta Wankelmut“ auch Weingläser dazu gekommen.

Das Bild zeigt Verpackung und Gläser: Kornrad Krumm und Vi(n)oletta Wankelmut.

Verpackung und Gläser: Kornrad Krumm (links) und Vi(n)oletta Wankelmut (rechts)-

Das Bild zeigt Das Biegen der Schnapsgläser am Brenner.

Das Biegen der Schnapsgläser am Brenner.

Was machen die da?

Die Schnaps- und Weingläser werden in selbstgebaute Vorrichtungen gestellt und mit Bunsenbrennern bei großer Hitze am Stiel erwärmt. Nach ca. einer Minute wird das Glas weich und biegt sich zur Seite. Diese Biegung darf nicht zu stark aber auch nicht zu schwach sein. Für den richtigen Knick sorgt die bereits erwähnte Vorrichtung. Nach dem Biegen sind die Gläser ca. 200°C heiß und müssen zunächst abkühlen. Das dauert etwa 10 Minuten.

 

Bevor die Gläser eingepackt werden, wird die Temperatur überprüft. Dafür verwenden die Beschäftigten einen Infrarot-Thermometer. Mit diesem besonderen Thermometer kann mit Abstand, also ohne Berührung der Gläser, die Temperatur gemessen werden. Liegt die Temperatur bei ca. 30°C oder weniger, können die Gläser auch schon eingepackt werden. Die Gläser werden in unterschiedliche Verkaufseinheiten gepackt. Bei den Schnapsgläsern sind dies 2er und 6er Sets. Bei den Weingläsern gibt es 2er und 4er Sets.

 

Sicher beim Arbeitseinsatz

Das Arbeiten mit Gas, Glas und im ungünstigen Fall Glasscherben, die offenen Flammen und die hohen Temperaturen bringen manche Herausforderungen mit sich. Um Verletzungen und Arbeitsunfällen vorzubeugen sind Sicherheitsventile in der Gasleitung, hitzebeständige Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und einiges mehr nötig. Zutritt natürlich nur mit Sicherheitsschuhen, denn gelegentlich geht auch mal ein Glas kaputt.

 

Das ist das Einzige was die Beschäftigte Annegret Friedrich wirklich bei der Arbeit mit den Gläsern stört. Ansonsten macht es ihr großen Spaß sagt sie, das Arbeiten mit der Flamme findet sie sehr spannend. Mit Unterstützung der WfbM in Liebenau konnten wir auch Trennwände einbauen, damit dieser besondere Arbeitsplatz gut geschützt genutzt werden kann.  

 

Aus Markdorf nach Europa

Verkauft werden die Gläser in verschiedene Ländern Europas. Zum Beispiel: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und seit neuestem auch in England. Ein Großteil der Pakete geht an kleinere Geschäfte im Einzelhandel. Hier erhalten Sie weitere Informationen zur WfbM in Markdorf > 

 

 

Bunt, fachlich fundiert und voller Leben: Erfahren Sie in Interviews und Reportagen mehr über unsere spannende Arbeit in unseren Themendossiers >

 


Pressekontakt:
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